Wirtschaftsdaten

Konjunktur

Wie geht es der Wirtschaft am Niederrhein? Die Niederrheinische IHK befragt regelmäßig ihre Mitgliedsunternehmen zu ihrem Befinden. Die Ergebnisse zeigen: Nahost-Konflikt befeuert Dauerkrise.

Wie ist die aktuelle Lage am Niederrhein?


Mit Schulden und Mini-Maßnahmen: So wollte die Bundesregierung die Stagnation beenden. Doch der Konflikt im Nahen Osten trifft die Betriebe am Niederrhein ins Mark. Energiepreise explodieren, Lieferketten sind durchbrochen. Der Klima-Index fällt auf 79,8 Punkte. Das ist neben der Corona-Pandemie und dem Ukraine-Krieg die dritte große Krise in sechs Jahren. Es droht ein verlorenes Jahrzehnt für die deutsche Wirtschaft.
IHK_Konjunkturbericht_FS2026_Index
Krise verstärkt sich
Die Lage der Unternehmen war schon zu Jahresbeginn schlecht. Der Trend nach unten setzt sich fort. Erholung ist nicht in Sicht. Die Unternehmen stecken in einer Dauerkrise. Die Erwartungen der Betriebe sind im freien Fall. Besonders der Handel blickt düster in die Zukunft.
IHK_Konjunkturbericht_FS2026_Lage-Erwartungen
Keine Zeit zum Zögern
Energie- und Rohstoffpreise springen an die Spitze der Geschäftsrisiken: Ein klarer Handlungsauftrag für die Politik.
IHK_Konjunkturbericht_FS2026_Risiken
Die Bundesregierung muss Reformen liefern: schnellere Genehmigungen, niedrige Energiepreise und Arbeitskosten. Die kommunalen Verwaltungen müssen schlanker und digitaler werden. Steuererhöhungen lösen keine Ausgabenprobleme. Es ist ein Fehler, Haushaltslöcher mit höheren Steuern zu stopfen. Dann wird noch mehr Betrieben die Luft ausgehen. Das zeigt das Rekordniveau bei den Unternehmensinsolvenzen.
Wie reagieren die Unternehmen am Niederrhein?
Die Investitionen brechen ein – über alle Branchen hinweg. 40 Prozent der Industrieunternehmen und 30 Prozent der Händler streichen ihre Pläne zusammen.
IHK_Konjunkturbericht_FS2026_Investitionen
Die düstere Lage schlägt auf den Arbeitsmarkt durch. Alle Branchen planen, Beschäftigte abzubauen. In der Industrie sagt das fast jedes zweite Unternehmen, im Handel jedes dritte. Der zaghafte konjunkturelle Hoffnungsschimmer vom Jahresbeginn ist verpufft.
IHK_Konjunkturbericht_FS2026_Beschaeftigung
Geopolitischen Spannungen und Handelskonflikte verunsichern weiter die Unternehmen. Alle Branchen rechnen mit weniger Exporten. Der Handel ist besonders betroffen. Hier erwartet nahezu kein Unternehmen Besserung.
IHK_Konjunkturbericht_FS2026_Exporte
Die Ergebnisse basieren auf den Aussagen von 206 Unternehmen aus den Branchen Industrie, Handel und Dienstleistungen mit rund 33.200 Beschäftigten. Diese Ergebnisse fließen auch in die jeweils aktuelle Konjunkturumfrage der Deutschen Industrie- und Handelskammer sowie in den Konjunkturbericht Nordrhein-Westfalen von IHK NRW mit ein. Dieser und ältere Berichte können unter: statistik@niederrhein.ihk.de angefragt werden.

Wie geht es der Wirtschaft an der Ruhr?

