IHK warnt: Firmen geraten unter Druck
Kleve will Steuern erneut erhöhen
Die Stadt Kleve will die Grundsteuer B für 2027 anheben. Das wäre die fünfte Steuererhöhung in fünf Jahren. Auch die Gewerbesteuer soll erneut steigen – um 45 Punkte. Die Niederrheinische IHK warnt: Das ist Gift für die Unternehmen und den Standort.
„Die Betriebe stehen unter großem Druck. Wir erleben seit 6 Jahren wirtschaftlichen Stillstand. Die Risiken nehmen weiter zu. Die Steuern sind im internationalen Wettbewerb schon jetzt zu hoch.
Noch höhere Abgaben bedeuten: kein Geld für Investitionen oder neue Arbeitsplätze. Das wirft die Wirtschaft vor Ort zurück. Die Kommunen nehmen dann noch weniger Steuern ein, weil die wirtschaftliche Leistung sinkt. Die Stadt Kleve sollte die eigenen Kosten in den Blick nehmen, statt an der Steuer-Schraube zu drehen“, mahnt Dr. Stefan Dietzfelbinger, Hauptgeschäftsführer der Niederrheinischen IHK.
Die IHK verweist darauf, dass die Zahl der Beschäftigten im öffentlichen Dienst kontinuierlich steigt. Auch in der Stadt Kleve. Das passe nicht zusammen, wenn gleichzeitig die Wirtschaft stagniert. „Unternehmen sichern dem Standort Wachstum und Wertschöpfung. Dafür brauchen sie Spielraum. Die öffentliche Hand darf den Unternehmen nicht immer mehr abverlangen. Deshalb: Steuern runter und die Verwaltung effizienter gestalten“, fordert der IHK-Chef.
