Branchenreport

Ernährungswerbe von hoher Bedeutung

Das Ernährungsgewerbe ist von herausragender Bedeutung für das Oldenburger Land. Es ist der umsatzstärkste Industriezweig in unserer Region und erwirtschaftet rund jeden zweiten Euro (48 Prozent) des Industrieumsatzes.
Wirtschaftsentwicklung im 1. Halbjahr 2026
Der Umsatz der Ernährungsindustrie im Oldenburger Land ist im 1. Halbjahr 2026 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um rund fünf Prozent auf 6,8 Milliarden Euro gesunken. Der Exportumsatz war leicht rückläufig (-0.1 Prozent, 1,6 Milliarden Euro). Die Exportquote betrug 24,6 Prozent (2025: 23,4 Prozent).
In der umsatzstärksten Sparte Schlachten und Fleischverarbeitung nahmen die Erlöse um 1,7 Prozent auf 3,1 Milliarden Euro ab. Der Auslandsumsatz stieg deutlich um elf Prozent auf 620 Millionen Euro. Das entspricht einer Exportquote von 19,5 Prozent (Vorjahreszeitraum: 17,3 Prozent).
Den höchsten Umsatzzuwachs meldetet die Sparte Herstellung von sonstigen Nahrungsmitteln (Fertiggerichte, Süßwaren, Kaffee etc.) mit fast neun Prozent auf 881 Millionen Euro. Die Exporterlöse nahmen um 8,9 Prozent auf 92 Millionen Euro zu. Die Exportquote betrug 10,6 Prozent, genauso hoch wie im Vorjahreszeitraum.
Die Sparte Herstellung von Futtermitteln verzeichnete ein Minus von 6,2 Prozent auf 575 Millionen Euro.
In der Obst- und Gemüseverarbeitung gab es ein Minus von 10,5 Prozent auf 529 Millionen Euro. Der Auslandsumsatz fiel deutlich um 21,1 Prozent auf 293 Millionen Euro (Exportquote: 23,5 Prozent; Vorjahreszeitraum 26,7 Prozent).
In fast allen Städten und Landkreisen im Oldenburger Land meldete das Ernährungsgewerbe Umsatzrückgänge. Nur im Landkreis Vechta gab es einen Umsatzanstieg von bis zu zehn Prozent.
Insgesamt waren in den 98 Industrieunternehmen ab 50 Beschäftigte 28.067 Personen im Halbjahresdurchschnitt beschäftigt, ein Plus von zwei Prozent.