IHK-Umfrage: Auswirkungen für Niederrhein – Webinar am 16. März
Nahost-Konflikt dämpft erhofften Aufschwung
Der Krieg im Nahen Osten wirkt sich auf die Unternehmen in Duisburg und am Niederrhein aus. Hohe Energiekosten und gestörte Lieferketten machen den Firmen das Leben schwer. Damit schwindet die Hoffnung auf einen wirtschaftlichen Aufschwung. Das zeigt eine Umfrage der Niederrheinischen IHK.
Fast die Hälfte der Betriebe sehen Probleme bei ihren Lieferketten. „Unsere Umfrage macht deutlich: Der Nahost-Konflikt schlägt voll durch. Die Preise für Öl und Gas schießen in die Höhe. Und damit auch die Benzin-, Diesel- und Energie-Kosten. 80 Prozent der Firmen sagen, dass das ihre Geschäfte erschwert. Der Konflikt ist Gift für die Wirtschaft“, erläutert IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Stefan Dietzfelbinger.
Preisanstieg erhöht Druck auf Unternehmen
Die gestiegenen Treibstoffpreise wirken sich besonders auf die für unsere Region wichtige Transport- und Logistikbranche aus. Die Betriebe können die Kosten meist nicht an die Kunden weitergeben. Auch die Industrie leidet unter dem Preisschock. Hinzu kommt: Seefrachten und die Versicherungen der Transporte werden teurer. Viele Schiffe sind länger unterwegs. Das führt dazu, dass auch andere Rohstoffpreise steigen könnten. Viele Unternehmen rechnen mit höheren Kosten in weiteren Bereichen.
Konflikt erschwert Geschäfte
Der Luftverkehr ist ebenfalls stark beeinträchtigt. Dubai ist eines der größten Luftdrehkreuze der Welt. So erreichen Serviceteams ihre Kunden nicht. Geschäftspartner kommen nur über Umwege nach Deutschland. „Wir hoffen, dass der Ausnahmezustand bald vorbei ist. Und die Freigabe der nationalen Ölreserve den Kostenanstieg bremst. Sonst könnte der Krieg unsere Wirtschaft wieder in die Rezession treiben. Sechs Jahre Stagnation sind mehr als genug“, warnt Dietzfelbinger.
IHK-Webinar am 16. März
Die Niederrheinische IHK informiert zur aktuellen Lage vor Ort und über das Außenwirtschaftsrecht im Kriegs- und Krisenfall. Interessierte Unternehmen können sich zum Webinar am 16. März, 10 bis 11 Uhr, anmelden: www.ihk.de/niederrhein/nahost-konflikt/webinar.
