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Ein Laden zum Herumtrödeln
Eigentlich hatte Diana Thomas damals in Dänemark gar keine Lust, diese Flohmarkthalle zu besuchen. Ihrem Mann zuliebe tat sie es dann doch. Noch am selben Abend sicherte sie sich die Internetadresse tante-troedel.de, und kein halbes Jahr später eröffnete sie ihr erstes Geschäft.
„Ich war im Himmel auf Erden“, erinnert sich die studierte Kulturwissenschaftlerin und heutige Unternehmerin an ihre Urlaubsentdeckung vor vier Jahren. Das Konzept, Ladenflächen für den Verkauf von Second-Hand-Artikeln und Kunsthandwerk zu vermieten, hat sie sofort begeistert.
Mit ihrer Begeisterung blieb sie nicht allein. Im August dieses Jahres eröffnete sie neben ihrem Laden in Lüneburg einen zweiten Standort in Celle. Beide Geschäfte liegen, anders als ihr allererstes Objekt im kleinen Ort Bardowick bei Lüneburg, mitten in der Fußgängerzone. „Das ist genau richtig“, sagt die 45-Jährige. „Die Entscheidung fürs Land passte nicht.“
In Lüneburg belebt das Geschäft seit Mai 2023 eine Zeile, die durch Leerstand geprägt war. Und Celle übertraf ihre eigene Erwartung: „Bereits am ersten Tag war ich nahezu voll belegt.“
Die Mindestmietdauer für eine Vitrine, ein Regal oder eine andere Art von Fläche beträgt zwei Wochen, die meisten starten aber mit vier bis acht Wochen. Für die Abrechnung nutzt sie ein skandinavisches Buchungssystem, das die Artikel direkt der jeweiligen Kundennummer zuordnet. Die Preise für die Artikel bestimmen die Mietenden, Diana Thomas behält vom Verkaufspreis 25 Prozent ein plus Miete. Sie rät ihrer Kundschaft, die Preise auf Flohmarktniveau zu halten. „Somit haben wir einen super Durchlauf und quasi jeden Tag neue Ware, weil die Mieter nachlegen können. Das macht das Ganze sehr lebendig.“
Ehemann Tom Gerhuhs ist in Teilzeit ebenfalls mit an Bord, die kleine Tochter wächst quasi im Geschäft auf. Und es geht weiter: Gerade hat Diana Thomas Gespräche geführt, die „Tante Trödel“ auf ein neues Level heben könnten: Sie plant die Erweiterung zum Franchise-System.
Carolin George
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