Mut zur Führung
Am 16. Januar versammelten sich rund 200 Managerinnen, Unternehmerinnen und Selbständige aus der Region zum 20. „Women in Business"-Dinner des Netzwerks Frauen u(U)nternehmen (FuU) im Historischen Rathaus Münster. Im Mittelpunkt des Abends stand die Frage, wie Frauen in guten wie in schwierigen Zeiten Führung übernehmen. Ein Thema, das angesichts des Fachkräftemangels für die gesamte Wirtschaft relevant ist.
Dr. Sigrid Evelyn Nikutta, Aufsichtsrätin und ehemalige Vorstandsvorsitzende der DB Cargo AG sowie frühere Chefin der Berliner Verkehrsbetriebe, ermutigte zu mehr Mut zur Macht: „Managerin ist ein Traumberuf, denn mit Macht können wir etwas bewegen." Sie sprach offen über ihren Karriereweg, Rollenbilder und strukturelle Hürden.
Daniela Isfort (stellvertretende Vorsitzende), Margret Homann (Vorstandsvorsitzende), ehrenamtlicher Bürgermeister der Stadt Münster Klaus Rosenau, Festrednerin Dr. Sigrid Evelyn Nikutta, Raphaela Niewerth (Beisitzerin) und Michaela Wernsmann (Beisitzerin).
Nikutta betonte die Bedeutung einer fundierten Ausbildung als Basis jeder Karriere und empfahl Gelassenheit. Ihr Psychologiestudium habe sich als große Stärke erwiesen: „In Unternehmen geht es darum, Menschen zu gewinnen und zu führen. Das ist Psychologie." Diese Kompetenz gewinnt in einer komplexen Arbeitswelt an Bedeutung. Sie sprach auch über subtilen Sexismus, etwa die mediale Fixierung auf ihre roten Hosenanzüge, die ihre Kompetenz infrage stellten, aber auch eine eigene Marke schufen.
Das Women-in-Business-Dinner, das weibliche Pendant zum traditionsreichen Kramermahl der Münsterschen Kaufmannschaft, wird seit zwei Jahrzehnten von Frauen u(U)nternehmen organisiert. Das Netzwerk vernetzt Frauen aus Wirtschaft, Handwerk, Medizin, Dienstleistung und Kreativwirtschaft.
Traditionell unterstützt die Industrie- und Handelskammer Nord Westfalen das WIB-Dinner. In diesem Jahr nahm Lea Helene Kerstiens, bei der IHK Nord Westfalen zuständig für Public Affairs auf EU-Ebene, am WIB-Dinner teil.. Ihr Rat an die Teilnehmerinnen: „Nach links und rechts schauen und möglichst viele Kontakte knüpfen." Ein Prinzip, das für erfolgreiches Unternehmertum generell gilt.
FuU-Vorsitzende Margret Homann nutzte den Abend für ein klares Bekenntnis zu gesellschaftlicher Verantwortung: Sie sprach sich deutlich für Demokratie und gegen Rechtsextremismus aus – Werte, die für wirtschaftliche Stabilität und internationalen Erfolg entscheidend sind.
Kontakt
Redaktion Wirtschaftsspiegel
