23. April 2026
Wirtschaft braucht verlässliche Betreuung
Jaeckel im Landtag zum neuen Kinderbildungsgesetz
Münsterland/Emscher-Lippe-Region/Düsseldorf. – Die IHK Nord Westfalen begrüßt den Gesetzentwurf zur Weiterentwicklung des Kinderbildungsgesetzes in Nordrhein-Westfalen. Zum KiBiz fand heute (23. April) eine Anhörung des Landtagsausschusses für Familie, Kinder und Jugend statt. Als Sachverständiger, um aus Sicht der Wirtschaft Fragen der Abgeordneten zu beantworten, war IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Fritz Jaeckel in Düsseldorf.
Als Sachverständiger bei der Anhörung zur Weiterentwicklung des Kinderbildungsgesetzes: Dr. Fritz Jaeckel, Hauptgeschäftsführer der IHK Nord Westfalen.
„Ausdrücklich begrüßen wir das Ziel der Reform, die Kindertagesbetreuung zu stärken und ein verlässlicheres Bildungs- und Betreuungsangebot zu schaffen“, hatte Jaeckel bereits in einer schriftlichen Stellungnahme an den Landtag unterstrichen. Der Gesetzentwurf könne aus Sicht der Wirtschaft zu mehr Planbarkeit im Arbeitsmarkt beitragen und zu einer höheren Erwerbsbeteiligung, stellt der Hauptgeschäftsführer der IHK Nord Westfalen darin fest.
Positiv bewertet die IHK unter anderem die geplante Stärkung der Ausbildung sowie zusätzliche finanzielle Mittel. Auch mehr Flexibilität bei Öffnungszeiten und Gruppengrößen könne zur Verbesserung beitragen. „Die Unterstützung der Eltern bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf muss aus Sicht der Unternehmen besonders im Fokus sein“, unterstrich Jaeckel die Bedeutung des neuen KiBiz auch für die Wirtschaft. „Entscheidend für die tatsächliche volkswirtschaftliche Wirkung ist, dass Qualität, Verlässlichkeit und qualifiziertes Personal im System der Kindertagesbetreuung nachhaltig gesichert werden.“
Nach Einschätzung des IHK-Hauptgeschäftsführers können die Gesetzesänderungen „bei entsprechend kluger Umsetzung die Betreuungszeiten und -möglichkeiten spürbar erhöhen und damit mittelfristig zu einer insgesamt verlässlichen Kita-Versorgung beitragen“. Jaeckel betont, dass auch mit der Novelle die Personalmängel nicht kurzfristig behoben werden könnten. Vor dem Hintergrund fast überall greifender Haushaltseinsparungen sei es aber für den Wirtschaftsstandort NRW ein bemerkenswertes Signal, dass die Kindertagesbetreuung mit 421 Millionen Euro zusätzlich gesichert und gestärkt werden solle, sodass dann dafür pro Jahr weit über sechs Milliarden Euro aufgewendet werden könnten.
