Wirtschaftsspiegel
Nr. 7185760
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Praxis & Ratgeber

Förderprojekt erleichtert Unternehmensnachfolge

Rund 28.000 Betriebe im Münsterland müssen in den nächsten zehn Jahren ihre Nachfolge regeln. „Nach unseren Berechnungen sind in fast der Hälfte der inhabergeführten Familienunternehmen in unserem IHK-Bezirk die Inhaberinnen und Inhaber älter als 55 Jahre“, sagt Michael Meese, Teamleiter Gründung und Unternehmensförderung bei der IHK Nord Westfalen.
Industriedesign-Team in einer Sitzung
© gilaxia/iStock
Ein gefördertes Projekt unterstützt Unternehmerinnen und Unternehmen jetzt dabei, ihren Betrieb für potenzielle Nachfolger vorzubereiten und attraktiv zu machen. Das Projekt „Zukunft Unternehmensnachfolge Münsterland“ (ZUM) soll Betriebe auf den Generationswechsel vorbereiten und helfen, Arbeitsplätze zu sichern. Ziel ist es, Unternehmerinnen und Unternehmer frühzeitig zu sensibilisieren, ihre Unternehmen zukunftsfähig aufzustellen und so die Attraktivität für Nachfolgerinnen und Nachfolger zu steigern. Die IHK Nord Westfalen arbeitet dafür mit regionalen Partnern zusammen. Gefördert wird das Projekt „Zukunft Unternehmensnachfolge Münsterland“ mit Mitteln der Europäischen Union und des Landes Nordrhein-Westfalen (EFRE).

Online-Check zeigt, wie gut Betriebe vorbereitet sind

Kern des Projekts ist eine Online-Plattform mit einem Check zur Übergabereife. Unternehmen können damit prüfen, wo sie stehen und welche Schritte als Nächstes sinnvoll sind. Dabei geht es unter anderem um Digitalisierung, Nachhaltigkeit, Innovationsmanagement und Unternehmenskultur. „Der Online-Check soll Unternehmerinnen und Unternehmern schnell zeigen, wie gut ihr Betrieb auf eine Übergabe vorbereitet ist und an welchen Punkten sie noch arbeiten sollten“, erklärt Meese. Ein Starttermin der Plattform steht bisher nicht fest.
Ergänzend sind Workshops, Informationsveranstaltungen, Erklärvideos und individuelle Beratungen geplant. Das Projekt läuft vom 1. Juli 2026 bis zum 30. Juni 2029. Dafür stehen rund 1,1 Millionen Euro Fördermittel zur Verfügung. Neben der IHK Nord Westfalen beteiligen sich Münsterland e. V., die FH Münster, die Handwerkskammer Münster sowie die Wirtschaftsförderungen der Kreise Borken, Coesfeld, Steinfurt und Warendorf.
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