10. März 2026

Gemeinsam tragfähige Lösungen entwickeln

Oberbürgermeisterin Henze beim IHK‑Regionalausschuss

Gelsenkirchen. - Wirtschaft und Verwaltung wollen in Gelsenkirchen enger zusammenarbeiten. Oberbürgermeisterin Andrea Henze war beim IHK-Regionalausschuss für die Stadt Gelsenkirchen und betonte dabei: „Eine gute und nachhaltige Entwicklung einer ganzen Stadt gelingt nur, wenn alle Akteure auf ein gemeinsames Ziel hinarbeiten und ihre jeweiligen Kompetenzen und Ressourcen darauf ausrichten. Mit der lokalen Wirtschaft weiß ich starke Partner an meiner Seite, die für den Standort brennen und bereit sind, den berühmten ‚Schritt zusätzlich‘ zu gehen.“ Das unterstrich auch Stefan Hegmanns von der Hegmanns AG (Gelsenkirchen). Der Unternehmer und IHK-Vizepräsident, der den Ausschuss leitet, bekräftigte: „Die Wirtschaft will Partner bei der Entwicklung tragfähiger Lösungen sein und bringt sich gerne ein.“ Er wisse, dass Veränderungen Zeit bräuchten, „wenn aber die Richtung stimmt, kann sich die Stadt auf die Rückendeckung der Wirtschaft verlassen“.
Die Oberbürgermeisterin war erstmals in ihrer neuen Rolle zu Gast im IHK-Regionalausschuss, um einen Rückblick auf die ersten 100 Tage ihrer Amtszeit zu geben und um sich über aktuelle Herausforderungen und Perspektiven für den Wirtschaftsstandort auszutauschen. Henze erläuterte zentrale Punkte des zwischen SPD, CDU, Bündnis 90/Die Grünen und FDP geschlossenen Kooperationsvertrags und ging auf die geplante weitere Vorgehensweise der Stadtspitze ein. Sie beschrieb Hintergründe für Priorisierungen und gab Einblicke in Überlegungen zu möglichen Umstrukturierungen innerhalb einzelner Dezernate sowie zur Arbeit an einer kommunalen Entwicklungsgesellschaft, die den Standort strategisch weiter stärken soll. Thematisiert wurde auch eine mögliche Neuaufstellung des Stadtmarketings sowie der Start eines Markenbildungsprozesses.
Darüber hinaus berichtete die Oberbürgermeisterin, dass sie auf Landes- und Bundesebene aktiv für Gelsenkirchen werbe. Erste positive Signale und Förderperspektiven zeigten, dass diese Bemühungen Wirkung entfalten.
Hegmanns unterstrich abschließend die Bedeutung eines engen Austausches zwischen Stadtspitze und Unternehmerschaft: „Der offene und direkte Dialog ist für die Gelsenkirchener Wirtschaft essenziell. Nur wenn Verwaltung, Politik und Wirtschaft gemeinsam an Lösungen arbeiten, kann Gelsenkirchen seine Chancen nutzen und seine Position nachhaltig stärken.“
Zu Gast war der IHK-Regionalausschuss bei der GELSENNET Kommunikationsgesellschaft mbH. Der Sprecher der Geschäftsführung, Thomas Dettenberg, begrüßte die Mitglieder und stellte das Unternehmen sowie aktuelle Entwicklungen im Glasfaser- und Telekommunikationsbereich vor. Zudem gab es die Möglichkeit, den DIGITAL HUB RUHR während einer Führung kennenzulernen. Die Teilnehmer erhielten Einblicke in Innovationsprojekte sowie in Unterstützungsangebote für Start-ups und digitale Geschäftsmodelle.

Stichwort: Regionalausschuss der IHK Nord Westfalen

Im IHK-Regionalausschuss für die Stadt Gelsenkirchen setzen sich Unternehmerinnen und Unternehmer ehrenamtlich für die Durchsetzung der grundlegenden Interessen aller Unternehmen in der Stadt ein. Der Ausschuss befasst sich neben allgemeinen Fragestellungen der Wirtschaft insbesondere mit den wirtschaftlich relevanten Angelegenheiten in der Stadt Gelsenkirchen. Zudem berät der Regionalausschuss die Vollversammlung, das Präsidium und die Geschäftsführung der IHK Nord Westfalen.