Niederrheinische IHK

Gesundheitswirtschaft

Gesundheitswirtschaft am Niederrhein

Die Gesundheitswirtschaft ist mit rund 1.500 Unternehmen, über 68.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten – das sind rund 18 Prozent aller Beschäftigten im IHK-Bezirk – und einer Wertschöpfung von rund 4 Mrd. Euro eine bedeutende Branche am Wirtschaftsstandort Niederrhein. Um die Stärken der verschiedenen unter dem Leitmarkt Gesundheitswirtschaft einzustufenden Branchen weiter auszubauen, wurde unter Beteiligung der IHK im Herbst 2013 der Verein „Gesundheitsnetzwerk Niederrhein e.V.“ gegründet.

Gesundheitsnetzwerk Niederrhein e.V.

Das Gesundheitsnetzwerk Niederrhein e. V. ist eine regionale Plattform für Austausch, Kooperation und Innovation in der Gesundheitswirtschaft. Auf Initiative der Niederrheinischen IHK gegründet, verfolgt der Verein das Ziel, die gesundheitliche Versorgung und die wirtschaftliche Stärke der Branche in Duisburg sowie den Kreisen Kleve und Wesel nachhaltig zu fördern. Eine besondere Rolle spielt dabei auch die grenzüberschreitende Zusammenarbeit in der Euregio Rhein-Waal.

Ziele des Netzwerks:
Das Netzwerk bündelt die Kompetenzen von Unternehmen, Einrichtungen, Verbänden und Einzelakteuren, um die Gesundheitswirtschaft am Niederrhein zukunftsfähig zu gestalten. Zu den zentralen Zielen gehören:
  • Verbesserung der regionalen Gesundheitsversorgung durch stärkere Vernetzung und Wissenstransfer
  • Stärkung der Gesundheitswirtschaft als bedeutender regionaler Wirtschafts- und Beschäftigungsfaktor
  • Förderung von Innovationen, insbesondere im Bereich Digitalisierung, Medizintechnik und Versorgungskonzepte
  • Schaffung von Synergien durch regelmäßige Veranstaltungen, Workshops und Fachimpulse
  • Unterstützung grenzüberschreitender Kooperationen in der Euregio Rhein-Waal
Die Veranstaltungen des Netzwerks – von Fachinputs über Early-Bird-Formate bis hin zu großen Netzwerktreffen – dienen dem Austausch, der Inspiration und der Entwicklung gemeinsamer Lösungen für aktuelle Herausforderungen der Branche.

Akteure im Netzwerk
Mehr als 60 Mitglieder aus unterschiedlichen Bereichen der Gesundheitswirtschaft prägen das Netzwerk. Dazu zählen:
  • Kliniken und medizinische Einrichtungen
  • Pflege- und Sozialdienstleister
  • Unternehmen aus Medizintechnik, IT und Gesundheitsdienstleistungen
  • Bildungseinrichtungen und Forschungspartner
  • Verbände, Organisationen und Einzelunternehmen
Diese Vielfalt ermöglicht einen breiten Blick auf die Herausforderungen und Chancen der Gesundheitswirtschaft. Mitglieder berichten regelmäßig von konkreten Mehrwerten – etwa neuen Kooperationen, innovativen Projekten oder erfolgreichen Fachkräftegewinnen.
Engagement und Aktivitäten
Das Gesundheitsnetzwerk bietet seinen Mitgliedern ein breites Spektrum an Aktivitäten:
  • Regelmäßige Netzwerkveranstaltungen zu aktuellen Themen der Gesundheitswirtschaft
  • Einblicke in regionale Einrichtungen, z. B. Kliniken oder Forschungslabore
  • Fachvorträge und Impulse zu Digitalisierung, Versorgung, Prävention und Arbeitswelt
  • Studien und Analysen, wie die Untersuchung „Gesundheitswirtschaft am Niederrhein“
  • Austauschformate, die Kooperationen und neue Projekte anstoßen
Unternehmen, Einrichtungen und Einzelpersonen, die sich aktiv in die Weiterentwicklung der regionalen Gesundheitswirtschaft einbringen möchten, können dem Gesundheitsnetzwerk Niederrhein e. V. beitreten. Die Mitgliedschaft eröffnet Zugang zu Veranstaltungen, Fachwissen, Kooperationen und einem starken regionalen Netzwerk.
Gesundheitsnetzwerk Niederrhein e.V.
Geschäftsführung: Katrin Hasenohr
Telefon: 0203 2821-257
Telefax: 0203 285349-257
E-Mail: gnn@niederrhein.ihk.de
Website: www.gesundheitsnetzwerk-niederrhein.de

Studie Gesundheitswirtschaft am Niederrhein

Eine aktuelle Studie erforscht die Chancen und Herausforderungen der „Gesundheitswirtschaft am Niederrhein“.
Der Gesundheitssektor ist ein zentraler Pfeiler unserer Wirtschaft. Er umfasst Krankenhäuser, Arztpraxen, Apotheken und Pflegeeinrichtungen genauso wie Forschungsinstitute und Krankenkassen. Auch Unternehmen aus den Bereichen Pharmazie und Medizintechnik gehören dazu. Mit Blick auf die alternde Gesellschaft nimmt die Gesundheitswirtschaft eine Schlüsselrolle für die Entwicklung unserer Region ein.
Die Niederrheinische IHK möchte die Chancen (Digitalisierung, Vernetzung) und Schwierigkeiten (Fachkräftemangel, Bürokratie) der Branche beleuchten. Sie hat deshalb die Studie „Gesundheitswirtschaft am Niederrhein“ in Auftrag gegeben. Durchgeführt hat sie Prof. Dr. David Matusiewicz (FOMHochschule). Er ist Professor für Medizinmanagement, Dekandes Hochschulbereichs Gesundheit & Soziales und leitet als Direktor das Forschungsinstitut für Gesundheit & Soziales (Ifgs).
Diese Publikation fasst die zentralen Informationen zusammen. Die vollständige Studie steht hier zum Download zur Verfügung.

EU-Medizinprodukte-Verordnung

Im Mai 2017 ist die neue EU-Medizinprodukte-Verordnung (Medical Device Regulation, kurz: MDR) in Kraft getreten und kommt nach einer Übergangsfrist von drei Jahren am 26. Mai 2020 zur Anwendung.
Die verabschiedete Richtlinie beinhaltet umfangreiche neue Anforderungen an die Benannten Stellen, die klinische Bewertung von Medizinprodukten inklusive neuer Pläne und Berichtspflichten und führt ein neues europäisches Datenbanksystem ein. Die MDR ersetzt die folgenden bisherigen Medizinprodukte-Richtlinien:
  • Richtlinie 93/42/EWG über Medi­zin­pro­dukte (Medical Device Directive, MDD)
  • Richtlinie 90/385/EWG über aktive implantierbare Medizinprodukte (Active Implantable Medical Devices, AIMD)