Auf in die Welt!
Eine Weile im Ausland zu arbeiten, macht junge Menschen selbstständig und bringt auch die Unternehmen in Deutschland weiter. Die IHK vermittelt Auszubildende in geeignete Stellen – ganz unkompliziert.
Das Erasmus-Semester ist bei vielen wohl das, was vom Studium am stärksten in Erinnerung bleibt. Für diese Erfahrung muss man aber gar nicht studieren, denn mit dem EU-Bildungsprogramm Erasmus+ können auch Auszubildende ein Auslandspraktikum machen und dafür finanzielle Unterstützung bekommen.
Die Mobilitätsberatung der IHK Köln organisiert und vermittelt diese Auslandsaufenthalte, berät zu Fördermöglichkeiten und begleitet die jungen Menschen bei Formalitäten. Mittlerweile gibt es ein großes Netzwerk mit Partnerfirmen in verschiedenen Ländern. Die IHK Köln organisiert rund 40 % der Auslandsvermittlungen in der Region und legt dabei besonders viel Wert auf Qualitätssicherung. Achtung, das gilt nicht für alle Anbietenden – ein kritischer Blick lohnt sich!
Gute Gründe für einen Auslandsaufenthalt liegen auf der Hand: Die Azubis verbessern ihre Fremdsprachenkenntnisse, lernen neue Arbeitstechniken und Abläufe kennen und werden selbstbewusster. Aber auch für die Unternehmen gibt es viele Vorteile, denn zurück kommen qualifizierte Mitarbeitende, die selbstständiger arbeiten und neue Fähigkeiten direkt anwenden können.
Reisekosten
Achtung!
Die Kosten für Reise und Unterbringung werden über Förderprogramme finanziert. Allerdings zahlen die Unternehmen weiter die vereinbarte Ausbildungsvergütung, auch wenn die Azubis in der Zeit für andere Unternehmen arbeiten.
Azubis berichten über ihre Auslanderfahrung
- Amaia Elixmann Loza
- Ausbildung zur Kauffrau für audiovisuelle Medien bei Filmpool in Hürth
- Auslandsaufenthalt für eine gemeinnützige Organisation in Kapstadt, Südafrika
Ich wollte schon immer ins Ausland, weil ich sehr interessiert an Sprachen bin."Ich habe von diesem Praktikum echt viele positive Sachen mitgenommen, zum Beispiel das Miteinander in einer anderen Sprache oder wie ich professionell mit anderen Leuten umgehe. Davon profitiert auch mein Ausbildungsbetrieb hier. Ich würde sagen, dass ich dadurch noch mal ein Stück offener geworden bin, weil ich so viele unterschiedliche Menschen kennengelernt habe. Auch meine Sprachkenntnisse haben sich verbessert. Jeder Azubi sollte auf jeden Fall mal so einen Auslandsaufenthalt machen, weil man einfach so viele Sachen lernt. Man lernt diese neue Kultur und einen neuen Arbeitsbereich kennen. Das würde man ja in Deutschland beides nicht erleben." - Cherilyn Kremann
- Ausbildung zur Mediengestalterin Digital & Print bei Loco-Soft in Lindlar
- Auslandsaufenthalt bei einer Kreativagentur in Porto, Portugal
Am Anfang muss man über seinen Schatten springen, aber das ist für die persönliche Entwicklung wichtig."Circus Network ist eine Medienagentur, ein Schallplattenladen und eine Kunstgalerie in einem. Ich konnte dort superviel machen, vor allem für Social Media. Als ich die Idee hatte, ins Ausland zu gehen, war mein Betrieb sehr kulant und unterstützend. Ich bin dann schnell auf Erasmus+ gekommen und habe mich an die IHK gewandt. Dort habe ich alle wichtigen Infos bekommen. Am Anfang hatte ich Sorge, ob ich zurechtkomme, weil ich kein Portugiesisch kann. War aber überhaupt kein Problem. Ich habe dort ausschließlich Englisch gesprochen. Die Menschen sind total offen und herzlich und haben mich sofort in ihr Leben integriert. Ein Auslandspraktikum würde ich anderen Azubis auf jeden Fall empfehlen." - Mika Sievert
- Ausbildung zum Sport- und Fitnesskaufmann bei Bayer 04 Leverkusen
- Auslandsaufenthalt bei der Akademie eines Fußballclubs auf Kreta
Es ist eine super Erfahrung, mal eine andere Seite des Lebens zu sehen."Auf Kreta habe ich in der Akademie die Trainer unterstützt und mit Kindern und Jugendlichen gearbeitet. Das hat mir viel Spaß gemacht, weil Fußball meine Leidenschaft ist. Ich habe jetzt ein breiteres Blickfeld und mehr Erfahrung gesammelt, als wenn ich nur in meiner Bubble geblieben wäre. Da kann ich sowohl persönlich als auch arbeitstechnisch was mitnehmen. Dort alleine zu leben, hat meine Persönlichkeit weiterentwickelt. Ich bin selbstbewusster geworden." - Vanessa de Sousa
- Ausbildung als Kauffrau für Büromanagement bei GESIS – Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften in Köln
- Auslandsaufenthalt bei einem Start-up in Dublin, Irland
Ich musste genau das machen, wovor ich Angst hatte – und bin daran gewachsen."Ich wollte immer schon ein Auslandspraktikum machen und mein Arbeitgeber hat mich dabei sehr unterstützt. Auch die IHK hat mich von Anfang an bei der Planung unterstützt, mich beraten und auch vor Ort noch geholfen, als ich einen Arzt brauchte. Am Anfang war es ein bisschen schwierig, die Menschen dort zu verstehen, weil ja wirklich alle mit diesem irischen Akzent sprechen. Aber ich habe mich bald daran gewöhnt. Eine meiner größten Ängste war es immer, auf Englisch zu telefonieren. Und genau das war dann eine meiner Aufgaben. Dass ich mich jetzt im Englischen so sicher fühle, hilft mir auch bei meiner Arbeit in Deutschland, da ich so einfacher mit Kollegen aus anderen Ländern und internationalen Gästen kommunizieren kann." - Pius Halder
- Ausbildung zum Veranstaltungstechniker bei PRG in Kerpen
- Auslandsaufenthalt bei einer Veranstaltungsfirma in Paraguay
Ich bin mit einem Selbstbewusstsein zurückgekommen, das ich vorher nicht hatte."Für mich war es eine super Erfahrung, ins Ausland zu gehen. Durch diesen Austausch habe ich Menschen kennengelernt, die ich sonst nie getroffen hätte. Mein Highlight war ganz klar, als wir neben der Halle beim Essen saßen und plötzlich ein Kolibri neben uns flog. Ich weiß jetzt, dass ich mich auf der ganzen Welt in Situationen zurechtfinden kann, die mir total unbekannt sind – auch mit Menschen, die ich nicht kenne und die nicht meine Sprache sprechen. Deshalb finde ich, dass junge Leute unbedingt eine Weile ins Ausland gehen sollten, denn das ist super bereichernd und gut für das Selbstbild. Davon hat sicher auch mein Unternehmen in Deutschland was. Und das Beste: Dadurch, dass es eine Förderung gibt, ist so ein Auslandsaufenthalt kein Luxus, und jeder kann ihn sich leisten."
Kontakt
Hannah Costa
Aus- und Weiterbildung | Mobilitätsberatung
Marie Hoffmann
Aus- und Weiterbildung | Mobilitätsberatung