Stadt Wilhelmshaven: Großindustrie und Hafen prägen die Stadt

Wilhelmshavens Wirtschaft wird geprägt durch Energie- und Chemieindustrie, Hafenwirtschaft und Bundesmarine. In den vergangenen Jahrzehnten verlief die wirtschaftliche Entwicklung allerdings unterdurchschnittlich. Arbeitsplätze gingen  verloren, die Arbeitslosigkeit liegt über dem westdeutschen Durchschnitt, und die Einwohnerzahl ist stark gesunken.
Mit der Fertigstellung des JadeWeserPorts im Jahr 2012 ist Wilhelmshaven der einzige Tiefwasserhafen in Deutschland entstanden. Die größten Containerfrachter bis 16,50 m Tiefgang können hier rund um die Uhr tideunabhängig voll beladen empfangen werden.

Industrieentwicklung im Jahr 2021

Der Industrieumsatz ist im Jahr 2021 gegenüber dem Vorjahr leicht 0,6 Prozent auf 855 Millionen Euro gefallen ( -5 Millionen Euro).
Das Exportgeschäft konnte hingegen kräftig zulegen. Im Ausland wurden 558 Millionen Euro Umsatz erzielt, das bedeutet ein Plus von 32 Prozent. Die Exportquote stieg auf 65,3 Prozent (Vorjahreszeitraum 49,1 Prozent). Sie ist damit die höchste Quote im Oldenburger Land.
Zurückzuführen ist das Minus auf die Ernährungsindustrie, deren Erlöse zwischen zehn und 30 Prozent gesunken sind. Die Zuwächse in der Kunststoffindustrie (mehr als 50 Prozent) und im Fahrzeugbau (zwischen zehn und 30 Prozent) konnten das Minus nicht auffangen.
In den 13 Industrieunternehmen mit mehr als 50 Beschäftigten fiel die Zahl der Mitarbeiter um rund drei Prozent auf 2.500 Personen im Jahresdurchschnitt. 

Industrieumsatz

Bruttoinlandsprodukt

Beschäftigung