DIHK-Hebesatzumfrage 2026: Gewerbesteuer steigt weiter

Die DIHK hat die Ergebnisse der bundesweiten Hebesatzumfrage 2026 veröffentlicht. In die Auswertung flossen die Gewerbesteuerhebesätze von 706 Städten und Gemeinden mit mindestens 20.000 Einwohnern ein. Der einwohnergewichtete Bundesdurchschnitt erhöht sich von 439 auf 441 Prozent.
  • 613 Kommunen hielten ihren Hebesatz konstant, 88 Kommunen erhöhten ihn und lediglich fünf Kommunen senkten ihn.
  • Die Belastungsunterschiede zwischen den Kommunen bleiben erheblich: Die niedrigsten Hebesätze weisen weiterhin Monheim am Rhein und Leverkusen mit jeweils 250 Prozent auf. Die höchsten Hebesätze finden sich in Oberhausen und Mülheim an der Ruhr mit jeweils 580 Prozent.
  • Nordrhein-Westfalen weist mit durchschnittlich 476 Prozent weiterhin die höchste Gewerbesteuerbelastung unter den Flächenländern auf.
  • Die stärksten Einzelanhebungen verzeichneten Hückelhoven (+53 Punkte), Kerpen (+50 Punkte), Königs Wusterhausen (+45 Punkte) sowie Dülmen und Rees (jeweils +44 Punkte).
Die DIHK bewertet die Entwicklung kritisch. Die Gewerbesteuer entwickelt sich zunehmend zu einer stillen Standortbremse. Die DIHK fordert daher strukturelle Reformen der Kommunalfinanzierung und eine bessere Finanzausstattung der Kommunen.
Niedersachsen bleibt im Bundesvergleich bei der Gewerbesteuer im Mittelfeld. Die DIHK-Umfrage 2026 zeigt jedoch auch hier den bundesweiten Trend: Kommunen stehen unter finanziellem Druck, sodass Hebesatzerhöhungen deutlich häufiger vorkommen als Senkungen.
Die vollständigen Ergebnisse der DIHK-Hebesatzumfrage 2026 mit detaillierten Ergebnissen für alle Bundesländer sind abrufbar unter:

Stand: 13.10.2026