Förderung

Hilfsprogramm: 5 Mrd. Euro für energieintensive Industrie startet

Die Unterstützung von Unternehmen mit sehr hohen Energiezahlungen läuft jetzt an. Anträge beim Bundesamt für Ausfuhrkontrolle (BAFA) sind seit dem 15. Juli 2022 möglich.
Grundsätzlich wird ein Teil der Erdgas- und Stromkosten von Februar bis September 2022 bezuschusst, soweit sich der Preis im Vergleich zum Durchschnittspreis 2021 mehr als verdoppelt hat. Bedingung: Die Branche ist auf der KUEBLL-Liste und der Betrieb hat mindestens 3 Prozent Energiekosten.
Der Antrag muss bis zum 31. Dezember 2022 gestellt sein.
Die Grundförderung beträgt maximal 30 Prozent der gestiegenen Kosten bis zu einer Höhe von 2 Mio. Euro. Mehr erhalten Firmen, die zudem einen Betriebsverlust nachweisen und noch einmal mehr erhalten besonders energieintensive Branchen auf der EU-Liste des Temporary Crisis Framework (unter anderem Chemie, Glas, Stahl, Metalle, Keramik).
  • Erdgas wird in den Fördermonaten Juli bis September nur bis zu 80 Prozent derjenigen Menge bezuschusst, die das Unternehmen im gleichen Vorjahreszeitraum verbraucht hat.
  • Die Grundförderung wird im Juli für die restliche Laufzeit des Programms einmalig um 10 Prozentpunkte abgeschmolzen.
  • Erste Abschlagszahlung von 80 Prozent ist innerhalb von wenigen Wochen nach Antragstellung - auch für erst zukünftig erwartete Kosten - möglich.
Das Zuschussprogramm ergänzt die seit Ende April bzw. Anfang Mai laufenden KfW-Kredite, Bund-Länder-Bürgschaftsprogramme und seit dem 17. Juni 2022 Margining-Absicherungen. Es hat ein Volumen von 5 Mrd. Euro.
 
Stand: 16.11.2022