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Sechs Tipps für Werbung zur WM 2026
Die Fußball-WM 2026 bietet Unternehmen viele Chancen: für Aktionen im Handel, Angebote in der Gastronomie, Fan-Deko oder Public Viewing. Doch wer mit der WM wirbt, sollte genau hinschauen. Denn die Weltmeisterschaft ist nicht nur ein Sportereignis. Sie ist auch ein Markenprodukt der FIFA.
„Fußballstimmung ist erlaubt. Der Eindruck einer offiziellen FIFA-Partnerschaft ist es ohne Lizenz nicht“, sagt Fabian Bannier, Referent Dienstleistung bei der IHK Nord Westfalen.
- Allgemeine Fußball-Aktionen sind möglich
Unternehmen dürfen die Fußballbegeisterung grundsätzlich für Aktionen nutzen. Möglich sind zum Beispiel Rabatte während der Turnierzeit, Fan-Angebote oder Dekorationen mit Bällen, Toren und Länderfarben.
Wichtig ist: Die Werbung sollte allgemein bleiben. Sie darf nicht so wirken, als gehöre das Unternehmen offiziell zur FIFA, zur WM oder zu einem Sponsorennetzwerk. - Offizielle FIFA-Zeichen sind tabu
Offizielle Logos, Embleme, Maskottchen, Pokale oder geschützte Begriffe dürfen Unternehmen nicht einfach verwenden. Wer damit wirbt, braucht eine Lizenz der FIFA. Sonst kann es teuer werden. Möglich sind Abmahnungen, Unterlassungsansprüche und weitere Kosten. - Eigene WM-Logos können riskant sein
Auch selbst gestaltete Logos sind nicht automatisch sicher. Problematisch wird es, wenn sie offiziellen FIFA-Zeichen ähneln oder eine gedankliche Nähe zur offiziellen WM herstellen. Kurz gesagt: Je offizieller ein eigenes Zeichen wirkt, desto heikler wird es. - Schwarz-Rot-Gold geht – aber mit Augenmaß
Die Farben Schwarz-Rot-Gold dürfen grundsätzlich verwendet werden. Unternehmen können also mit Länderfarben, Fußballmotiven oder Fan-Deko arbeiten. Aber auch hier gilt: Die Gestaltung darf nicht wie ein offizielles Turnierlogo oder wie eine FIFA-Kampagne wirken. - Public Viewing braucht oft eine Lizenz
Public Viewing kann Gäste anziehen und sich wirtschaftlich lohnen. Ob eine FIFA-Lizenz nötig ist, hängt aber von der Veranstaltung ab. Eine Lizenz kann erforderlich sein, wenn Eintritt verlangt wird, Sponsoren eingebunden sind, die Veranstaltung einen geschäftlichen Zweck erfüllt oder eine bestimmte Größe überschreitet. - Vorher prüfen spart später Ärger
Viele WM-Aktionen sind möglich. Entscheidend ist die saubere Umsetzung. Unternehmen sollten deshalb vorab prüfen: Nutze ich geschützte FIFA-Zeichen? Erwecke ich den Eindruck einer offiziellen Partnerschaft? Setze ich Tickets gewerblich ein? Brauche ich für mein Public Viewing eine Lizenz?
Unternehmen, die auf offizielle FIFA-Zeichen und -Begriffe verzichten, können die Fußball-Euphorie gut nutzen. So wird aus der WM eine starke Aktion ohne unnötiges rechtliches Risiko.
Ihr IHK-Ansprechpartner
Fabian Bannier
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Redaktion Wirtschaftsspiegel
