Handel

Digitalisierung

Die Digitalisierung im Handel nimmt deutlich an Fahrt auf und führt zu tiefgreifenden Veränderungen.
Viele Händlerinnen und Händler haben in den vergangenen Jahren – insbesondere wegen der Corona-Pandemie und der damit in Verbindung stehenden Lockdowns – die Chance ergriffen, ihr digitales Standbein auszuweiten oder sich in Sachen Digitalisierung gänzlich neu aufzustellen. Hier geht es nicht nur um den E-Commerce, den Onlinehandel, um Vertrieb über „Click & Collect“-Angebote, möglicherweise einen eigenen Webshop, um Präsenz auf Marktplätzen und Plattformen. Vielmehr geht es um die Sichtbarkeit des Unternehmens und seines Produktportfolios im Netz, um Kundenansprache und Kundenkommunikation über alle Kanäle – und somit nicht nur über die eigene mobil optimierte Website, deren Auffindbarkeit im Netz durch Künstliche Intelligenz (KI) vor neuen Herausforderungen steht, sondern – dort, wo sinnvoll und machbar – über den Webshop, aber auch über Social Media-Kanäle wie Instagram, LinkedIn, YouTube, WhatsApp oder Facebook. Auch auf der Verkaufsfläche selbst können digitale Instrumente z. B. im Kundengespräch („verlängertes Regal“ über Hersteller- oder Lageranbindung per Tablet oder Smartphone) oder zur Kundeninformation (Kioskterminals) eingesetzt werden. Auch eine schnelle und verlässliche Produktauffindbarkeit und verlässliche Echtzeit-Produktverfügbarkeit mit transparent kommunizierten Preisen gewinnen immer mehr an Bedeutung. Durch KI ergeben sich in vielen Unternehmensbereichen neue Chancen und Herausforderungen.

Umfragen – Studien – Good Practice

Förderprogramme Digitalisierung

I. Mittelstand-Digital (BMWE)
Mit dem Förderschwerpunkt Mittelstand-Digital unterstützt das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) seit 2011 kostenfrei die sichere und nachhaltige digitale Transformation von KMU.
Im Zeitraum zwischen 2020 und 2023 wurde der Förderschwerpunkt durch das Investitionszuschussprogramm „Digital Jetzt“ ergänzt, das Ende 2023 ausgelaufen ist.
Mit den aktuellen Unterstützungsangeboten von Mittelstand-Digital sollen KMU – einschließlich Start-ups und Handwerksbetriebe – umfassend zu den drei Themensäulen Digitalisierung, KI und Cybersicherheit sensibilisiert, informiert und qualifiziert werden. Der Förderschwerpunkt Mittelstand-Digital besteht aus zwei Initiativen.

1. Netzwerk der Mittelstand-Digital Zentren
Die Zentren im bundesweiten Mittelstand-Digital Netzwerk unterstützen KMU, das Handwerk sowie Start-ups anbieterneutral und kostenlos zu Themen rund um die Digitalisierung und KI. Das Netzwerk wird ab 2024 auf Künstliche Intelligenz fokussiert. Wegen des vielseitigen Anwendungsbereichs von KI, der auf der Verfügbarkeit von qualitativ hochwertigen Daten beruht, kann hierdurch eine breite Wirkung erzielt werden. Durch den Einsatz von KI-Anwendungen können KMU zudem dem zunehmenden Fachkräftemangel wirksam begegnen.
Das Netzwerk der Mittelstand-Digital Zentren adressiert bereits jetzt die Themenbereiche digitale Strategien der KMU, datenbasierte Wirtschaft, vernetzte Wertschöpfungsökosysteme, digitale Plattformen, neue Geschäftsmodelle und KI-Services. Zukünftig wird das Netzwerk stärker auf KI-Readiness ausgerichtet. Konkret bedeutet dies eine Fokussierung auf die Verfügbarkeit und Aufbereitung von hochwertigen Daten sowie den Einsatz von KI-Anwendungen in KMU ab dem Jahr 2024. Die Nutzbarmachung von Daten mit verschiedensten Technologien (bspw. Sensorik, Robotik etc.) hat gerade auch unter Nachhaltigkeitsaspekten (Ressourcen- und CO2-Einsparung etc.) eine große Relevanz. Die Zentren werden den KMU Orientierung zu allen KI-relevanten Themen bieten, diese qualifizieren und mittels Demonstratoren die konkreten Möglichkeiten von KI aufzeigen. Sie werden auch weiterhin als „One-Stop-Shop“ im Netzwerk agieren. Aufgrund der stärkeren Fokussierung auf KI wird ab dem Jahr 2024 bei den Zentren in der Verlängerungsphase das bestehende KI-Trainer-Programm ausgebaut und vertieft.
Kontakt:
DLR Projektträger, Dr. Sven Nußbaum, Tel.: +49 2 28/3821-2390, Mail: mittelstand-digital@dlr.de

