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Der Blick ins All beginnt an der Grenze
Tief unter der Erde soll das Einstein-Teleskop das Zittern des Universums messen: Gravitationswellen, die etwa bei der Verschmelzung Schwarzer Löcher entstehen. Das Gestein schützt die empfindliche Technik vor Störungen an der Oberfläche. Gebaut werden könnte das Observatorium bei Aachen.
Wer heute an solchen Technologien arbeitet, entwickelt sie nicht nur für ein mögliches Teleskop. Er baut Know-how auf, findet Partner und schafft Lösungen, die später anderswo gefragt sein können. Aus einer Forschungsfrage kann ein Produkt werden. Aus einem Projektpartner ein Kunde.
Was fehlt, ist die Verbindung
COMET steht für „CoMaking the Einstein Telescope“. Mitmachen ist hier wörtlich gemeint. Das von der EU geförderte deutsch-niederländische Projekt bringt kleine und mittlere Unternehmen aus Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und den Niederlanden mit Forschungseinrichtungen zusammen.
An Können mangelt es oft nicht. Was fehlt, ist die Verbindung. Ein Mittelständler diesseits der Grenze muss erst einmal wissen, dass ein Forschungsteam jenseits der Grenze genau seine Technologie braucht.
Hier kommt die IHK Nord Westfalen ins Spiel. Sie informiert über Fördermittel und unterstützt Unternehmen dabei, die neu entwickelten Technologien auch für andere Zukunftsmärkte nutzbar zu machen, etwa für die Halbleiterindustrie, die Medizintechnik oder die Luft- und Raumfahrt. Aus einem Forschungsprojekt können so neue Märkte entstehen.
Wo das Einstein-Teleskop am Ende gebaut wird, ist noch nicht entschieden. Für Unternehmen sollte das kein Grund sein zu warten. Der wirtschaftliche Nutzen kann lange vor dem ersten Spatenstich entstehen.
Das Teleskop soll einmal weit ins Universum hineinhören. Für Unternehmen in Nord-Westfalen lohnt sich schon jetzt ein Blick über die eigene Werkbank. Und über die Grenze.
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Redaktion Wirtschaftsspiegel
