Große Ausbildungschancen im Energiesektor

IHK-Projekt: Berufskolleg und Uniper kooperieren

Gelsenkirchen. – Mit der Uniper Kraftwerke GmbH holt sich das Berufskolleg für Technik und Gestaltung (btg) aus Gelsenkirchen einen ausbildungserfahrenen Partner für die Berufsorientierung noch intensiver in die Klassenzimmer. Dirk Lewald, Koordinator Technische Ausbildung, und Andreas Vobker, Ausbilder für Elektroberufe, sowie Schulleiter Dr. Uwe Krakau unterzeichneten eine entsprechende Kooperationsvereinbarung im Projekt Partnerschaft Schule-Betrieb der IHK Nord Westfalen. Damit steigt die Zahl der Kooperationen in Gelsenkirchen auf 70. Für die Schule ist es bereits die dritte und für das Unternehmen die zweite Partnerschaft in der IHK-Initiative.
Hauptziel des IHK-Projektes ist es, die Schülerinnen und Schüler bei der Berufsorientierung sowie die Unternehmen bei der Sicherung des Fachkräftenachwuchses zu unterstützen. „Der Schlüssel zum Erfolg ist das persönliche Kennenlernen: Die Schülerinnen und Schüler entdecken ihre Interessen, Lehrer und Eltern erfahren aktuelle Entwicklungen auf dem Ausbildungsmarkt und die Unternehmen finden Talente, die es zu fördern lohnt“, sagt IHK-Projektmitarbeiterin Eva Hild.
Die Uniper Kraftwerke GmbH betreibt in Gelsenkirchen-Scholven den Energy Transformation Hub Rhein-Ruhr. Das Unternehmen wandelt sein seit mehr als 100 Jahren bestehendes Traditionskraftwerk zu einem modernen Energie- und Technologiestandort um. Die Umstellung von Kohle auf Gas ist der erste Schritt, eine weitere Option ist der perspektivische Betrieb mit Wasserstoff. Unter anderem im Ausbildungszentrum Gelsenkirchen erlernen junge Menschen ihren technischen Beruf für den Energiesektor. Auch in kaufmännischen Berufen bildet Uniper aus. Einblicke in das vielfältige Angebot erhalten sowohl Schülerinnen und Schüler als auch Lehrkärfte des btg bei Betriebsbesichtigungen. Darüber hinaus bietet das Unternehmen die Möglichkeit zu einem Betriebspraktikum. Zudem informieren Uniper-Azubis als IHK-Ausbildungsbotschafter in Schulklassen über ihre Berufe. Lewald, der die technische Ausbildung koordiniert, sieht in der Kooperation die Chance, bei den Jugendlichen Interesse zu wecken für den direkten Berufsstart nach der Schule und vor allem für sein Unternehmen. „Nur wenn wir frühzeitig und gezielt auf die jungen Leute zugehen, können wir geeignete Nachwuchskräfte gewinnen und dem Fachkräftemangel entgegenwirken.“
Etwa 2.200 Schülerinnen und Schülern besuchen das btg, das Berufskolleg bildet das gesamte technische-gestalterische Berufsspektrum ab. Dazu gehören Fachbereiche wie Ingenieurwesen, Bau-, Elektro-, Maschinenbau und Kfz-Technik, Mechatronik, Informatik sowie Medien, Farbe und Gestaltung. Mit Uniper kooperiere die Schule als dualer Partner bereits seit vielen Jahren sehr eng in unterschiedlichen Ausbildungsberufen, unterstreicht Schulleiter Dr. Krakau. „Das IHK-Projekt bietet unseren Schülerinnen und Schülern über unsere ohnehin sehr gute Zusammenarbeit hinaus die Chance, Uniper hautnah kennenzulernen und sich für Ausbildungsberufe und die Wirtschaft zu begeistern“, unterstreicht er. Der persönliche Kontakt und intensive Einblicke erleichterten den jungen Menschen den Weg in das Berufsleben. „Dies ist ein zentrales Ziel des btg.“
Die IHK Nord Westfalen bietet allen Schulen und Unternehmen in ihrem Bezirk Unterstützung bei der Anbahnung von Kooperationen an. Ansprechpartnerin für das Projekt Partnerschaft Schule-Betrieb ist Eva Hild, Telefon 0209 388-539, für die Emscher-Lippe-Region.