Klimainitiative der IHKs und der Wirtschaft in OWL: Werden Sie Mitglied!

Engagieren Sie sich in Ihrem Unternehmen für den Klimaschutz? Unter dem Dach der regionalen Klimainitiative der beiden Industrie- und Handelskammer und der Wirtschaft in Ostwestfalen-Lippe können sich alle Unternehmen aus OWL sammeln, die mit einer Selbstverpflichtung ein Zeichen für das Klimaschutz-Engagement der Wirtschaft in OWL setzen wollen! Sind Sie mit Ihrem Unternehmen dabei?
2045 plant Deutschland, klimaneutral werden. Auch die Unternehmen möchten und müssen dazu ihren Beitrag leisten. Der Weg zur Klimaneutralität ist und wird für viele Unternehmen eine echte Herausforderung. Nicht alle Unternehmen werden deshalb ihre Produktionsprozesse deutlich früher umstellen können, z. B., weil alternative Brennstoffe wie Wasserstoff noch nicht verfügbar sind, Technologien noch nicht ausgereift sind oder weil die Umstellung zum heutigen Zeitpunkt schlicht wirtschaftlich nicht darstellbar ist. Das heißt aber nicht, dass heute nicht schon viel passiert. Deshalb möchten wir mit unserer Klimainitiative zeigen, was jetzt und in den nächsten Jahren in Unternehmen bereits geht.

Was sind die gemeinsamen Ziele?

Wir möchten gemeinsam mit den Unternehmen auf das hohe Engagement der regionalen Wirtschaft für den Klimaschutz aufmerksam machen. Im Austausch der Mitglieder wollen wir gute Lösungen aus OWL publik machen, weiterentwickeln und damit für weitere Unternehmen aus OWL Wege zur deutlichen Reduktion der Treibhausgasemissionen eröffnen.

Wer kann mitmachen?

Jedes Unternehmen, unabhängig von seiner Größe und Branche, wird Mitglied der Klimainitiative, sobald es die Selbstverpflichtung unterzeichnet.
Darin verpflichtet sich das Unternehmen, Treibhausgasemissionen am Standort, mindestens bezogen auf die Scopes 1 und 2 gemäß Greenhouse Gas Protocol (GHG) so weit wie möglich zu vermeiden. Eine Erweiterung auf Scope 3 steht jedem Mitglied frei.
Scopes Betrachtete Bereiche
Scope 1
direkte im Unternehmen entstehende Treibhausgas-Emissionen, z. B.
  • aus unternehmenseigenen Energieerzeugungsanlagen, Heizungen, etc.
  • aus eigenem Fuhrpark
  • aus Produktionsprozessen (z.B. bei Zementherstellung), Kälteanlagen
Scope 2
indirekte Treibhausgas-Emissionen aus der Erzeugung zugekaufter Energie:
  • Strom
  • Fernwärme
Scope 3
indirekte Emissionen der vorgelagerten und nachgelagerten Wertschöpfungskette
  • Rohstoffe
  • Zulieferteile
  • Transporte
  • Anfahrt der Mitarbeiter:innen
  • Produkte vom Betrieb bis zur Entsorgung
Die Unternehmen sollen auf dem Weg zur Klimaneutralität vor allem auf Maßnahmen zur Steigerung der Energie- und Ressourceneffizienz sowie auf eine klimaneutrale Energieversorgung setzen. Kompensationsmaßnahmen sollten bis zum Jahr 2030 keine bzw. nur noch eine möglichst geringe Rolle spielen.

Wie erfassen und übermitteln Sie die Daten?

Die IHKs bieten zur Erfassung der Energieverbräuche und der Scopes 1 und 2 ein Excel-Tool an. Die Mitglieder der Klimainitiative können aber auch eigene oder andere Bilanzierungs-Tools nutzen.
Zur Evaluierung übermittelt das Unternehmen einmal jährlich (i.d.R. bis zum 31. März des auf das Bilanzjahr folgenden Kalenderjahres) Daten zum Energieverbrauch und zu den Treibhausgasemissionen an die IHKs. Dazu stellen die IHKs ein Formular via Microsoft Forms zur Verfügung. Eine externe Prüfung der Plausibilität erfolgt nicht. Die IHKs veröffentlichen die Daten anonymisiert und aggregiert. Auf Wunsch können Unternehmen an einem anonymisierten Benchmarking teilnehmen.

Unsere Mitglieder