Wirtschaftsspiegel
Nr. 7012754
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Unternehmen & Märkte

Start-up bringt Hygieneschleuse ins Café

Als erster Gastronomiebetrieb in Münster erprobt das Café Bölling eine innovative Hygieneschleuse, die die Nutzung eigener Mehrwegbehälter im Alltag erleichtert. Entwickelt wurde das System vom Münsteraner Start-up TUVAS, das damit eine praxisnahe Antwort auf die steigenden Anforderungen des Verpackungsgesetzes liefert.
Die „TUVAS Hygieneschleuse“ ermöglicht es, mitgebrachte Behälter direkt vor Ort in wenigen Sekunden hygienisch zu desinfizieren und anschließend zu befüllen. Mithilfe von UV-C-LED-Technologie werden 99,9 Prozent aller Keime ohne Wasser oder Chemikalien entfernt. Für Betriebe entsteht kein zusätzlicher Reinigungsaufwand, gleichzeitig wird die Mehrwegangebotspflicht unkompliziert erfüllt.
"Münster ist eine Stadt voller Wissenschaft und Studierender, und unser Café ist mittendrin im Puls des Lernens und Lebens. Mit der Hygieneschleuse bringen wir jetzt innovative Technologie direkt zu unseren Gästen und leisten einen Beitrag zur Nachhaltigkeit“ sagt Jens Nientiedt, Inhaber vom Café Bölling.
Die Idee zur Hygieneschleuse entstand aus einer Alltagssituation: TUVAS-Mitgründer Michael Böhm stellte fest, dass eigene Behälter trotz gesetzlicher Vorgaben häufig aus Hygienegründen in der Gastronomie nicht akzeptiert wurden. Gemeinsam mit seinem Team entwickelte er daraufhin – unterstützt durch das Fraunhofer-Institut – ein kompaktes UV-C-Desinfektionssystem speziell für den Einsatz am Tresen.
Der Pilotbetrieb im Café Bölling soll positive Effekte erzeugen: Gäste sollen vermehrt ihre eigenen Behälter nutzen, während der Betrieb Verpackungsmaterial und Entsorgungskosten reduziert. Das Projekt verdeutlicht, wie sich Nachhaltigkeit und Hygiene in der Gastronomie erfolgreich verbinden lassen.