Stadt Wilhelmshaven: Großindustrie und Hafen prägen die Stadt

Wilhelmshavens Wirtschaft wird geprägt durch Energie- und Chemieindustrie, Hafenwirtschaft und Bundesmarine. In den vergangenen Jahrzehnten verlief die wirtschaftliche Entwicklung allerdings unterdurchschnittlich. Arbeitsplätze gingen verloren, die Arbeitslosigkeit liegt über dem westdeutschen Durchschnitt, und die Einwohnerzahl ist stark gesunken.
Mit der Fertigstellung des JadeWeserPorts im Jahr 2012 ist Wilhelmshaven der einzige Tiefwasserhafen Deutschlands. Hier können ohne Einschränkungen Großcontainerschiffe mit mehr als 18.000 Standard-Containern vollbeladen abgefertigt werden.

Industrieentwicklung im 1. Halbjahr 2026

Der Industrieumsatz ist im ersten Halbjahr 2026 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 7,7 Prozent auf rund 522 Millionen Euro kräftig gefallen.
Auch das Exportgeschäft nahm ab. Im Ausland wurden 278 Millionen Euro Umsatz erzielt, das bedeutet ein Minus von 0,7 Prozent. Die Exportquote betrug 53,3 Prozent (Vorjahreszeitraum 49,6 Prozent). Sie ist bleibt damit die höchste Quote im Oldenburger Land.
Der Fahrzeugbau und Kunststoffindustrie meldeten jeweils ein Minus zwischen zehn und 30 Prozent. Einen Umsatzrückgang von bis zu zehn Prozent gab es in der Branche Installation und Reparatur von Maschinen und Ausrüstungen.
In den 12 Industrieunternehmen mit mehr als 50 Beschäftigten fiel die Zahl der Mitarbeiter um 0,3 Prozent auf 2.703 Personen im Halbjahresdurchschnitt.

Industrieumsatz

Bruttoinlandsprodukt

Beschäftigung