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Westfalen nimmt neue Kältemittelanlage in Betrieb
Die Westfalen-Gruppe baut ihr Geschäft mit natürlichen Kältemitteln aus. Am Standort Münster-Gelmer hat das Familienunternehmen nach eineinhalb Jahren Bauzeit eine neue Produktionsanlage für hochreines Propan in Betrieb genommen. Die Investition liegt im niedrigen zweistelligen Millionenbereich. Zur Eröffnung kam auch die Bundesmittelstandsbeauftragte Gitta Connemann.
Freuen sich auf die Inbetriebnahme der R-290-Anlage (v.l.) : Tillmann Fuchs (Oberbürgermeister Stadt Münster), Dr. Meike Schäffler (Produktionsvorständin Westfalen), Gitta Connemann (Bundesmittelstandsbeauftragte), Andreas Bothe (Regierungspräsident des Regierungsbezirks Münster) und Jesko von Stechow (Finanzvorstand Westfalen).
Das Propan wird unter der Bezeichnung R-290 als natürliches Kältemittel eingesetzt, insbesondere in Wärmepumpen. Westfalen reagiert mit der Investition auf die erwartete steigende Nachfrage. „Wir sind davon überzeugt, dass sich die Wärmepumpe als wichtige Technologie für die zukünftige Wärmeversorgung weiter durchsetzen wird“, sagt Produktionsvorständin Meike Schäffler. Mit der Anlage wolle das Unternehmen die Versorgung seiner Kunden auch bei einem weiteren Aufschwung des Wärmepumpenmarktes sichern.
Westfalen kritisiert Standortbedingungen
Trotz der Investition in Münster sieht Westfalen die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Deutschland kritisch. „Wir sehen langfristiges Wachstumspotenzial bei natürlichen Kältemitteln in Deutschland und wollen diesen Markt aktiv mitgestalten“, erklärt Finanzvorstand Jesko von Stechow. Zugleich verstärke Westfalen seine Aktivitäten in europäischen Nachbarländern, weil die Bedingungen dort inzwischen günstiger seien. Für mehr Wettbewerbsfähigkeit in Deutschland fordert er bezahlbare Energie, weniger Bürokratie und verlässliche politische Rahmenbedingungen.
Die Westfalen-Gruppe investiert nach eigenen Angaben jährlich mehr als 100 Millionen Euro in den Ausbau ihres europäischen Geschäfts. Das 1923 in Münster gegründete Familienunternehmen beschäftigt rund 2.300 Menschen und erzielte 2024 einen Umsatz von mehr als 2,1 Milliarden Euro.
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Redaktion Wirtschaftsspiegel
