Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern“

Ausbildungsprämie

Mit dem Bundesprogramm “Ausbildungsplätze sichern” sollen Ausbildungsbetriebe unterstützt werden, das Ausbildungsplatzangebot aufrecht zu erhalten. Im Einzelnen sollen dazu Ausbildungskapazitäten erhalten und ausgebaut, Kurzarbeit für Auszubildende vermieden, die Auftrags- und Verbundausbildung gefördert und Anreize zur Übernahme im Falle einer Insolvenz geschaffen werden.
Wichtiger Hinweis: Die Antragsstellung und Abwicklung läuft über die Agentur für Arbeit.

Welche Maßnahmen sollen gefördert werden

Ausbildungsbetriebe und ausbildende Einrichtungen können auch jetzt noch eine Förderung für im Ausbildungsjahr 2021/2022 abgeschlossene Ausbildungsverträge erhalten:
  • Die Ausbildungsprämie in Höhe von 4.000 Euro für Betriebe, die ihr Ausbildungsniveau gehalten haben, kann noch bis zum 15. September 2022 beantragt werden. Eine Beantragung der Ausbildungsprämie ist für Ausbildungsverhältnisse, die spätestens am 15. Februar 2022 begonnen haben, jeweils bis drei Monate nach Ende der Probezeit möglich.
  • Auch die Antragsfrist für die Ausbildungsprämie Plus in Höhe von 6.000 Euro für Betriebe, die ihr Ausbildungsniveau gesteigert haben, läuft noch bis zum 15. September 2022. Eine Beantragung dieser Prämie ist ebenfalls für Ausbildungsverhältnisse, die spätestens am 15. Februar 2022 begonnen haben, jeweils bis drei Monate nach Ende der Probezeit möglich.

Welche Voraussetzungen muss ich erfüllen?

Für alle Maßnahmen gilt:
  • Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sind solche mit bis zu 499 Beschäftigten. Als Beschäftigtenzahl wird die Zahl der Mitarbeiter/-innen in Vollzeitäquivalenten zum Stichtag 29. Februar 2020 zugrunde gelegt. Bei Ausbildungsverbünden werden die Beschäftigten der einzelnen KMU zusammen berücksichtigt.
  • Für die Förderung kommen KMU in Betracht, die eine Berufsausbildung in anerkannten Ausbildungsberufen oder in den bundes- und landesrechtlich geregelten praxisintegrierten Ausbildungen im Gesundheits- und Sozialwesen durchführen. Praktika sind ausgeschlossen. Es wird nur eine Prämie pro Ausbildung gezahlt.
  • Neben diesen Förderungen sind keine Leistungen mit gleicher Zielrichtung oder gleichem Inhalt aus anderen Programmen des Bundes oder der Länder möglich. Das KMU entscheidet, welche Förderung es in Anspruch nehmen will.
Ausbildungsprämien (Ausbildungsangebot fortführen oder erhöhen)
Antragsberechtigt sind KMU, die durch die COVID-19-Krise in erheblichem Umfang betroffen sind. Davon ist auszugehen, wenn ein KMU in der ersten Hälfte des Jahres 2020 wenigstens einen Monat Kurzarbeit durchgeführt hat oder der Umsatz in den Monaten April und Mai 2020 um durchschnittlich mindestens 60 Prozent gegenüber April und Mai 2019 eingebrochen ist. Bei KMU, die nach April 2019 gegründet worden sind, sind statt der Monate April und Mai 2019 die Monate November und Dezember 2019 zum Vergleich heranzuziehen.
Die beiden Ausbildungsprämien können für Ausbildungsverhältnisse beantragt werden, die im Zeitraum 1. Juni 2021 bis   15. Februar 2022 beginnen. Die Ausbildungsprämie steht unter der Bedingung, dass das Ausbildungsverhältnis über die Probezeit hinaus fortbesteht.

Welche Fristen müssen beachtet werden?

Ausbildungsprämien:
Der Antrag ist spätestens drei Monate nach erfolgreichem Abschluss der Probezeit des jeweiligen Ausbildungsverhältnisses, spätestens am 15. September 2022, zu stellen. 

Wie lange gilt die Förderung?

Förderungen sind für folgende Zeiträume möglich sein:
  • Ausbildungsprämien: 
    für das Ausbildungsjahr 2021/2022 (Beginn bis 15. Februar 2022)
Die Förderrichtlinie erhalten Sie hier (PDF-Datei · 52 KB).

Wo kann ich einen Antrag stellen?

Ausbildungsprämien

Zuständig für die Antragsbearbeitung, Beratung und Bewilligung der Zuwendungen ist die Bundesagentur für Arbeit. Eine Antragstellung ist ab Montag, 3. August bei der Agentur für Arbeit möglich.
Bestätigung der IHK
Bei der Antragstellung bei der Agentur für Arbeit ist eine Bescheinigung der IHK einzureichen. Antragsberechtigt sind kleine und mittelständische Unternehmen (KMU), die durch die COVID-19-Krise in erheblichem Umfang betroffen sind. Bitte beachten Sie die Förderrichtlinie (PDF-Datei · 52 KB). Bitte beachten Sie, dass die IHK nur Verträge bescheinigen kann, die der Kammer auch vorliegen. Somit bitte vor der Beantragung der Ausbildungsprämie die neuen Verträge einreichen.