2. Initiative IT-Sicherheit in der Wirtschaft
Die Initiative IT-Sicherheit in der Wirtschaft wurde bereits 2013 ins Leben gerufen und ist seit 2017 eine wesentliche Säule von Mittelstand-Digital. Die Initiative unterstützt KMU, Start-ups und das Handwerk mit konkreten kostenfreien und breitenwirksamen Hilfsangeboten dabei, ihre IT- und Cybersicherheit zu verbessern, und bietet erste Hilfe im Falle eines Cyberangriffs.
Die Transferstelle Cybersicherheit im Mittelstand ist das zentrale Projekt der Initiative. Als erste Anlaufstelle für Fragen der IT- und Cybersicherheit verfügt sie über ein weit verzweigtes Partnernetzwerk, zu dem auch die Mittelstand-Digital Zentren gehören. Mit praxisnahen Informations- und Unterstützungsangeboten hilft die Transferstelle Unternehmen dabei, Cyberbedrohungen wirksam zu begegnen und ihre IT- und Cybersicherheit nachhaltig zu stärken. Kostenfreie Tools, Schulungen und Lernangebote ermöglichen eine ganzheitliche Unterstützung – von der Prävention über die Detektion bis hin zur Reaktion auf Cyberattacken. Weiterhin werden im Rahmen sogenannter Fokusprojekte verschiedene Angebote gefördert, die Unternehmen helfen sollen, ihr Cybersicherheitsniveau zu erhöhen, regulatorische Anforderungen zu erfüllen und sich gegen die Risiken der digitalen Welt zu schützen. Die aktuelle Themenveröffentlichung für Fokusprojekte zu IT- und Cybersicherheit finden Sie hier.
Auf der Website von Mittelstand-Digital (Mittelstand Digital | Startseite) finden Sie auch Links zur Transferstelle Cybersicherheit, zum Netzwerk der European Digital Innovation Hubs in Deutschland, zu Demonstrationsorten und zu Praxisbeispielen.

II. BAFA-Förderprogramm „Förderung von Unternehmensberatungen für KMU“
Unter dem Titel „Förderung von Unternehmensberatungen für KMU“ BAFA - Unternehmensberatung können am Markt bestehende kleine und mittlere Unternehmen (KMU) einen Zuschuss zu den Kosten einer Unternehmensberatung erhalten, der es ihnen erleichtern soll, externen Rat in Anspruch zu nehmen, um ihr Unternehmerpotenzial und ihre Handlungskompetenzen zu vertiefen. Auch zu digitalen Maßnahmen. Die Förderrichtlinie gilt für alle ab dem 1. Januar 2023 gestellten Zuschussanträge. Innerhalb der Geltungsdauer der Förderrichtlinie (bis 31. Dezember 2026) kann jedes förderberechtigte Unternehmen maximal fünf in sich abgeschlossene Beratungen gefördert bekommen, jedoch nicht mehr als zwei pro Jahr. Ausschlaggebend ist hierbei der Zeitpunkt der Antragstellung.
Die Antragstellung, die Einreichung des Verwendungsnachweises (Antragstellung bis 19.08.2024) bzw. des Verwendungsnachweises (Antragstellung ab 20.08.2024) sowie das Hochladen zusätzlicher Unterlagen (Upload-Bereich) ist über das jeweilige Online-Portal möglich.

Zum 01.01.2023 hat die BAFA die Richtlinien für das Förderprogramm "Unternehmerisches Know-How" erneuert. Unter dem Titel „Förderung von Unternehmensberatungen für KMU“ können am Markt bestehende kleine und mittlere Unternehmen (KMU) einen Zuschuss zu den Kosten einer Unternehmensberatung erhalten, der es ihnen erleichtern soll, externen Rat in Anspruch zu nehmen, um ihr Unternehmerpotential und ihre Handlungskompetenzen zu vertiefen. Auch zu digitalen Maßnahmen.

Überblick Digitalisierung/Digitale Wirtschaft

Die IHK informiert zur IT-Sicherheit und zum Datenschutz.
  • IT-Sicherheit
  • Datenschutz

Externe Links


Stand: 07.04.2026