IHK lobt Wasserstoff-Konzept und freie Flächen

Voerde: Verwaltung ist wirtschaftsfreundlich

Voerde zeigt sich mit verfügbaren Gewerbeflächen und einer schnellen Verwaltung wirtschaftsfreundlich. Das ergibt die IHK-Standortanalyse. Potenzial liegt in der Innenstadt und im Bereich Wasserstoff. Darüber sprachen Dr. Stefan Dietzfelbinger, Hauptgeschäftsführer der Niederrheinischen IHK und Voerdes Bürgermeister Dirk Haarmann.
„Die Unternehmen schätzen, dass der Standort Voerde Platz zum Wachsen bietet. Und dass die Verwaltung verlässlich ist und pragmatisch nach Lösungen sucht. Schnelle und wirtschaftsfreundliche Prozesse sind ein Standortvorteil“, betont Dietzfelbinger. Potenziale sieht die IHK in der Innenstadt, denn die Standortanalyse zeigt, dass Kaufkraft aus Voerde in andere Städte oder den Online-Handel abfließt. „Eine attraktive Innenstadt stärkt den örtlichen Handel, die Gastronomie und Dienstleister. Das wirkt sich positiv auf den Standort aus“, erläutert der IHK-Chef. Beim Thema Steuern mahnt die IHK zur Zurückhaltung, gerade angesichts der schwierigen Gesamtlage. Die Betriebe seien insgesamt schon hoch belastet.
Voerde will sich als Energie- und Wasserstoffstandort etablieren. Auf dem früheren Kraftwerksgelände soll der Energiepark Voerde entstehen. Geplant sind Anlagen, um Wasserstoff zu erzeugen und zu nutzen. Die geplante Wasserstoffleitung nach Duisburg-Walsum soll den Standort an das bundesweite Wasserstoff-Kernnetz anbinden. „Mit dem Energiepark Voerde kann der Energiestandort zukunftssicher werden. Gelingt es, Infrastruktur, freie Flächen und Industrie zusammenzubringen, entstehen Investitionen und Arbeitsplätze. Von einer Wasserstoff-City am Niederrhein profitiert die gesamte Region“, sagt Dietzfelbinger.
Bürgermeister Dirk Haarmann betont: „Die Standortanalyse zeigt deutlich, wo Voerde stark ist und wo wir noch Arbeit vor uns haben. Besonders unsere Innenstadt wollen wir weiterentwickeln. Wir möchten, dass Menschen gerne in Voerde einkaufen, sich hier aufhalten und unsere Angebote nutzen. Die Unternehmen sind dafür ein wichtiger Partner. Sie schaffen Arbeitsplätze, investieren vor Ort und sichern Einnahmen für die Stadt. Deswegen wollen wir ihnen gute Rahmenbedingungen bieten. Gleichzeitig wollen wir mit Wasserstoff die gesamte Region stärken. Dabei setzen wir auf den engen Austausch mit unseren Unternehmen und der Niederrheinischen IHK.“