10. Juli 2026

Elektromobilität in Firmen nimmt Fahrt auf

IHK-Regionalausschuss: Wie die Umstellung gelingt

Münster. – Immer mehr Unternehmen in Münster stellen ihre Fuhrparks auf Elektrofahrzeuge um: „Für sie geht es nicht mehr um die Frage, ob sie sich mit Elektromobilität beschäftigen, sondern wie der Umstieg wirtschaftlich gelingt“, erklärte Michael Radau beim IHK-Regionalausschuss für die Stadt Münster. Radau, der das Gremium als Vorsitzender leitet, forderte, dass alle Beteiligten eng zusammenarbeiten: „Für Münster als Wirtschaftsstandort ist es wichtig, dass Infrastruktur, Energieversorgung und die Anforderungen der Betriebe zusammenpassen.“ Mit zwei Vertretern der Stadt Münster und der Stadtwerke Münster nahmen wichtige Akteure für den Ausbau der E-Mobilität an der Sitzung bei der BERESA Gruppe teil.
Gastgeber Florian Schlieper ordnete die aktuelle Marktentwicklung ein: „Technologische Fortschritte, größere Reichweiten, eine wachsende Modellvielfalt und sinkende Betriebskosten haben die Einsatzmöglichkeiten von Elektrofahrzeugen in den vergangenen Jahren deutlich erweitert“, stellte der Geschäftsführer der BERESA Gruppe fest. „Dadurch gewinnen Elektrofahrzeuge auch für Unternehmen zunehmend an Attraktivität.“ Welche Rolle die Energieversorgung bei der Elektrifizierung von Fuhrparks spielt, erläuterte Jannis Volpert von den Stadtwerken Münster. Anhand konkreter Beispiele zeigte er, wie Unternehmen Ladeinfrastruktur am eigenen Standort aufbauen und den Umstieg auf Elektromobilität schrittweise gestalten können. Ein weiterer Baustein ist die öffentliche Ladeinfrastruktur. Christian Schmelter, Abteilungsleiter Mobilitätsplanung bei der Stadt Münster, erläuterte aktuelle Planungen und Perspektiven für den weiteren Ausbau der Ladeangebote im Stadtgebiet.
„Der Austausch zeigte, dass die Elektromobilität in den Unternehmen ankommt“, bilanzierte Dr. Jana Burchard. Entscheidend ist aus Sicht der Geschäftsbereichsleiterin für Branchen und Infrastruktur bei der IHK Nord Westfalen, nun die richtigen Voraussetzungen für ihren wirtschaftlichen Einsatz zu schaffen. „Dazu gehören eine bedarfsgerechte Ladeinfrastruktur, eine verlässliche Energieversorgung und ein kontinuierlicher Austausch zwischen Wirtschaft, Stadt und Energieversorgern.“ Das schaffe Planungssicherheit für betriebliche Investitionen in die Elektromobilität.