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Sicherheit und Verteidigung


Landes- und Bündnisverteidigung betrifft längst nicht mehr nur das Militär, sondern auch Zivilgesellschaft und Unternehmen. Der „Operationsplan Deutschland“ scheibt der Wirtschaft eine aktive Rolle zur Gesamtverteidigung zu. Sie stellt Rüstungsgüter, Lebensmittel, Medizin, Baumaschinen und Logistik bereit. Gleichzeitig muss sie künftig auf Störungen wie Cyberangriffe oder Lieferkettenausfälle besser vorbereitet werden. Die IHK vertritt die Interessen der Wirtschaft und unterstützt ihre Mitgliedsunternehmen bei der Information und Vorbereitung.

Veranstaltungen

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Wir informieren und vernetzen, vor Ort und online. Mit unseren Veranstaltungen zu den Themen Sicherheit und Verteidigung bieten wir Orientierung und konkrete Handlungshilfen.

Die nächsten Termine

Auslandsmärkte: Verteidigungswirtschaft in Litauen und dem Baltikum

9. November 2026, 14:00 bis 15:00 Uhr, online

Im Webinar erhalten Sie einen Überblick über die Markt- und Kooperationspotenziale für deutsche Unternehmen im Baltikum, mit Schwerpunkt auf die Verteidigungswirtschaft. Im Einzelnen widmen wir uns der deutschen Panzerbrigade in Litauen und den wirtschaftlichen Auswirkungen der Stationierung. Zusätzlich stellt die AHK Baltikum zentrale Erkenntnisse der German-Baltic Defence Industry Conference vor.

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Veranstalterinnen sind die Niederrheinische IHK und die Deutsch-Baltische AHK.
Innovation trifft Verteidigung: Chancen für Start-ups und Mittelstand

12. November 2026, 10:00 bis 11:30 Uhr, online

Wie können sich Start-ups und Mittelstand in der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie positionieren? Wie gelingt der Transfer von Forschung und neuen Technologien in die Praxis? - Im Webinar erhalten Sie Einblicke in das DefenceTech-Ökosystem von Nordrhein-Westfalen und können sich über Möglichkeiten zu Kooperation und Vernetzung informieren. Zu Gast sind Peter Hornik, Leiter des DefenceTech-Inkubator.NRW, und Philipp Bohne, CEO der Skylance GmbH.

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Veranstalterin ist die IHK Düsseldorf in Kooperation mit den Rheinland IHKs.
Einstieg in den Defence-Sektor: Exportkontrolle von Anfang an mitdenken

10. Dezember 2026, 10:00 bis 11:30 Uhr, online

Der Einstieg in den Defence-Sektor bringt besondere exportkontrollrechtliche Anforderungen mit sich. In dieser Veranstaltung erhalten Sie einen kompakten Überblick über die wesentlichen Fragestellungen beim Markteintritt: von der Klassifizierung über Technologietransfers und Entwicklungskooperationen bis hin zu organisatorischen Anforderungen wie der Benennung eines Ausfuhrverantwortlichen und dem Aufbau der internen Compliance. Referent ist Jonathan Eßer von der KPMG.

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Veranstalterin ist die IHK Nord Westfalen in Kooperation mit den Ruhr IHKs.

Krisenvorsorgeplan

Mit unserem Vorsorgeplan zeigen wir Ihnen Wege auf, wie Sie Risiken in Ihrem Unternehmen frühzeitig erkennen und im Krisenfall handlungsfähig bleiben. Laden Sie sich die Broschüre herunter.

Was bedeutet Gesamtverteidigung?

  • Definition:

    Gesamtverteidigung beschreibt das Zusammenspiel aller Maßnahmen zur Verteidigung gegen Angriffe auf Deutschland, Europa oder das NATO-Bündnisgebiet. Sie umfasst militärische und zivile Verteidigung (darunter auch Gesundheitsversorgung, Verkehr, Telekommunikation) sowie den Schutz vor Cyberbedrohungen und Desinformation.
  • Einordnung:

