12.06.2026
IHK-Pressestatement
Westschnellweg ohne Standstreifen: Verkehrssicherheit bleibt wichtig - Sanierung aber jetzt zügig umsetzen
Nach der Entscheidung des zuständigen Lenkungskreises, beim Sanierungs- und Neubauvorhaben des Westschnellweges auf Standstreifen zu verzichten, hofft die IHK Hannover nun darauf, dass das weitere Planverfahren zügig und ohne zusätzliche Verzögerungen durchgeführt und umgesetzt werden kann. Denn die Zeit drängt aufgrund des zunehmend schlechteren Brückenzustandes. Dr. Mirko-Daniel Hoppe, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der IHK Hannover: „Ein Ausfall einer oder mehrerer zentraler Brücken des Westschnellweges würde Wirtschaft und Stadtgesellschaft erheblich belasten und muss vermieden werden. Deshalb sollte die Planung jetzt konsequent und konstruktiv vorangebracht werden.“
Allerdings hätte sich die IHK gewünscht, dass eine Variante mit Standstreifen zumindest in die weitere Diskussion einbezogen worden wäre, auch wenn beim Westschnellweg eine andere Situation als beim Südschnellweg vorliegt. In einer solchen Diskussion hätten auch die Nachteile bewertet werden können, die ein Verzicht auf einen Standstreifen bedeutet.
Schließlich handelt es sich um eine in jeder Hinsicht aufwändige Maßnahme. „Umso wichtiger ist es,“ so Hoppe, „dass die Sanierung des Westschnellwegs auch tatsächlich zukunftssicher ist. Ein zentraler Aspekt dabei ist die Verkehrssicherheit. Mit der ‚Vision Zero‘ gibt es ein klares politisches Ziel – und Standstreifen sind wesentlich für mehr Sicherheit im Straßenverkehr.“
Außerdem nimmt die IHK die Auswirkungen von Störungen, Baustellen oder Unfällen in den Blick. „Ohne Standstreifen ist mit deutlich stärkerem Ausweichverkehr durch angrenzende Stadtteile zu rechnen.“ Aus Sicht der IHK müssen aber auch bereits jetzt kommende Sanierungen in 15 bis 20 Jahren berücksichtigt werden: „Das gehört ebenfalls zur Zukunftssicherheit.“
„Zwar hätte die weitere Planung und ein Vergleich der verschiedenen Varianten durchaus zu dem Ergebnis führen können, dass sich eine Lösung mit Standstreifen im eng bebauten städtischen Umfeld des Westschnellwegs nicht realisieren lässt“, erklärt Hoppe. „Auf jeden Fall wäre aber eine ergebnisoffene Debatte wünschenswert gewesen.“
