Wirtschaftsspiegel
Nr. 7050998
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Unternehmen & Märkte

technotrans steigert Gewinnspanne

Der Thermomanagement-Spezialist technotrans aus Sassenberg startet verhalten ins Jahr 2026. Der Umsatz sinkt, die Profitabilität steigt. Wachstum kommt vor allem aus den Bereichen Energy Management sowie Healthcare & Analytics.
technotrans hat im ersten Quartal 2026 weniger Umsatz erzielt, aber profitabler gearbeitet. Der Konzernumsatz sank von 60,1 auf 54,9 Millionen Euro. Das entspricht einem Rückgang von rund 8,7 Prozent.
Das operative Ergebnis lag bei 3,8 Millionen Euro. Damit ist der Gewinn aus dem laufenden Geschäft gemeint, also vor Zinsen und Steuern. Im Vorjahr waren es 4,0 Millionen Euro. Die Gewinnspanne stieg dennoch von 6,7 auf 7,0 Prozent. Je Aktie verdiente technotrans 0,35 Euro nach 0,37 Euro im Vorjahr.
Der Vorstand bestätigt deshalb die Prognose für 2026. technotrans erwartet weiter einen Umsatz von 240 bis 260 Millionen Euro. Die Gewinnspanne soll zwischen 6,5 und 8,5 Prozent liegen. Der frei verfügbare Geldzufluss soll leicht über 10 Millionen Euro erreichen. Damit ist Geld gemeint, das nach Investitionen im Unternehmen bleibt.
Der Auftragseingang stützt diese Erwartung. technotrans erhielt im ersten Quartal mehr Aufträge, als das Unternehmen Umsatz erzielte. Der Auftragsbestand stieg auf 84 Millionen Euro. Ende 2025 hatte er bei 79 Millionen Euro gelegen.
Wachstum kam vor allem aus dem Bereich Energy Management. Dort entwickelt technotrans Kühlsysteme für Energieanwendungen, Batterien und Rechenzentren. Der Umsatz stieg um vier Prozent auf 15,4 Millionen Euro. Bereinigt um das neu zugeordnete Lasergeschäft lag das Wachstum bei rund zwölf Prozent. Besonders gefragt waren Flüssigkeitskühlsysteme für Rechenzentren. technotrans gewann zudem einen Großauftrag für Kühlsysteme in Batterien von Schienenfahrzeugen. Das mögliche Volumen liegt im unteren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich.
Auch der Bereich Healthcare & Analytics legte zu. Dazu zählen Anwendungen für Medizintechnik und Analysegeräte. Der Umsatz stieg um drei Prozent auf 8,2 Millionen Euro. Das Unternehmen profitierte nach eigenen Angaben von Nachfrage aus der Medizintechnik und aus der Halbleiterproduktion, also der Herstellung von Computerchips.
Schwächer liefen die Märkte Print und Plastics. Print steht für Anwendungen in der Druckindustrie. Plastics umfasst Anwendungen in der Kunststoffverarbeitung. In der Druckindustrie belasteten vor allem Zurückhaltung bei Investitionen, Unsicherheit um die US-Zollpolitik und Währungseffekte. Die Kunststoffverarbeitung spürte weiter die schwache Konjunktur. Die aktuelle Auftragslage zeige aber erste Lichtblicke, teilte das Unternehmen mit.
Der frei verfügbare Geldzufluss blieb im ersten Quartal negativ. Er verbesserte sich aber deutlich von minus 5,8 auf minus 1,4 Millionen Euro. Die Eigenkapitalquote lag Ende März bei 65,5 Prozent. Sie zeigt, wie viel des Unternehmensvermögens aus eigenen Mitteln finanziert ist. Die Bilanzsumme betrug 165,3 Millionen Euro.
Mit der neuen Strategie „Ready for Growth“ will technotrans bis 2030 weiter wachsen. Ziel sind mehr als 350 Millionen Euro Umsatz. Die EBIT-Marge soll dann zwischen neun und zwölf Prozent liegen. Im Mittelpunkt stehen Märkte, die von Künstlicher Intelligenz, Elektrifizierung, Dekarbonisierung, Digitalisierung und Medizintechnik profitieren.