Wichtige Zulieferindustrie

Kunststoffindustrie

Die regionalen Kunststoffverarbeiter bieten eine Vielzahl von Produkten an. Hergestellt werden unter anderem Bauelemente, Spritzgussteile, Tiefziehteile oder Verpackungsmaterialien für die Lebensmittelindustrie. Zudem hat ihre Bedeutung als Zulieferer für die Automobilindustrie in den vergangenen Jahren zugenommen. Namhafte Produzenten sind in der Region angesiedelt.
Die Kunststoffindustrie ist in hohem Maße abhängig von der Entwicklung des Rohölpreises, der die Kostenstruktur erheblich prägt. Vor allem kleinere Zulieferer mit hoher Materialeinsatzquote sind am stärksten von Rohstoffpreiserhöhungen betroffen. Daher steht diese Branche unter ständigem Anpassungs- und Rationalisierungsdruck. Allerdings hat die regionale Kunststoffindustrie in den letzten Jahren an internationaler Wettbewerbsfähigkeit gewinnen können, wie der hohe Exportanteil am Umsatzvolumen beweist. Die Kunststoffindustrie ist vornehmlich im Landkreis Vechta konzentriert, einige Betriebe finden sich aber auch im Landkreis Ammerland und in der Stadt Oldenburg.

Wirtschaftsverlauf im 1. Halbjahr 2026

Der Umsatz der Unternehmen aus der Kunststoffindustrie im Oldenburger Land ist im 1. Halbjahr 2026 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 8,2 Prozent gestiegen. Die Unternehmen erzielten 1,2 Milliarden Euro Umsatz. Die Exporterlöse nahmen um 12,3 Prozent auf 466 Millionen Euro zu. Die Exportquote betrug 38,0 Prozent (Vorjahreszeitraum: 36,7 Prozent).
Die Kunststoffindustrie in den Landkreisen Ammerland und Vechta meldeten ein Plus von bis zu zehn Prozent. In Wilhelmshaven gab es ein Minus zwischen zehn und 30 Prozent.
Die Beschäftigung stieg um 1,2 Prozent. Im Halbjahresdurchschnitt waren 9.518 Personen in den 35 Betrieben der Kunststoffindustrie ab 50 Beschäftigte tätig.