Sommersaison 2025 - Ausblick auf den Winter

Gastgewerbe im Oldenburger Land: Eingetrübte Winterbilanz und verhaltene Erwartungen für die Sommersaison 2026

Das Gastgewerbe im Oldenburger Land verzeichnet in der Wintersaison 2025/2026 eine schwächere Entwicklung als im Vorjahr. Die Geschäftserwartungen für die Sommersaison 2026 fallen entsprechend zurückhaltend aus. Das geht aus der aktuellen Saisonumfrage Tourismus der Oldenburgischen Industrie- und Handelskammer (IHK) hervor. Vom 8. April bis 7. Mai 2026 haben sich insgesamt 43 Unternehmen an der Umfrage beteiligt. Aufgrund der geringen Anzahl an Rückmeldungen aus dem Reiseverkehrsgewerbe wurde auf eine gesonderte Auswertung verzichtet.

Machen Sie mit bei der Saisonumfrage Tourismus

Wie hat sich Ihre Geschäftslage im vergangenen Halbjahr entwickelt? Auf welche Herausforderungen stellt sich die Branche ein? Was erwarten Sie für die Zukunft? Um diese und weitere Fragen beantworten zu können, bitten wir Sie, an unserer IHK-Saisonumfrage Tourismus teilzunehmen. So helfen Sie uns herauszufinden, wie es um die touristischen Leistungsträger in unserer Region steht. Hier können Sie sich anmelden.

Gastgewerbe im Oldenburger Land: Bilanz der Wintersaison 2025/2026, Erwartungen an die Sommersaison 2026

Gastgewerbe mit schwächerer Winterbilanz
In der Wintersaison 2025/2026 bewerten etwa 24 Prozent der Betriebe im Gastgewerbe ihre Geschäftslage als gut. Im Vergleich zur Wintersaison 2024/2025 ist das ein Rückgang um rund 4 Prozentpunkte. Gleichzeitig stieg der Anteil der Unternehmen mit schlechter Geschäftslage von ca. 20 auf etwa 23 Prozent leicht an. Mit rund 54 Prozent liegt der Anteil der Betriebe mit einer befriedigenden Geschäftslage nahezu auf Vorjahresniveau (ca. 53 Prozent). Der Saldo aus positiven und negativen Bewertungen verschlechterte sich von +7,2 Punkten im Winter 2024/2025 auf +0,8 Punkte in der Wintersaison 2025/2026 deutlich. Insgesamt zeigt sich damit eine leicht eingetrübte Geschäftslage im Gastgewerbe.
Deutlicher Rückgang bei der Umsatzentwicklung
Etwa 58 Prozent der Betriebe im Gastgewerbe berichten von rückläufigen Umsätzen. Rund jedes Dritte Unternehmen verzeichnet gleichbleibende Umsätze, während lediglich etwa 7 Prozent steigende Umsätze melden. Der Saldo aus gestiegenen und zurückgegangenen Umsätzen liegt damit bei -51,3 Punkten und hat sich gegenüber der Wintersaison 2024/2025 (Saldo: -18,8 Punkte) deutlich verschlechtert.
Auslastung liegt unter Vorjahresniveau
Die durchschnittliche Zimmer- und Stellplatzauslastung von Oktober bis April liegt bei etwa 47 Prozent und damit unter dem Vorjahreswert von ca. 53 Prozent.
Verhaltener Ausblick: Geschäftserwartungen bleiben angespannt
Trotz überwiegend stabil eingeschätzter Geschäftslage bleibt der Blick auf die kommenden Monate zurückhaltend: Die Erwartungen für den Sommer 2026 fallen insgesamt pessimistischer aus als im Vorjahr, was sich auch im rückläufigen Klimaindex widerspiegelt. Etwa 17 Prozent der befragten Betriebe erwarten eine günstigere Geschäftslage, rund 37 Prozent rechnen hingegen mit einer ungünstigeren Entwicklung (Saldo: ca. -20,3 Punkte). Rund 46 Prozent gehen von einer gleichbleibenden Geschäftslage aus. Zum Vergleich: Im Vorjahreszeitraum lag der Saldo noch bei –10,3 Punkten. Der Klimaindex sinkt von 98,1 Punkten im Winter 2024/25 auf 89,6 Punkte im Winter 2025/26.
Übernachtungs- und Verzehrpreise unter Anpassungsdruck
Für den Sommer 2026 plant ein großer Teil der Beherbergungs- und Gastronomiebetriebe Preissteigerungen. Rund 41 Prozent der befragten Unternehmen wollen ihre Übernachtungs- und Verzehrpreise anheben. Gleichzeitig geht die Mehrheit von stabilen Preisen aus: Etwa 55 Prozent planen keine Veränderungen.
Stabile Beschäftigungslage im Gastgewerbe
Die Zahl der Beschäftigten im Gastgewerbe bleibt konstant: Etwa 82 Prozent der Betriebe setzen auf das bestehende Team. 15 Prozent der Betriebe plant Personalabbau.
Investitionsbereitschaft bleibt verhalten, Modernisierung im Fokus
Etwa 42 Prozent der Unternehmen planen, ihr Investitionsniveau zu halten oder zu erhöhen. Knapp ein Drittel sieht derzeit keine Investitionen vor. Im Mittelpunkt der Investitionsvorhaben stehen vor allem Modernisierungen (78 Prozent), gefolgt von Rationalisierungen (28 Prozent) sowie Kapazitätserweiterungen (28 Prozent).
Kosten und Fachkräftemangel bleiben zentrale Herausforderungen
Die Gastgeber im Oldenburger Land sehen ihre wirtschaftliche Entwicklung in den kommenden 12 Monaten vor allem durch steigende Energiekosten (rund 92 Prozent) und hohe Arbeitskosten (etwa 85 Prozent) gefährdet. Auch der Fachkräftemangel (66,7 Prozent) sowie die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen (ca. 62,6 Prozent) werden von vielen Betrieben als Risiken eingeschätzt.

Ergebnisse für Niedersachsen

Die Ergebnisse für Niedersachsen finden Sie hier: Saisonumfragen Tourismus der IHK Niedersachsen - IHK Niedersachsen