IHK-Umfrage zeigt: Duales Studium stärkt Arbeitgeberattraktivität
Eine aktuelle Auswertung der IHKs aus Niedersachsen und Bremen zeigt: Das duale Studium ist ein hervorragendes Mittel, um die Arbeitgeberattraktivität und die Fachkräftesicherung zu stärken.
Weitere Ergebnisse des Impulspapiers „Duales Studium: Gesteigerte Arbeitgeberattraktivität durch gezielte Nachwuchsförderung“
Das duale Studium ist für viele Unternehmen in Niedersachsen und Bremen ein wichtiger Baustein, um qualifizierte Nachwuchskräfte zu gewinnen, frühzeitig an den Betrieb zu binden und den Fachkräftebedarf nachhaltig zu sichern.
Das duale Studium besitzt dort, wo es eingesetzt wird, einen hohen strategischen Stellenwert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Arbeitgeberattraktivität. Somit ist das duale Studium weit mehr als ein hervorragendes Bildungsangebot, bei dem ein Studium eng verzahnt wird mit praktischen Erfahrungen im Unternehmen. Es ist ein wirksames Instrument, um Betriebe für leistungsstarke Nachwuchskräfte attraktiv zu machen und Fachkräfte langfristig zu sichern.
Besonders deutlich wird der Nutzen des dualen Studiums beim Blick auf die Beweggründe der Unternehmen. Für über 80 Prozent der Unternehmen, die das duale Studium anbieten oder Interesse daran haben, ist die Stärkung der Arbeitgeberattraktivität ein zentraler Grund für das Angebot dualer Studiengänge. Damit steht dieser Aspekt noch vor der Deckung des Fachkräftebedarfs durch praxisnahe passgenaue Qualifizierung nach Unternehmensanforderungen, der von 74 Prozent der niedersächsischen und 69 Prozent der Bremer Unternehmen als wichtig genannt wurde.
Für mehr als die Hälfte der Unternehmen, die am dualen Studium interessiert sind oder dies bereits im Portfolio haben, ist das duale Studium ein wirksames Instrument der Personalgewinnung. Dual Studierende werden frühzeitig in betriebliche Abläufe integriert und wirken häufig schon während ihres Studiums an anspruchsvollen Projekten mit. Gleichzeitig trägt die enge Zusammenarbeit mit Hochschulen zum Wissenstransfer und zur Innovationsfähigkeit der Unternehmen bei.
Neben den zahlreichen Vorteilen gibt es aus Sicht der Unternehmen auch Herausforderungen. Die größte Hürde sehen sie in begrenzten internen Ressourcen. 50 Prozent der niedersächsischen und 46 Prozent der Bremer Unternehmen nennen insbesondere den zusätzlichen organisatorischen Aufwand, Betreuungskapazitäten und Kosten als Herausforderung. Weitere Themen sind die Gewinnung geeigneter Bewerberinnen und Bewerber sowie die Verfügbarkeit passender Studienangebote.
Die Ergebnisse machen deutlich, dass hier große Entwicklungspotenziale bestehen. Mehr Transparenz über alle bestehenden Angebote, eine Vereinfachung oder Flexibilisierung des dualen Studiums, unterstützende Rahmenbedingungen sowie eine noch engere Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Hochschulen könnten dazu beitragen, die Nutzung dualer Studiengänge weiter auszubauen.
Das Impulspapier „Duales Studium: Gesteigerte Arbeitgeberattraktivität durch gezielte Nachwuchsförderung“ der IHK Niedersachsen und der HK Bremen mit den gesamten Ergebnissen sowie entsprechenden Schlussfolgerungen und Handlungsempfehlungen steht auf der IHKN-Website zum kostenfreien Download zur Verfügung.
Über das Impulspapier
Die niedersächsischen Industrie- und Handelskammern sowie die Handelskammer Bremen haben in die diesjährige IHK-Ausbildungsumfrage, die im Mai online durchgeführt wurde, zum ersten Mal Fragen zum dualen Studium integriert. An diesen Zusatzfragen haben sich insgesamt 1.921 Unternehmen beteiligt.
Stand: 28.09.2026
