Stadt Wilhelmshaven: Großindustrie und Hafen prägen die Stadt
Wilhelmshavens Wirtschaft wird geprägt durch Energie- und Chemieindustrie, Hafenwirtschaft und Bundesmarine. In den vergangenen Jahrzehnten verlief die wirtschaftliche Entwicklung allerdings unterdurchschnittlich. Arbeitsplätze gingen verloren, die Arbeitslosigkeit liegt über dem westdeutschen Durchschnitt, und die Einwohnerzahl ist stark gesunken.
Mit der Fertigstellung des JadeWeserPorts im Jahr 2012 ist Wilhelmshaven der einzige Tiefwasserhafen Deutschlands. Hier können ohne Einschränkungen Großcontainerschiffe mit mehr als 18.000 Standard-Containern vollbeladen abgefertigt werden.
Industrieentwicklung im Jahr 2025
Der Industrieumsatz ist im Jahr 2025 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 7,8 Prozent auf rund 1,1 Milliarden Euro deutlich gefallen (-92 Millionen Euro). Das ist der einzige Umsatzrückgang im Oldenburger Land im Jahr 2025.
Auch im Exportgeschäft gab es mit 6,2 Prozent einen deutlichen Umsatzrückgang. Im Ausland wurden 581 Millionen Euro Umsatz erzielt. Die Exportquote betrug 53,1 Prozent (Vorjahreszeitraum 52,3 Prozent). Sie bleibt damit die höchste Exportquote im Oldenburger Land.
Der Fahrzeugbau meldete ein Minus zwischen 30 und 50 Prozent. In der Branche Installation und Reparatur von Maschinen und Ausrüstungen betrug der Rückgang zwischen zehn und 30 Prozent. Einen Umsatzanstieg von zehn bis 30 Prozent gab es im Ernährungsgewerbe.
In den 12 Industrieunternehmen mit mehr als 50 Beschäftigten stieg die Zahl der Mitarbeiter um 1,2 Prozent auf 2.721 Personen im Jahresdurchschnitt.