Veranstaltung
Zukunftsforum Landkreis Birkenfeld
Chancen erkennen, Stärken ausbauen, Zukunft gestalten
Im Rahmen des Zukunftsforums Landkreis Birkenfeld hat die IHK Koblenz gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Verwaltung zentrale Herausforderungen und Chancen der Region diskutiert.
Rund 50 Gäste nahmen an der Veranstaltung teil, bei der Christina Schwardt, Regionalgeschäftsführerin der IHK, in ihrer Begrüßung betonte, dass der Landkreis trotz aktueller wirtschaftlicher Belastungen wie Betriebsschließungen und Insolvenzen über starke Potenziale verfüge.
Unter den Gästen waren zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und regionalen Institutionen. Besonders begrüßt wurden u. a. der Oberbürgermeister der Stadt Idar-Oberstein, Frank Frühauf, Bürgermeister Friedrich Marx, mehrere Verbandsbürgermeister sowie Vertreter des Umwelt-Campus Birkenfeld und der Regionalinitiative Rhein-Hunsrück-Nahe.
Dr. Anna Heugel von der Prognos AG stellte im Anschluss die Ergebnisse des Zukunftsatlas 2025 vor. Demnach zählt der Landkreis Birkenfeld zu den Regionen mit „leichten bis hohen Risiken“. Zu den größten Herausforderungen gehören eine hohe Schulabbrecherquote, eine steigende Arbeitslosenquote, ein im Landesvergleich schwaches BIP-Wachstum sowie geringe Beschäftigtenanteile in den Bereichen Digitalisierung und Forschung & Entwicklung. Auch beim Ausbau erneuerbarer Energien und in der überregionalen Verkehrsanbindung besteht Handlungsbedarf.
Gleichzeitig zeigt der Zukunftsatlas deutliche Stärken des Landkreises: ein moderates Bevölkerungswachstum, ein positiver Zuzug junger Erwachsener sowie ein steigender Anteil hochqualifizierter Beschäftigter. Besonders bemerkenswert ist die sehr geringe Zahl unbesetzter Ausbildungsstellen, mit der der Landkreis bundesweit einen Spitzenplatz einnimmt (Rang 38). Eine besondere Rolle spielt zudem die international renommierte Schmuck- und Edelsteinbranche, die als kulturell prägende und wirtschaftlich bedeutsame Leitindustrie ein einzigartiges Profil der Region bildet. Die IHK sieht daher große Chancen, diese Kompetenz durch eine mögliche Standortstrategie oder durch eine gemeinsame Kommunikationsinitiative künftig noch stärker sichtbar zu machen.
Aus den Diskussionen des Zukunftsforums leiteten die Teilnehmenden drei zentrale Handlungsfelder für die regionale Entwicklung ab.
Erstens gilt es, sogenannte „Zukunftsorte“ zu schaffen – innovative Räume, in denen Unternehmen, Studierende und Auszubildende gemeinsam an Lösungen für die Zukunft arbeiten können. Beispiele hierfür sind der entstehende Ökompark Heide-Westrich, das größte Gewerbegebiet in Rheinland-Pfalz, sowie der Heinrich-Hertz-Campus in Birkenfeld. Vom Umwelt-Campus Birkenfeld inspirierte Projekte wie eine geplante Kreislaufwirtschafts-Fabrik für den ländlichen Raum verdeutlichen zusätzlich das Potenzial der Region. Auch bestehende Innovationscluster wie das Kompetenznetzwerk „HartSpröde“ sollen weiter gestärkt werden.
Zweitens benötigen insbesondere kleine und mittlere Unternehmen gezielte Unterstützung bei der grünen und digitalen Transformation. Der Umwelt-Campus Birkenfeld fungiert hier als zentraler wissenschaftlicher Partner und Innovationsmotor, der Wissen in die Betriebe trägt und Transformationsprozesse begleitet.
Drittens ist eine leistungsfähige, gut vernetzte Infrastruktur entscheidend für die Zukunftsfähigkeit des Landkreises. Vorrang haben dabei Projekte wie die Hunsrückspange und der Ausbau der B41, die Erreichbarkeit, Mobilität und Planbarkeit verbessern und damit sowohl Unternehmen als auch Fachkräften zugutekommen.
Erstens gilt es, sogenannte „Zukunftsorte“ zu schaffen – innovative Räume, in denen Unternehmen, Studierende und Auszubildende gemeinsam an Lösungen für die Zukunft arbeiten können. Beispiele hierfür sind der entstehende Ökompark Heide-Westrich, das größte Gewerbegebiet in Rheinland-Pfalz, sowie der Heinrich-Hertz-Campus in Birkenfeld. Vom Umwelt-Campus Birkenfeld inspirierte Projekte wie eine geplante Kreislaufwirtschafts-Fabrik für den ländlichen Raum verdeutlichen zusätzlich das Potenzial der Region. Auch bestehende Innovationscluster wie das Kompetenznetzwerk „HartSpröde“ sollen weiter gestärkt werden.
Zweitens benötigen insbesondere kleine und mittlere Unternehmen gezielte Unterstützung bei der grünen und digitalen Transformation. Der Umwelt-Campus Birkenfeld fungiert hier als zentraler wissenschaftlicher Partner und Innovationsmotor, der Wissen in die Betriebe trägt und Transformationsprozesse begleitet.
Drittens ist eine leistungsfähige, gut vernetzte Infrastruktur entscheidend für die Zukunftsfähigkeit des Landkreises. Vorrang haben dabei Projekte wie die Hunsrückspange und der Ausbau der B41, die Erreichbarkeit, Mobilität und Planbarkeit verbessern und damit sowohl Unternehmen als auch Fachkräften zugutekommen.
Zum Abschluss des Zukunftsforums unterzeichneten die Stadt Idar-Oberstein, der Landkreis Birkenfeld, die Verbandsgemeinden Baumholder, Birkenfeld und Herrstein-Rhaunen, die IHK-Regionalgeschäftsstelle Landkreis Birkenfeld, der Umwelt-Campus Birkenfeld sowie die Regionalinitiative Rhein-Nahe-Hunsrück eine gemeinsame Absichtserklärung zur zukünftigen Standortentwicklung des Landkreises Birkenfeld. Die Partner bekräftigen darin ihr gemeinsames Ziel, die Wirtschaftskraft der Region zu stärken, Gewerbeflächen weiterzuentwickeln, Infrastruktur zukunftsfähig auszubauen sowie Ausbildung, Forschung und Innovation gezielt zu fördern. Zudem vereinbaren sie, den Austausch und die regionale wie überregionale Vernetzung weiter zu intensivieren.
IHK-Vizepräsident Hans-Jörg Platz fasste den Anspruch der Beteiligten zusammen:„Wir können die Zukunft des Landkreises aktiv gestalten – wenn wir es gemeinsam tun.“