Wirtschaftsspiegel
Nr. 7051042
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Unternehmen & Märkte

Neues Rechenzentrum am FMO gestartet

Am Flughafen Münster/Osnabrück ist das Datacenter Münster Osnabrück in Betrieb gegangen. Es soll Unternehmen und Kommunen mehr Sicherheit bei Daten, IT und Energieversorgung geben.
Das Datacenter Münster Osnabrück ist am Flughafen Münster/Osnabrück offiziell gestartet. Nach rund einem Jahr Bauzeit steht die erste Ausbaustufe bereit. Sie bietet eine IT-Leistung von etwa einem Megawatt. Das Investitionsvolumen liegt bei knapp zehn Millionen Euro.
Das Rechenzentrum richtet sich an Unternehmen, Kommunen und öffentliche Einrichtungen. Es soll ihnen helfen, Daten sicher in der Region zu speichern und digitale Dienste verlässlich zu betreiben. Damit stärkt das Projekt die sogenannte Datensouveränität. Gemeint ist: Unternehmen und Verwaltungen behalten mehr Kontrolle darüber, wo ihre Daten liegen und wer darauf zugreifen kann.
„Das neue Rechenzentrum setzt einen Meilenstein für Datensouveränität und nachhaltige Digitalisierung in unserer Region. Hier verbinden sich modernste Technologie und verantwortungsbewusster Umgang mit Ressourcen – ein Gewinn für Wirtschaft, Umwelt und Gesellschaft gleichermaßen“, sagt Dr. Martin Sommer, Landrat des Kreises Steinfurt.
Ein Schwerpunkt des Projekts liegt auf der Energieversorgung. Einen Teil des Strombedarfs deckt eine eigene Photovoltaikanlage mit 650 Kilowatt-Peak. Später soll das Rechenzentrum auch an den geplanten Solarpark am Flughafen angebunden werden.
Technisch orientiert sich das Datacenter Münster Osnabrück an der Norm EN 50600, Verfügbarkeitsklasse 3. Das steht für hohe Ausfallsicherheit. Für Nutzer bedeutet das: Server, Daten und digitale Anwendungen sollen auch bei Störungen möglichst zuverlässig erreichbar bleiben.
Hinter dem Rechenzentrum steht ein Gemeinschaftsunternehmen der items GmbH & Co. KG aus Münster und der TKRZ Stadtwerke GmbH aus Emsdetten. Über Glasfaserverbindungen ist das DMO mit Standorten in Frankfurt, Düsseldorf und Hamburg verknüpft.
Die Nachfrage ist offenbar hoch. Eine weitere Ausbaustufe befindet sich bereits in Planung. Sie soll in etwa zwei Jahren betriebsbereit sein. Der Standort am FMO wurde wegen der verfügbaren Flächen und der vorhandenen Netzinfrastruktur gewählt.
Für die Region ist das Datacenter Münster Osnabrück mehr als ein Technikstandort. Es schafft neue digitale Infrastruktur zwischen Münsterland und Osnabrücker Land – und gibt Unternehmen einen weiteren Baustein für sichere, leistungsfähige IT vor Ort.