Achtung: Neuer Phishing-Versuch per Brief mit QR-Code und nachfolgendem Fake-Anruf im Umlauf.
Nr. 6983796
Wirtschaftsdaten
Konjunktur
Wie geht es der Wirtschaft am Niederrhein? Die Niederrheinische IHK befragt regelmäßig ihre Mitgliedsunternehmen zu ihrem Befinden. Die aktuellen Ergebnisse zeigen: Wirtschaft legt zu - Aufschwung braucht Reformen
Ohne Reformen kein weiterer Aufschwung: Die deutsche Wirtschaft wächst nach langer Zeit wieder. Das zeigt sich auch am Niederrhein. Mehr Aufträge und staatliche Investitionen verbessern die Stimmung. Das Konjunkturklima der Niederrheinischen IHK steigt auf 97 Punkte: der höchste Wert seit drei Jahren. Das langjährige Mittel von 103 ist nicht erreicht.
Stimmung hellt leicht auf
Aber von einer echten Trendwende kann auch hier keine Rede sein, denn die Werte liegen unter der Neutralmarke von 100 Punkten: Geschäftslage und Erwartungen bleiben insgesamt leicht im Minus.
Dauerbrenner Energie
Der Druck auf die Wirtschaft bleibt bestehen. Drei von vier Betrieben sehen die hohen Energie- und Rohstoffpreise als Geschäftsrisiko. Fast 70 Prozent nennen als weiteres Risiko die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen.
Wie reagieren die Unternehmen am Niederrhein?
Viele Betriebe investieren weiter sehr vorsichtig. Sie prüfen, ob sich neue Projekte am Standort rechnen. Staatliche Investitionen in die Infrastruktur machen sich bemerkbar.
Der Druck auf den Arbeitsmarkt bleibt. Industrie und Handel bremsen den Stellenabbau, nur Dienstleister stellen ein. Neue Jobs entstehen nicht.
Die Industrie profitiert von einer steigenden Nachfrage aus dem Ausland. Die zusätzlichen Ausgaben für Sicherheit, Verteidigung und Infrastruktur sorgen für einen Schub bei der Wirtschaft am Niederrhein.
Die Ergebnisse basieren auf den Aussagen von 201 Unternehmen aus den Branchen Industrie, Handel und Dienstleistungen mit rund 33.200 Beschäftigten. Der Umfragezeitraum war vom 02. bis zum 20. September 2026. Diese Ergebnisse fließen auch in die jeweils aktuelle Konjunkturumfrage der Deutschen Industrie- und Handelskammer sowie in den Konjunkturbericht Nordrhein-Westfalen von IHK NRW mit ein. Dieser und ältere Berichte können unter: statistik@niederrhein.ihk.de angefragt werden.
Wie geht es der Wirtschaft an der Ruhr?
117. Ruhrlagebericht Herbst 2026
Die Wirtschaft im Ruhrgebiet befindet sich auf einem vorsichtigen Erholungskurs. Gleichzeitig belasten der weiterhin anhaltende Ukraine-Russland-Krieg sowie der Konflikt im Nahen Osten die Weltwirtschaft erheblich. Anhaltende Unsicherheiten auf den Energie- und Rohstoffmärkten führen zu Preisschwankungen bei Öl, Gas und wichtigen Handelsgütern. Zudem wirken sich geopolitische Spannungen zunehmend negativ auf internationale
Lieferketten, Investitionsentscheidungen und das weltweite Wirtschaftswachstum aus. Viele Betriebe sehen sich deshalb mit steigenden Kosten und erschwerten Planungsbedingungen konfrontiert. Dies belegen die Ergebnisse der aktuellen Konjunkturumfrage der IHKs im Ruhrgebiet, an der sich über 670 Unternehmen mit mehr als 79.000 Beschäftigten beteiligt haben.
Wie ist die aktuelle Lage an der Ruhr?
Das Konjunkturklima legte gegenüber dem Jahresbeginn um zwei Prozentpunkte zu und liegt mit 95 Punkten erstmals seit drei Jahren wieder auf diesem Niveau, verbleibt jedoch noch unterhalb der Wachstumsgrenze.
Was belastet die Unternehmen an der Ruhr besonders?
Die wirtschaftlichen Folgen des Nahost-Konflikts schlagen sich merklich in den Geschäftsrisiken der Unternehmen nieder. Die häufigsten Risiken sind die gestiegenen Energie- und Rohstoffpreise sowie die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen mit jeweils 63 Prozent.
Während noch im Herbst 2023 für über 60 Prozent der Unternehmen der Fachkräftemangel ein wesentliches Risiko war, sorgen sich aktuell nur noch 40 Prozent vor einem Mangel an qualifiziertem Personal.
Verbreiteter Einsatz von KI in Unternehmen
Künstliche Intelligenz (KI) entwickelt sich zunehmend zu einem festen Bestandteil des Unternehmensalltags im Ruhrgebiet. Drei von vier Unternehmen nutzen bereits KI-Anwendungen, um ihre Effizienz zu steigern, Prozesse zu optimieren und ihre Wettbewerbsfähigkeit zu stärken.
Wer steht hinter dem Bericht?
Die sechs Ruhr-IHKs befragten 670 Unternehmen mit mehr als 79.000 Beschäftigten. Der IHK-Konjunkturklimaindex Ruhr fasst die Einschätzung der Unternehmen zur Geschäftslage und ihre Erwartungen zusammen. Der Durchschnittswert der letzten zehn Jahre liegt bei 109 Punkten. Ältere Berichte können unter statistik@niederrhein.ihk.de angefragt werden.
Wie geht es der Wirtschaft im Rheinland?
Konjunkturmotor kommt nicht in Schwung – Wachstumsimpulse dringend benötigt
Kein Ende der Struktur-Krise im Rheinland
Die Lage ist weiterhin angespannt. Die Mehrheit der Betriebe erwartet keine Besserung. Der Konjunkturklimaindex steigt leicht, bleibt aber mit 94,5 Punkten auf schlechtem Niveau. Damit liegt er zum achten Mal unter der Wachstumsgrenze.
Erwartungen steigen, bleiben aber schlecht
Mehr Betriebe blicken negativ in die Zukunft als positiv. 24 Prozent der Unternehmen rechnen mit Rückgang. Knapp 20 Prozent hoffen auf bessere Geschäfte. In den vergangenen 20 Jahren gab es keine so lange anhaltende schlechte Phase: Der Saldo aus positiven und negativen Erwartungen ist zum achten Mal in Folge negativ.
Was bedeutet das für Unternehmen im Rheinland?
Die Kapazitätsauslastung ist gering. Die Beschäftigungspläne negativ. Es drohen mehr Entlassungen. Die Krise bremst auch die Investitionen: Knapp 30 Prozent wollen weniger und 22 Prozent wollen mehr investieren. Abbau statt Wachstum.
An der Befragung haben sich rund 2.200 Betriebe beteiligt. Die Industrie- und Handelskammern Aachen, Düsseldorf, Bonn/Rhein-Sieg, Mittlerer Niederrhein sowie die Bergische IHK und die Niederrheinische IHK Duisburg-Wesel-Kleve zu Duisburg analysieren zwei Mal im Jahr die Konjunkturdaten. Die Berichte können gerne unter: statistik@niederrhein.ihk.de angefragt werden.