Konjunkturbarometer Rheinland

Corona, Preisanstieg und Lieferprobleme bremsen wirtschaftliche Erholung Konjunkturbarometer der IHKs im Rheinland zu Jahresbeginn 2022

Die Industrie- und Handelskammern im Rheinland legen die Ergebnisse der aktuellen Konjunkturumfrage zu Jahresbeginn 2022 vor.

Konjunkturbarometer Rheinland Jahresbeginn 2022

Die Wirtschaftslage im Rheinland zu Jahresbeginn 2022 bleibt positiv, auch wenn sie sich im Vergleich zum vergangenen Herbst nicht weiter verbessern konnte. Das zeigen die Ergebnisse des aktuellen Konjunkturbarometer Rheinland Jahresbeginn 2022 (PDF-Datei · 886 KB) der sieben in der IHK-Initiative-Rheinland zusammengeschlossenen Industrie- und Handelskammern Aachen, Bonn/Rhein-Sieg, Düsseldorf, Köln, Mittlerer Niederrhein, Niederrheinische Industrie- und Handelskammer Duisburg-Wesel-Kleve und Wuppertal-Solingen-Remscheid, an denen sich 3.100 Unternehmen im Rheinland beteiligt haben.
Die Nachfrage im Baugewerbe zeigt sich weitgehend unbeeindruckt von Preissteigerungen, fehlenden Vorprodukten und Personalmangel. Der produktionsverbindende Großhandel profitiert von der Industrie, während die konsumnahe Sparte unter den flauen Geschäften der Einzelhändler leidet. Gastronomen und Hoteliers wurden seit Herbst durch die verschärften Corona-Auflagen erneut ausgebremst, während sich die IT- und die Beratungsbranche sehr zufrieden äußern. 
Große Sorgen bereitet der Wirtschaft die weitere Entwicklung bei den Energie- und Rohstoffpreisen.  Entsprechend der insgesamt verhaltenen, aber positiven Erwartungen üben die Betriebe bei ihren Investitions- und Personalplänen etwas mehr Zurückhaltung als bislang. Dennoch überwiegen insgesamt mit 14 Punkten diejenigen mit gestiegenen Investitionsbudgets gegenüber jenen mit Einsparplänen. Kürzungen überwiegen im Ernährungsgewerbe und im Gastgewerbe. Die Chemieindustrie dagegen möchte auf breiter Front investieren.
Der Arbeitsmarkt ist insgesamt bislang sehr gut durch die Coronakrise gekommen und mittlerweile wieder im Aufwärtstrend. Trotzdem wird das Instrument der Kurzarbeit noch häufig genutzt. Gleichzeitig steigen die Beschäftigtenzahlen. Auch die Personalpläne der Betriebe im Rheinland sind trotz der großen Konjunkturrisiken erneut positiv. Der Saldo zwischen den Betriebsmeldungen über positive und über negative Beschäftigungspläne liegt mit zwölf Prozentpunkten nur um drei Punkte unter seinem Wert im letzten Herbst. In der chemischen Industrie und in den IT-Branchen überwiegen die Expansionspläne am deutlichsten

Konjunkturbarometer Rheinland Jahresbeginn 2021

Der zweite Lockdown bremst die Erholung der rheinischen Wirtschaft. Aktuell schätzen die mehr als 3.200 befragten Betriebe aus Industrie, Handel und Dienstleistungen ihre Geschäftslage nur leicht besser ein als noch im Oktober und November.
Auffällig sind die großen Unterschiede zwischen den Branchen: Während die IT-Branche, die Berater und Wirtschaftsprüfer sowie das Baugewerbe die Krise besser überstehen und zum Teil von den Umschwüngen profitieren können, geht es für viele Betriebe im Gastgewerbe, im Einzelhandel und in der Veranstaltungsbranche um die Existenz. Durch die Einschränkungen des Lockdowns sinkt auch die Nachfrage nach Produkten wie Druckgütern oder Lebensmitteln in der Gastronomie. Die
Folge: Auch entlang der Wertschöpfungskette wirkt sich der Lockdown aus und belastet etwa das Ernährungs- und Papiergewerbe sowie die Logistik schwer.

Rheinische Wirtschaft erwartet 2021 nur wenige Nachholeffekte

Angesichts der weiter unklaren Entwicklung agieren viele Betriebe vorsichtig und fahren nur auf Sicht. Das spiegelt sich in sehr verhaltenen Beschäftigungs- und Investitionsplänen wider. In dieser Investitionszurückhaltung liegt eines der größten langfristigen Risiken der Krise. Die ausbleibenden Investitionen der einen sind die fehlenden Aufträge der anderen.
Die Auswirkungen der Corona-Pandemie bestimmen die Risiken für die rheinische Wirtschaft. Besonders die stockende Nachfrage aus dem Inland aber auch die Auslandsnachfrage sind nach wie vor Unsicherheitsfaktoren. In der besonders exportabhängigen rheinischen Industrie sorgt sich fast jeder zweite Betrieb um sein Auslandsgeschäft. Auch die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen bleiben ein großes Risiko.
Das zeigen die Ergebnisse des aktuellen Konjunkturbarometers Rheinland Jahresbeginn 2021 (PDF-Datei · 1398 KB) der sieben in der IHK-Initiative-Rheinland zusammengeschlossenen Industrie- und Handelskammern Aachen, Bonn/Rhein-Sieg, Düsseldorf, Köln, Mittlerer Niederrhein, Niederrheinische Industrie- und Handelskammer Duisburg-Wesel-Kleve und Wuppertal-Solingen-Remscheid, an denen sich über mehr als 3.200 Unternehmen im Rheinland beteiligt haben.

Konjunkturbarometers Rheinland seit 2015

Um die wirtschaftliche Entwicklung der Unternehmen im IHK-Bezirk sowie im Rheinland als Metropolregion verfolgen zu können, stellt Ihnen die IHK Köln frühere Berichte zur Verfügung: