13.03.2026

„Netzwerk Fachkräfteeinwanderung Hannover“ gestartet: Regionale Partnerschaft für internationale Fachkräfte

Mit einer gemeinsamen Auftaktveranstaltung in der IHK Hannover ist am 13. März das neue „Netzwerk Fachkräfteeinwanderung Hannover“ offiziell gestartet. Unter dem Dach der Fachkräfteallianz Hannover bündeln das Welcome & Business Center der IHK Hannover, das Welcome Center der Region Hannover, die Hand­werkskammer Hannover, die Agentur für Arbeit Hannover sowie die Landeshauptstadt Hannover ihre Expertise. Ziel des Netzwerks ist es, Unternehmen in der Region gezielt und nachhaltig bei der Gewin­nung, Integration und Bindung internationaler Fachkräfte zu unter­stützen.
Mehr als 40 Unternehmen nutzten den Auftakt, um sich zu informie­ren und erste Kontakte im Netzwerk zu knüpfen.
Der neue Zusammenschluss schafft eine praxisnahe und niedrigschwellige Plattform für Unternehmen, die sich den Chancen und Herausforderungen der Fachkräfteeinwanderung aktiv stellen wollen – regional verankert und eng am Bedarf der Wirtschaft ausge­richtet. Im Mittelpunkt stehen der Aus­tausch über aktuelle Entwick­lungen, konkrete Praxisbeispiele aus der Region sowie die Vernet­zung mit Gleichgesinnten und relevanten Institutionen.
Entsprechend bot bereits das Auftakttreffen Einblicke in neue gesetz­liche Rahmenbedingungen, regionale Unterstützungsangebote und Erfahrungen aus dem betrieblichen Alltag.
Das „Netzwerk Fachkräfteeinwanderung Hannover“ wird fortan in regel­mäßigen Treffen Unternehmerinnen und Unternehmer aus der gesamten Region zusammenbringen, damit sie vom Service- und Beratungsangebot der beteiligten Organisationen profitieren.
Alle Netzwerk-Partner freuen sich auf die künftige enge Zusammen­arbeit:
„Das neue Netzwerk ist ein wichtiger Baustein, um Unternehmen in der Region Hannover ganzheitlich bei der Rekrutierung und Integra­tion inter­nationaler Fachkräfte zu begleiten“, betont IHK-Haupt­geschäftsführerin Maike Bielfeldt und führt fort: „Die enge Zusammenarbeit im Netzwerk mit unseren Partnern ist ein logischer Schritt, um das Service- und Beratungs­angebot für Unternehme­rinnen und Unternehmer weiter auszubauen“.
„Das Netzwerk Fachkräfteeinwanderung ist für die Unternehmen wichtig. Wege und Brücken zwischen Arbeitsmarkt und internatio­nalen Fachkräften werden hier aufgezeigt und erklärt. Unsere Er­fahrung zeigt: Unternehmen verzweifeln häufig an der Bürokratie und verstehen nicht, warum so viele verschiedene Behörden einzu­schalten sind und so viele Anträge gestellt werden müssen. Wer sich erst einmal informieren möchte, ist in diesem Netzwerk richtig. Alle beteiligten Akteure bringen sich ein und zeigen sowohl die Chancen als auch den Aufwand, für die Fachkraft und das Unternehmen auf“, erklärt Heike Döpke, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Hannover.
„Auch die zukünftige Einwanderung von Menschen und Fachkräften wird eine wichtige Säule bleiben, um dem Fachkräftemangel zu be­gegnen. Damit Erwerbsmigration tatsächlich funktioniert, braucht es vor allem verlässliche Strukturen, klare Zuständigkeiten und gut ver­netzte Akteure vor Ort. Netzwerke, wie die Fachkräfteallianz, die In­formationen bündeln und Betriebe bei den Verfahren unterstützen, sind dafür ein wichtiger Baustein“, sagt Thomas Gehre, Präsident der Handwerkskammer Hannover.
„Das ,Netzwerk Fachkräfteeinwanderung Hannover‘ ergänzt die er­folgreichen Bemühungen der lokalen Akteur*innen, dem Fachkräfte­mangel in Hannover durch intensive Netzwerkarbeit und Unterstüt­zung der Unternehmen zu begegnen“, hebt Anja Ritschel, Wirt­schafts- und Umweltdezernentin der Landeshauptstadt Hannover, hervor. „Der Fachkräftemangel betrifft die Unternehmen branchen­übergreifend und durch einen gemeinsamen Austausch mit der Fachkräfteallianz können übergreifende Lösungsideen ausgetauscht und vorangetrieben und so wichtige Synergieeffekte erzielt werden.“
Ulf-Birger Franz, Wirtschaftsdezernent Region Hannover: „Der demo­grafische Wandel lässt uns keine Wahl: Langfristig werden jährlich bundes­weit etwa 288.000 zuwandernde Arbeitskräfte benö­tigt, um den Arbeitsmarkt zu stabilisieren. In unserer Region sind es besonders Pflege, IT und Hand­werk, die unter Fachkräftemangel leiden. Das Welcome Center ist unsere Ant­wort darauf – praxisnah, bürokratiearm und direkt an den Bedürfnissen der Unternehmen orientiert.“