116. Ruhrlagebericht Jahresbeginn 2026
Die Wirtschaft im Ruhrgebiet bleibt weiterhin ange­spannt. Verhaltene Nachfrage, langwierige Genehmigungsverfahren, eine Vielzahl bürokratischer Vorgaben sowie steigende Arbeitskosten bremsen die Wettbewerbs­fähigkeit der Unternehmen weiterhin aus.
Wie ist die aktuelle Lage an der Ruhr?
Der IHK-Kon­junkturklimaindex liegt mit 93 Zählern deutlich unter der Wachstumsgrenze von 100. Zwar legt er im Vergleich zur letzten Befragung um einen Punkt zu, aber seit Herbst 2023 verharrt er auf niedrigem Stand.
Klima-Indikator
Was belastet die Unternehmen an der Ruhr besonders?
Zu dem größten Risiko zählt branchen­übergreifend mit 63 Prozent die schwache Inlandsnachfrage. 62 Prozent der befragten Unternehmen gaben an, dass unsichere wirtschaftliche Rahmenbedin­gungen, wie z. B. lange Genehmigungs­verfahren und hohe Bürokratie zu wirt­schaftlichen Schäden führen. Weiterhin bereiten den Unternehmen gestiegene Arbeitskosten (54 Prozent), hohe Ener­gie- und Rohstoffkosten (45 Prozent) und Personalengpässe durch den Fachkräfte­mangel (43 Prozent) große Sorgen.
Risiken Wirtschaftliche Entwicklung
Was fordern die IHKs an der Ruhr?
Erhalt des Industrie- und Wirtschaftsstandorts durch klare Rahmenbedingungen. Planungsbeschleunigung und weniger Bürokratie. Steuersenkungen sowie mehr Gewerbeflächen und bessere Infrastruktur.
Wer steht hinter dem Bericht?
Die sechs Ruhr-IHKs befragten 700 Unternehmen mit etwa 80.000 Beschäftigten. Der IHK-Konjunkturklimaindex Ruhr fasst die Einschätzung der Unternehmen zur Geschäftslage und ihre Erwartungen zusammen. Der Durchschnittswert der letzten zehn Jahre liegt bei 109 Punkten. Ältere Berichte können unter statistik@niederrhein.ihk.de angefragt werden.

Wie geht es der Wirtschaft im Rheinland?

Konjunkturmotor kommt nicht in Schwung – Wachstumsimpulse dringend benötigt
Konjunkturklima IIR
Kein Ende der Struktur-Krise im Rheinland
Die Lage ist weiterhin angespannt. Die Mehrheit der Betriebe erwartet keine Besserung. Der Konjunkturklimaindex steigt leicht, bleibt aber mit 94,5 Punkten auf schlechtem Niveau. Damit liegt er zum achten Mal unter der Wachstumsgrenze.
Erwartungen steigen, bleiben aber schlecht
Mehr Betriebe blicken negativ in die Zukunft als positiv. 24 Prozent der Unternehmen rechnen mit Rückgang. Knapp 20 Prozent hoffen auf bessere Geschäfte. In den vergangenen 20 Jahren gab es keine so lange anhaltende schlechte Phase: Der Saldo aus positiven und negativen Erwartungen ist zum achten Mal in Folge negativ.
Was bedeutet das für Unternehmen im Rheinland?
Die Kapazitätsauslastung ist gering. Die Beschäftigungspläne negativ. Es drohen mehr Entlassungen. Die Krise bremst auch die Investitionen: Knapp 30 Prozent wollen weniger und 22 Prozent wollen mehr investieren. Abbau statt Wachstum.

An der Befragung haben sich rund 2.200 Betriebe beteiligt. Die Industrie- und Handelskammern Aachen, Düsseldorf, Bonn/Rhein-Sieg, Mittlerer Niederrhein sowie die Bergische IHK und die Niederrheinische IHK Duisburg-Wesel-Kleve zu Duisburg analysieren zwei Mal im Jahr die Konjunkturdaten. Die Berichte können gerne unter: statistik@niederrhein.ihk.de angefragt werden.