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Europas Chancen im globalen Wettbewerb
„Europa hat mit Rechtssicherheit, Verlässlichkeit und Bildung Pfunde, mit denen andere Regionen nicht wuchern können“, so der Autor und Journalist Dr. Christoph Hein bei der Premiere der neuen Veranstaltungsreihe W-Talks am 29. Januar im vollbesetzten Auditorium im FIEGE X-Dock in Münster. Rund 80 Gäste aus Wirtschaft, Politik und Institutionen folgten der Einladung. Ziel der Reihe: die großen geoökonomischen Verschiebungen der Gegenwart einordnen – und ihre Folgen für Europa und die mittelständische Wirtschaft in Westfalen diskutieren.
Mit-Initiator und Moderator Jörg Heithoff betonte den Anspruch der Reihe: „Wir wollten kein tagespolitisches Streitgespräch, sondern den Blick auf die strukturellen Fragen richten: Woher kommt unser Wohlstand in zehn oder fünfzehn Jahren? Und welche Rolle kann Europa dabei spielen?“ Europa müsse sich dabei zwischen den beiden dominierenden Mächten USA und China neu positionieren – ohne nostalgische Rückgriffe auf frühere Gewissheiten.
Gastgeber Dr. Hugo Fiege unterstrich die Bedeutung des offenen Austauschs: „Wir verstehen dieses Haus als Plattform für Begegnung und Diskussion.“ Martin Rademaker, Vorstand der FIEGE Logistik, hob den inhaltlichen Mehrwert hervor: „Logistik ist ein Frühindikator wirtschaftlicher Veränderungen. Genau deshalb passt diese Debatte hervorragend an diesen Ort.“
Journalist und Autor Dr. Christoph Hein (l.) debattierte mit Moderator Jörg Heithoff (r.) und einem engagierten Publikum beim ersten W-Talk im FIEGE X-Dock.
In der Diskussion zeichnete Hein, der 25 Jahre lang für die F.A.Z. aus Asien berichtet hat, ein nüchternes Bild der globalen Kräfteverhältnisse. Weder die USA noch China seien so stabil, wie sie nach außen erscheinen. Für Europa ergebe sich daraus eine Chance – allerdings nur, wenn es handlungsfähiger werde. „Wir sind als EU weiterhin eine der größten Wirtschaftsmächte der Welt“, so Hein. „Aber wir müssen unsere Stärken – Rechtssicherheit, Verlässlichkeit, Bildung – strategischer einsetzen.“
Dr. Fritz Jaeckel, Hauptgeschäftsführer der IHK Nord Westfalen, die die Reihe genau wie FIEGE Logistik unterstützt, warnte in der lebendigen Debatte davor, wirtschaftliche Transformation durch Überregulierung zu gefährden: „Die Wirtschaft muss Ermöglicher von Wandel bleiben – nicht Objekt staatlicher Detailsteuerung.“ Zugleich begrüßte er den sachlichen Ton der Debatte: „Es war wohltuend, über diese Fragen ohne Alarmismus zu sprechen.“
Dr. Fritz Jaeckel, Hauptgeschäftsführer der IHK Nord Westfalen, die die Reihe genau wie FIEGE Logistik unterstützt, warnte in der lebendigen Debatte davor, wirtschaftliche Transformation durch Überregulierung zu gefährden: „Die Wirtschaft muss Ermöglicher von Wandel bleiben – nicht Objekt staatlicher Detailsteuerung.“ Zugleich begrüßte er den sachlichen Ton der Debatte: „Es war wohltuend, über diese Fragen ohne Alarmismus zu sprechen.“
Mit weiteren w-Talks wollen Hein und Heithoff die Diskussion fortsetzen. Geplant sind Veranstaltungen mit wechselnden Gästen. „Wir wollen zuhören, streiten, lernen – und Ideen entwickeln“, fasste Hein zum Abschluss zusammen. „Der volle Saal bei der Premiere zeigt: Der Bedarf an solchen Gesprächen ist da.“
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Redaktion Wirtschaftsspiegel
