Sie befinden sich auf der Seite der Oldenburgische IHK.
Möchten Sie diese Seite in einem Cookie als Ihre Heimat-IHK setzen?
Sie befinden sich auf der Seite der Oldenburgische IHK.
Bisher ist die als Ihre Heimat-IHK hinterlegt. Wollen Sie die Seite der Oldenburgische IHK in einem Cookie
als Ihre neue Heimat-IHK setzen?
Sie werden zum Angebot der weitergeleitet.
Nr. 3474708
Schwache Binnennachfrage und hohe Kosten
Firmeninsolvenzen im 1. Halbjahr gestiegen
Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen im Oldenburger Land ist im ersten Halbjahr 2026 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 13,4 Prozent gestiegen. Insgesamt meldeten 152 Unternehmen Insolvenz an – 18 mehr als in den ersten sechs Monaten des Jahres 2025. Das berichtet die Oldenburgische Industrie- und Handelskammer auf Grundlage von Daten des Landesamtes für Statistik Niedersachsen. Damit wurde im Oldenburger Land der höchste Stand seit 2015 erreicht. Damals lag die Zahl im ersten Halbjahr bei 154 Firmeninsolvenzen. Auch Niedersachsenweit hat die Zahl der Firmeninsolvenzen im gleichen Zeitraum um 8,7 Prozent zugenommen.
„Viele Unternehmen stehen weiterhin unter erheblichem wirtschaftlichem Druck. Hohe Standortkosten treffen auf eine schwache Nachfrage sowohl aus der Wirtschaft als auch von privaten Verbrauchern“, sagt Björn Schaeper, Geschäftsführer für Wirtschaftspolitik der IHK. Hinzu kämen die anhaltenden geopolitischen Krisen sowie die wechselhafte Wirtschaftspolitik der USA, die für zusätzliche Unsicherheit sorgten. „Unsere aktuelle IHK-Konjunkturumfrage zeige, dass viele Unternehmen Investitionen und Verbraucher größere Anschaffungen verschieben. Das belaste die wirtschaftliche Entwicklung und erhöhe den Druck auf ohnehin angeschlagene Betriebe, so Schaeper.
Es lassen sich aber durchaus regionale Unterschiede erkennen: Die Landkreise Cloppenburg und Friesland verzeichnen im ersten Halbjahr weniger Unternehmensinsolvenzen als im Vorjahreszeitraum. Dagegen stiegen die Zahlen in allen übrigen Städten und Landkreisen des Oldenburger Landes. Die meisten Firmeninsolvenzen entfallen mit jeweils 22 Fällen auf die Stadt Oldenburg sowie die Landkreise Ammerland und Vechta.
Ein Blick auf die Branchen zeigt, dass der Dienstleistungssektor mit 59 Unternehmensinsolvenzen in den ersten beiden Quartalen 2026 am stärksten betroffen ist. Es folgen der Handel mit 28 Fällen und das Baugewerbe mit 27 Insolvenzen.
Unternehmensinsolvenzen, jeweils 1. Halbjahr
Gebiet
2026
2025
Stadt Delmenhorst
9
8
Stadt Oldenburg
22
20
Stadt Wilhelmshaven
9
6
Lk Ammerland
22
16
Lk Cloppenburg
19
31
Lk Friesland
16
21
Lk Oldenburg
21
12
Lk Vechta
22
13
Lk Wesermarsch
12
7
Oldenburger Land
152
134
Industrie
12
9
Baugewerbe
27
21
Handel
28
30
Gastgewerbe
15
11
Verkehr, IT
11
7
Dienstleistungen, übrige
59
56
Die IHK bietet Unternehmen, die in Schwierigkeiten sind, Unterstützung an: Der nächste Sprechtag „Unterstützung im Krisenfall: Runder Tisch" findet am Freitag, 21. August 2026, ab 9 Uhr statt: Zur Anmeldung