IHK-Regionalgeschäftsstelle Westerwaldkreis und Rhein-Lahn-Kreis

Neue Industriemeister Keramik erhalten ihre Meisterbriefe

Montabaur, 03.06.2026. Nach zweieinhalb Jahren intensiver Weiterbildung erhielten in dieser Woche zehn Absolventinnen und Absolventen aus ganz Deutschland an der Hochschule Koblenz, Standort Höhr-Grenzhausen, ihre Zeugnisse und Meisterbriefe als Abschluss des IHK-Lehrgangs zum Industriemeister Keramik. Sechs von ihnen nahmen an der feierlichen Übergabe persönlich teil.
Mit dem erfolgreichen Abschluss qualifizieren sich die Absolvent*innen für anspruchsvolle Fach- und Führungsaufgaben in der Keramikindustrie. Als wichtige Schnittstelle zwischen Unternehmensleitung und Produktion übernehmen Industriemeister Verantwortung in Bereichen wie Schichtführung, Arbeitsvorbereitung oder Produktionsleitung. Die IHK-Weiterbildung eröffnet damit attraktive berufliche Perspektiven und stärkt zugleich die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen.
Die Übergabeveranstaltung machte zugleich deutlich, welche Bedeutung kontinuierliche Weiterbildung in einer sich wandelnden Arbeitswelt besitzt. Mit dem erfolgreichen Abschluss haben die Absolvent*innen nicht nur ihre fachliche Qualifikation erweitert, sondern auch die Grundlage für weitere berufliche Entwicklungsschritte geschaffen.
IHK-Regionalgeschäftsführer Richard Hover dankte der Hochschule Koblenz sowie der IHK-Akademie Koblenz für die enge und erfolgreiche Zusammenarbeit im Bereich der beruflichen Weiterbildung. Ein besonderer Dank galt darüber hinaus allen Organisatoren, Dozenten und Prüfenden, die den Lehrgang sowie die Abschlussprüfungen über den gesamten Zeitraum hinweg begleitet und unterstützt haben.
Einen inspirierenden Akzent setzte der Festvortrag von Prof. Dr. Pascal Seffern unter dem Titel „Brennen, aber nicht durchbrennen - Was Silikatkeramik über das Leben lehrt“. Mit anschaulichen Vergleichen zwischen Werkstoff und Mensch vermittelte er den Absolvent*innen wertvolle Impulse für ihren weiteren Lebens- und Berufsweg.
„Nicht jeder Ton ist gleich, Menschen übrigens auch nicht. Jede Person bringt andere Eigenschaften mit. Wichtig ist die richtige Aufbereitung.“
Gute Keramik sei nicht deshalb gut, weil nie etwas schiefgehe, sondern weil jemand verstehe, warum etwas schiefgelaufen sei und daraus lerne. Ein Meisterstück sei nicht perfekt, sondern werde durch Erfahrung, Wissen, Geduld, Leidenschaft und Demut vor dem Material meisterlich.
Im Anschluss an den offiziellen Teil nutzten alle Gäste die Gelegenheit zu einem gemeinsamen Get-together und zum Austausch über die vergangenen zweieinhalb Jahre sowie die zukünftigen beruflichen Herausforderungen und Chancen.
Mit der Verleihung der Meisterbriefe wurde einmal mehr deutlich: Weiterbildung ist ein zentraler Baustein für persönliche Entwicklung, beruflichen Aufstieg und die Sicherung qualifizierter Fach- und Führungskräfte in der Keramikbranche.