Unternehmensinsolvenzen

Unternehmensinsolvenzen in Niedersachsen steigen

Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen in Niedersachsen ist nach Angaben des Landesamtes für Statistik 2025 um 4,7 Prozent auf 1910 gestiegen. Im Vorjahr hatte der Anstieg noch bei 33,5 Prozent gelegen. Ursachen waren wie im Vorjahr unter anderem die konjunkturelle Stagnation, hohe Energiekosten und ein rückläufiger Konsum.
Für Niedersachsen ergibt sich für die einzelnen Wirtschaftsbereiche folgendes Bild: Der Handel stellt mit 342 (Vorjahr: 331) Insolvenzen die größte Gruppe, gefolgt vom Baugewerbe mit 307 (Vj. 345) Insolvenzen. Weitere große Branchen sind die freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen mit 243 (Vj. 230), das Gastgewerbe mit 198 (Vorjahr: 159) Insolvenzen, die sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen mit 158 (Vj. 124) Insolvenzen und das Verarbeitende Gewerbe mit 157 (Vj. 147) Insolvenzen. Mengenmäßig kleinere Wirtschaftsgruppen mit großer Bedeutung sind Gesundheit/Krankenhäuser (81 Insolvenzen; + 13 %) und Immobilien/Wohnungswirtschaft (79 Insolvenzen; + 34 %).
Von den 1910 (Vorjahr: 1824) Unternehmensinsolvenzen in Niedersachsen 2025 waren 12.537 (Vorjahr: 15.522) Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer betroffen. Bei der Betrachtung nach Wirtschaftsbereichen stach erneut das Verarbeitende Gewerbe heraus. Allein in diesem Bereich waren 2025 die Arbeitsplätze von rund 3.200 Personen gefährdet, gefolgt vom Gesundheits- und Sozialwesen (rund 2.200 Personen). In beiden Branchen waren überproportional viele Arbeitsplätze betroffen. Die voraussichtlichen Forderungen aus Unternehmensinsolvenzen beliefen sich auf 4,5 (Vorjahr: 7,3) Mrd. Euro.
Im Bereich der IHK Hannover stieg die Zahl der Unternehmensinsolvenzen 2025 auf 634 Fälle (Vorjahr: 587). Der Zuwachs lag mit einem Plus von 8,0 Prozent über dem Landesdurchschnitt.
Insgesamt zeigt sich, dass die Insolvenzzahlen in Anbetracht der gesamtwirtschaftlichen Stagnation und weiter steigender Kosten für die Unternehmen erwartungsgemäß weiter angestiegen sind. Der historische Vergleich zeigt allerdings, dass dies noch nicht die Rekordhöhen vor 20 Jahren erreicht hat.
Stand: 02.03.2026