    Konzepte wie die „Rahmenrichtlinie Gesamtverteidigung“ und der militärische „Operationsplan Deutschland“ (letzterer ist vertraulich) sind Teil eines komplexen sicherheitspolitischen Gefüges, das NATO, EU und nationale Strategien (zum Beispiel Nationale Sicherheitsstrategie, Konzeption Zivile Verteidigung) umfasst. Auch bestehende Gesetze wie das Wirtschaftssicherstellungsgesetz spielen eine Rolle.
  • Szenarien:

    Moderne Bedrohungen sind vielfältig. Sie reichen von begrenzter Sabotage und Cyberangriffen auf kritische Infrastruktur bis zu umfassenden militärischen Angriffen. Im Falle eines Krieges würde Deutschland primär als „Aufmarschgebiet und Logistikdrehscheibe“ für NATO-Partner fungieren.
  • Rolle der Wirtschaft:

    Die Wirtschaft ist ein zentraler Akteur der Gesamtverteidigung. Sie stellt Rüstungsgüter, Lebensmittel, Medizinprodukte, Logistik und Baumaschinen bereit. Gleichzeitig ist sie Adressat von Leistungen und muss auf Störungen wie Cyberangriffe, Spionage, Sabotage, Personalengpässe (zum Beispiel durch Reservisten), Lieferkettenstörungen oder Ausfälle grundlegender Dienste (Energie, Telekommunikation) vorbereitet sein. Die Grundsätze der sozialen Marktwirtschaft sollen auch im Krisenfall aufrechterhalten bleiben. Staatliche Eingriffe beschränken sich in diesem Szenario auf die Priorisierung verteidigungsrelevanter Leistungen.

Einstieg in die Sicherheits- und Verteidigungsindustrie

Steigende Ausgaben für Verteidigung bieten neue Geschäftsmöglichkeiten für Unternehmen - auch in Bereichen wie Logistik, Bau oder IT-Sicherheit. Gleichzeitig erfordert der Einstieg in die Verteidigungswirtschaft Vorbereitung. Unternehmen, die in diesem Sektor tätig werden möchten, brauchen ein tiefes Verständnis für seinen politischen, rechtlichen und organisatorischen Rahmen.
  • Vergabe von Aufträgen bei der Bundeswehr:

    Die Bundeswehr deckt ihren Bedarf an Gütern und Dienstleistungen durch die Vergabe von öffentlichen Aufträgen. Der Prozess der Beschaffung beginnt, indem die Streitkräfte melden, was sie brauchen. Die Beschaffungsämter der Bundeswehr prüfen diese Meldungen und entscheiden, welche Güter und Dienstleistungen eingekauft werden. Anschließend starten sie für einen großen Teil der benötigten Leistungen öffentliche Ausschreibungsverfahren.
    Interessierte Unternehmen finden auf der e-Vergabe-Plattform des Bundes eine Gesamtübersicht aller aktuellen elektronischen Ausschreibungen der Bundeswehr. Dort können sie auch am Vergabeverfahren teilnehmen.
    Allgemeine Informationen zur Vergabe von Aufträgen durch die Bundeswehr erhalten Sie hier.
  • SVI-Connect:

    Ein weiterer Weg in die Verteidigungswirtschaft führt über die Lieferketten etablierter Unternehmen der Branche. Die Plattform SVI-Connect unterstützt das gezielte Matching von Bedarfen und Kompetenzen und erleichtert so die Anbahnung neuer Geschäftskontakte. Unternehmen der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie können dort ihre konkreten Anforderungen hinterlegen, während potenzielle Zulieferer ihre Produkte und Dienstleistungen präsentieren.

Die unterstützende Rolle der IHK

Die IHK-Organisation unterstützt Unternehmen mit
  • Informationen zur Auftragsvergabe der Bundeswehr
  • Beratung bei der Akquise von Fördergeldern
  • Vermittlung von potenziellen Ansprechpartnern
  • Informationen zu Cybersicherheit und Wirtschaftsschutz
Mit unseren Veranstaltungen fördern wir den Austausch zwischen Unternehmen, über unsere Kontakte zu Politik und Institutionen setzen wir uns auf verschiedenen Ebenen für die Interessen der Wirtschaft ein.

Kontakt

Bei Fragen zu unseren Angeboten im Bereich Sicherheit und Verteidigung schreiben Sie eine Mail an: wirtschaftshilfe@niederrhein.ihk.de. Wir melden uns bei Ihnen!