Dynamischer Strukturwandel vollzogen

Wirtschaft im Westerwaldkreis

Der Westerwald ist vor allem durch das Volkslied "Oh, du schöner..." bekannt. Doch die Region bietet weit mehr als den besungenen kalten Wind: eine hohe Lebensqualität, wirtschaftliche Stärke und eine attraktive Naturlandschaft. Der Westerwaldkreis präsentiert sich als attraktive Mittelgebirgslandschaft mit einer Fläche von rund 1.000 km², 192 Städten und Gemeinden sowie 207.000 Einwohnern als einer der größten Landkreise in Rheinland-Pfalz. Und nicht nur Einheimische meinen, er sei einer der schönsten.

Mit Dynamik und Leistung zum Erfolg

Im Westerwaldkreis sind innovative Industrieunternehmen, leistungsfähige Handwerksbetriebe sowie vielfältige Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten wichtige Säulen der regionalen Wirtschaft. Der Westerwald wird häufig mit Natur und Erholung verbunden, ist jedoch zugleich ein leistungsstarker Industrie- und Wirtschaftsstandort. Dabei ist das produzierende Gewerbe nach wie vor der stärkste Wirtschaftszweig. Etwa die Hälfte der Bruttowertschöpfung trägt die Industrie bei – ein Spitzenwert, der in Rheinland-Pfalz nur von wenigen Industriestandorten in der Pfalz übertroffen wird.

In den zurückliegenden Jahrzehnten hat sich ein dynamischer Strukturwandel mit starker Zunahme der Beschäftigten im Dienstleistungsbereich vollzogen. Vor allem zahlreiche Westerwälder Unternehmen, die in den Bereichen Digitalisierung, Informations- und Kommunikationstechnologie, Automatisierung, Künstlliche Intelligenz und Industrie 4.0 tätig sind, verzeichnen Wachstumserfolge für die Region. Die Landwirtschaft hat nur noch eine bescheidene wirtschaftliche Bedeutung. Wichtig ist vor allem die ausgeprägt mittelständische Struktur der Unternehmenslandschaft. Die mittelständische Unternehmensstruktur fördert Innovationskraft, Kundennähe, Entscheidungsstärke, Investitionsbereitschaft und eine ausgeprägte Ausbildungskultur.

Aktivzone zwischen den Ballungsräumen

Der Westerwaldkreis liegt im Nordosten von Rheinland-Pfalz und profitiert von seiner zentralen Lage zwischen den Metropolregionen Rhein-Main und Köln/Bonn. An das europäische Fernstraßennetz ist er durch die A 3 Köln-Frankfurt, die A 45 Dortmund-Frankfurt ("Sauerlandlinie") und die A 48 Dernbacher Dreieck-Trier-Luxemburg angeschlossen. Ein gut ausgebautes Netz von Bundes-, Landes- und Kreisstraßen erschließt den Westerwaldkreis auch im Inneren.

ICE-Bahnhof Montabaur/Koblenz: Chance für die Region

Zu den wichtigsten Standortvorteilen zählt der ICE-Bahnhof Montabaur, der den Westerwald direkt an die Hochgeschwindigkeitsstrecke Köln–Frankfurt anbindet. In rund 30 Minuten sind die Ballungsräume Frankfurt oder Köln/Bonn und die dortigen internationalen Flughäfen ab Montabaur erreichbar.

Wirtschaftskraft trifft Lebensqualität

Der Westerwaldkreis zählt weiterhin zu den wirtschaftsstarken Regionen in Rheinland-Pfalz und verzeichnet eine stabile Entwicklung am Arbeitsmarkt. Lebensqualität schafft Arbeitskraftpotential. Die hohe Lebensqualität macht die Region gleichermaßen attraktiv für Fachkräfte, Familien und Unternehmen. Die herrliche Umgebung, niedrige Lebenshaltungskosten und erschwingliche Mieten machen den Westerwald zum Anziehungspunkt für qualifizierte Arbeitskräfte. Daneben sorgt die gute Bildungs-Infrastruktur für den permanenten Nachwuchs junger, motivierter Mitarbeiter.

Bildung: Investition in die Zukunft

Im Zeitalter von Digitalisierung, Wissensgesellschaft und Fachkräftesicherung spielt eine leistungsfähige Bildungsinfrastruktur eine entscheidende Rolle. In Zahlen gliedert sich das allgemeinbildende Schulsystem in 53 Grundschulen, sechs Hauptschulen, sechs Realschulen, zwei Duale Oberschulen, fünf Regionalschulen, vier Allgemeinbildende Gymnasien, acht Schulen mit Förderschwerpunkten, ein Musikgymnasium, zwei Berufsbildende Schulen und eine Staatliche Fachschule für Keramikgestaltung und Keramiktechnik.
Von überregionaler Bedeutung sind der Campus Höhr-Grenzhausen der Hochschule Koblenz mit seinen Werkstoff- und Keramikstudiengängen, das Institut für künstlerische Keramik sowie das Forschungsinstitut für anorganische Werkstoffe in Höhr-Grenzhausen. Hohe Bedeutung genießen außerdem die Hochschule der Deutschen Bundesbank in Hachenburg sowie die Akademie Deutscher Genossenschaften (ADG) auf Schloss Montabaur.
Das Forstliche Bildungszentrum Rheinland-Pfalz, eine ebenfalls überregionale Einrichtung ist ebenfalls in Hachenburg angesiedelt. Die Universitätsstadt Koblenz – von Montabaur aus in rund 20 Minuten erreichbar – beherbergt die Hochschule Koblenz sowie die selbstständige Universität Koblenz, die insbesondere in den Bereichen Informatik, Bildungswissenschaften und Digitalisierung ein starkes Profil besitzt.
In Vallendar, gleich nebenan, befindet sich die international renommierte WHU – Otto Beisheim School of Management, eine der führenden privaten Wirtschaftshochschulen Deutschlands.
Nur einen „Katzensprung“ vom Hohen Westerwald entfernt liegt die Universität Siegen, eine bedeutende Forschungs- und Bildungseinrichtung mit einem breiten Studienangebot und überregionaler Ausstrahlung.