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Nie wieder die Garderobenmarke verlieren
Als Niklas Ruge im Winter bei einer Party seine Garderobenmarke verlor und fürs Erste ohne Jacke nach Hause musste, war er nicht nur genervt, er kam auch auf eine Idee: Geht das nicht besser? Einfacher? Gemeinsam mit seinem Begleiter Finn Ripp fing der Student noch am selben Abend an, herumzuspinnen. Etwas mehr als ein Jahr später haben die beiden nicht nur gemeinsam ein Produkt entwickelt und ein Unternehmen gegründet, sondern auch einen Preis für ihre Idee bekommen.
Für ihre Entwicklung erhielten Finn Ripp (29) und Niklas Ruge (26) Ende vergangenen Jahres bei der LÜNALE in Lüneburg den mit 3.000 Euro dotierten Preis für die Leuphana Gründungsidee des Jahres. Vor ihrem Master in Betriebswirtschaftslehre und Wirtschaftsinformatik in Kopenhagen hatten die beiden ihren Bachelor an der Leuphana Universität Lüneburg abgelegt und wurden jetzt als ehemalige Studierende der Leuphana ausgezeichnet.
„Wir machen uns die freien Datenpunkte auf der Bezahlkarte zunutze“, erklärt Finn Ripp. „Ob es die analoge Karte ist oder die Funktion auf dem Handy: Beides ist möglich.“ Beim Bezahlen an der Garderobe erhält die Person automatisch eine Ziffer zugeordnet, die zu einem freien Haken gehört. Doch die beiden haben auch an diejenigen gedacht, die weniger digital unterwegs sind: Wer nach wie vor lieber bar bezahlt, erhält von „Coatly“ einen Bon.
Seit Anfang dieses Jahres ist der erste Prototyp beim ersten Kunden im Einsatz – ein Meilenstein für die Gründer. Geärgert hatte es die beiden zwar, als technisch zwischenzeitlich nicht alles so lief wie geplant. Doch mittlerweile funktioniert alles wie gewünscht. Die Auszeichnung wiederum gibt ihnen „richtig Aufwind“, sagt Finn Ripp, und Niklas Ruge ergänzt: „Er zeigt uns, dass unsere Idee wirklich griffig ist und ein kleines Problem im Alltag löst.“ Jetzt suchen die beiden strategische Partner oder auch Investoren, die bei ihnen einsteigen wollen. Ziel für dieses Jahr: bis zu zehn neue Kunden zu gewinnen.
Carolin George
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