IHK-Jahresbericht 2023
Nr. 6136126
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Vielfältiger, digitaler, individueller!

Weiterbildung ist ein wichtiger Schlüssel für die Fachkräftesicherung. Die Unternehmen in der Region finden das Angebot ausbaufähig. Die IHK-Vollversammlung hat Handlungsempfehlungen für die Beteiligten.
Den Impuls dafür gab die IHK-Weiterbildungsumfrage 2022. In der beklagt fast jedes fünfte regionale Unternehmen, geeignete Weiterbildungsangebote zu finden sei schwer. Weitere 17 Prozent bewerteten die Förderangebote als zu kompliziert. Das sind zwei Ergebnisse, die den Handlungsbedarf sichtbar machen. Im Dialog mit Bildungsdienstleistern hat die IHK Handlungsempfehlungen entwickelt. Gezielt angesprochen werden dabei drei Akteursgruppen.

Bildungsdienstleistern wird empfohlen

Präsenz, digital oder hybrid – alle Formen sind weiterzuentwickeln und zu erproben.
Weiterbildungen zu IT-Kenntnissen, zum digitalen Arbeiten und zu digitalen Kompetenzen werden immer stärker nachgefragt. Sie sollten ausgebaut werden.
Zwischen 30 und 120 Minuten sollten digitale Angebote dauern, damit sie gut angenommen werden.

Unternehmen wird empfohlen

Entsprechende Angebote für – beispielsweise lernschwache – Azubis vor und während der Ausbildung können einen erfolgreichen Berufsabschluss unterstützen und zudem digitale Kompetenzen vermitteln.
Struktur- und demografischer wie digitaler Wandel erfordern das stete Anpassen beruflicher Qualifikationen. Ein Weiterbildungskonzept – idealerweise unter Nutzung vorhandener Beratungsangebote – hilft, Personalentwicklung nachhaltig zu gestalten.
Finanzielle Anreize, Freistellungen oder Mentoring-Angebote – das Nutzen der gesamten Bandbreite von Unterstützungen steigert die Bereitschaft der Mitarbeiter zur Weiterbildung.

Behörden/Politik wird empfohlen

Die starre 120-Stunden- Regelung pro Maßnahme flexibler handhaben und Abschlüsse breiter gestalten.
Mehr Transparenz in Finanzierungsmodelle und -instrumente bringen, zentrale Ansprechpartner von der Beantragung bis zur Abrechnung bei minimaler Bürokratie.
Übersichtliche Anzahl an Förderprogrammen schaffen, die auf maximal viele Zielgruppen zugeschnitten werden können.
Bildungsträgern ermöglichen, auch Maßnahmen der Arbeitsagenturen und Jobcenter anzubieten; Finanzierbarkeit sichern.
Da weiterbilden, wo es gerade angeboten wird: Formate sind – auch über Bezirke der Arbeitsagenturen hinweg – flexibel nutzbar zu machen.
Arbeitsplätze im Niedriglohnsektor konkurrieren mit Arbeitslosen- und Bürgergeld. Hier müssen Vorteile von Maßnahmen, die in Arbeit führen, stärker bekannt gemacht und die wenigen noch möglichen Sanktionen konsequent genutzt werden.
Die Weiterbildung stärken heißt die Qualifikation heben – und das nützt letztlich sowohl Betrieben wie Beschäftigten. Diese Investition wird sich lohnen!“
Die kompletten zwölf Handlungsempfehlungen zur Fachkräftesicherung mittels Weiterbildung finden interessierte Unternehmer unter: www.ihk.de/halle, Nr. 5593414
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