24. Februar 2026

Gödecke: „Wirtschaft muss Chefsache sein“

IHK-Regionalausschuss mit Oberbürgermeister Buschfeld

Bottrop. - Der IHK-Regionalausschuss für die Stadt Bottrop hat sich im Rathaus mit Oberbürgermeister Matthias Buschfeld über aktuelle Herausforderungen und Perspektiven für den Wirtschaftsstandort ausgetauscht. Buschfeld, seit gut 100 Tagen im Amt, zog zunächst ein persönliches Zwischenfazit und skizzierte seine strategischen Schwerpunkte für die kommenden Monate. Dabei betonte er, dass Wirtschaft und Verwaltung zukünftig noch enger zusammenarbeiten sollten. Das findet auch die Vorsitzende des Ausschusses, IHK-Vizepräsidentin Kathrin Gödecke: „Wirtschaft muss Chefsache sein“, unterstrich die persönlich haftende Gesellschafterin der Gödecke Einzelhandels oHG (Bottrop).
„Priorisierung, Steuerung und strategische Entscheidungen sollten klar auf oberster Ebene verankert sein“, erklärte die Unternehmerin und freute sich darüber, dass genau dieser Ansatz vom neuen Oberbürgermeister verfolgt werde. „Unsere Wirtschaftsförderung bietet serviceorientierte Unterstützung für Bottroper Unternehmen, für Investorinnen und Investoren sowie Ansiedlungsinteressierte. Das ist mir neben dem Zentrenmanagement ganz wichtig“, sagte Buschfeld. Bottrop setze auf einen guten Branchenmix. „So sorgen wir gemeinsam für gute Rahmenbedingungen für Unternehmen in Bottrop."
Ein Schwerpunkt der Diskussion bildete die Belastung der Unternehmen durch lokale Infrastrukturmängel. Die Mitglieder schilderten, wie beispielsweise Straßensperrungen, deutlich spürbare Qualitätseinbußen im Straßennetz sowie lange Wartezeiten an Bahnübergängen zu erheblichen betrieblichen Problemen führen. „Das hat zunehmende Auswirkungen auf Lieferketten, die Erreichbarkeit unserer Unternehmen von Kunden und auf den täglichen Weg der Beschäftigten zur Arbeit“, betonte Gödecke.
Intensiv diskutierten die Ausschussmitglieder mit dem Oberbürgermeister auch über den bürokratischen Aufwand bei baulichen Erweiterungen, die Verfügbarkeit von Gewerbeflächen beispielsweise am „Flughafen Schwarze Heide“ und den Ausbau der digitalen Infrastruktur. Wichtig war den Unternehmerinnen und Unternehmern, die sich in dem IHK-Ausschuss im Interesse aller Unternehmen engagieren, die zukünftige Innenstadtentwicklung rund um das Karstadt- und Hansa-Gebäude.
„Der offene und direkte Dialog mit der Stadtspitze ist für die Bottroper Wirtschaft essenziell“, betonte IHK-Vizepräsidentin Gödecke. „Nur wenn Verwaltung, Politik und Wirtschaft gemeinsam an Lösungen arbeiten, kann Bottrop seine Chancen nutzen und den Standort weiter stärken.“

Stichwort: Regionalausschuss der IHK Nord Westfalen

Im IHK-Regionalausschuss für die Stadt Bottrop setzen sich Unternehmerinnen und Unternehmer ehrenamtlich für die Durchsetzung der grundlegenden Interessen aller Unternehmen der Stadt ein. Der Ausschuss befasst sich neben allgemeinen Fragestellungen der Wirtschaft insbesondere mit den wirtschaftlich relevanten Angelegenheiten in der Stadt Bottrop. Zudem berät der Regionalausschuss die Vollversammlung, das Präsidium und die Geschäftsführung der IHK Nord Westfalen.