Presseinformation Neujahrsempfang der Wirtschaft 2026

Halle (Saale), 14. Januar 2026. Mit einem klaren Signal für Zusammenhalt und Aufbruch startete die Wirtschaft im Süden Sachsen-Anhalts heute zusammen mit dem Bundeskanzler Friedrich Merz ins neue Jahr.
Beim Neujahrsempfang von Industrie- und Handelskammer Halle-Dessau (IHK) und Handwerkskammer Halle (HWK) in Halle (Saale) setzten deren Präsidenten, Sascha Gläßer und Thomas Keindorf, gleich zu Beginn den Schwerpunkt des Abends: Angesichts der großen Herausforderungen, die Wirtschaft wieder zu mehr Wettbewerbskraft zurückzuführen und damit die aktuelle Krise zu überwinden, sei es nötig, sich auf den Geist der Wendejahre zurückzubesinnen und Probleme klar zu benennen, um gemeinsam nach Lösungen zu suchen.
Beide Präsidenten würdigten in diesem Zusammenhang die von ihnen vertretenen 70.000 Unternehmerinnen und Unternehmer mit ihren Belegschaften. Sie hätten in 35 Jahren gezeigt, wie ein enormer Wohlstands- und Wachstumsgewinn erzielt werden kann. Die aktuell hohe Grundunzufriedenheit in der Bevölkerung sei Ausdruck der Erkenntnis, dass das mühsam Aufgebaute jetzt auf dem Spiel stehe. Das werde im Alltag immer sichtbarer. Viele Firmen kämpften mit sinkender Nachfrage, steigenden Kosten und damit verbundenen Liquiditätsproblemen. Hinzu kämen hohe Energie- und Rohstoffkosten und ein akuter Fachkräftemangel.
Es sei gute Tradition beider Kammern, konkrete Kritik mit eigenen Lösungsvorschlägen zu verbinden. Deshalb bildet der Neujahrsempfang auch den Auftakt der IHK-Standortkampagne 2026 “Unsere Wirtschaft - stark vor Ort!”. Die Standortkampagne zeigt, wie Unternehmen und ihre Belegschaften in Sachsen-Anhalt jeden Tag unseren Wohlstand erwirtschaften und was nötig ist, um Erreichtes zu sichern und wieder zu wachsen.
Die Handwerkskammer Halle setzt auf regionaler Ebene die bundesweite Handwerkskampagne, die unter dem Claim „Wir können alles, was kommt.“ fort, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken und Nachwuchs zu gewinnen.
Dass es zur Lösung der aktuellen Probleme vor allem eine Brücke zwischen Bundes- und Landespolitik braucht, verdeutlichte das Programm des Neujahrsempfangs: Der Einladung der gewerblichen Kammern in die Georg-Friedrich-Händel-Halle in Halle (Saale) waren über 800 Gäste aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft, Verwaltung und Medien gefolgt.
Bundeskanzler Friedrich Merz, Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff sowie Wirtschaftsminister Sven Schulze stellten sich in ihren Beiträgen der öffentlichen Kritik und skizzierten in Redebeiträgen und einer Podiumsdiskussion ihre Vorstellungen dazu, wie Deutschland und Sachsen-Anhalt wirtschaftliche Stärke in Zeiten von Transformation und globalem Wettbewerb zurückgewinnen können.
In der Gesprächsrunde mit Bundeskanzler Merz, Wirtschaftsminister Schulze sowie den Präsidenten Gläßer und Keindorf wurden die drängendsten Fragen der Wirtschaft offen diskutiert. Die Gastgeber hatten eine klare Botschaft: Der Standort hat viel erreicht – neue Industrie, starke Mittelständler, internationale Investoren. Doch die Rahmenbedingungen müssen stimmen, damit dieser Erfolg nicht aufs Spiel gesetzt wird und Reformen endlich mutig angegangen werden.
„Wer sich dem jetzt verweigert, beraubt uns unserer zukünftigen Handlungsfähigkeit. Was wir jetzt brauchen, sind weniger Bürokratie, verlässliche Entscheidungen, bezahlbare Energie und Planungssicherheit“, so Thomas Keindorf, Präsident der HWK.
IHK-Präsident Sascha Gläßer ergänzte: „Leistungsfähigkeit und wirtschaftliche Vernunft sind die Grundlagen für den Wohlstand von morgen. Dafür werden wir weiter den Dialog mit der Politik suchen.“
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