SIHK kritisiert den kurzzeitigen Wegfall des Fernverkehrs zwischen Hagen und Berlin
Die Südwestfälische Industrie- und Handelskammer zu Hagen (SIHK) blickt kritisch auf den angekündigten Wegfall des Fernverkehrs zwischen Hagen und Berlin von Februar bis Mai. Als Grund nannte die Deutsche Bahn Bauarbeiten an der Eisenbahnüberführung „Bergische Straße“ in Schwerte. Da diese nun parallel zur laufenden Generalsanierung der Strecke Köln–Wuppertal–Hagen durchgeführt werden, kommt diese zusätzliche Einschränkung aus Sicht der regionalen Wirtschaft zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt.
„Die gleichzeitige Umsetzung beider Baumaßnahmen vergrößert die negativen Auswirkungen erheblich. Hagen ist in diesem Zeitraum sowohl in Richtung Süden als auch in Richtung Norden massiv verkehrlich auf der Schiene eingeschränkt. Hagen und der Hauptbahnhof mit seiner Anbindung an das Fernverkehrsnetz der Bahn haben eine oberzentrale Funktion. Die Sperrungen wirken weit in die Region hinein“, sagt Stefan Nickel, Teamleiter ‚Standort und Infrastruktur‘ bei der SIHK.
Das Kernproblem liegt aus Sicht der SIHK in der mangelnden Koordinierung der Maßnahmen. Dass beide Einschränkungen nun zeitgleich stattfinden, ist aus Sicht der Wirtschaft nicht nachvollziehbar. Dem Hagener Hauptbahnhof kommt darüber hinaus eine besondere Bedeutung zu. Er bindet die Region an das ICE- und Fernverkehrsnetz der Deutschen Bahn an. Diese Fernverkehrsanbindung ist Voraussetzung für schnelle Geschäftsreisen sowie eine gute überregionale Erreichbarkeit und damit ein wichtiger Standortfaktor für Unternehmen.
Für die regionale Wirtschaft ist entscheidend, dass Hagen langfristig als leistungsfähiger Fernverkehrsstandort gesichert wird. Die Unternehmen in Südwestfalen setzen darauf, dass der Verkehrsknoten Hagener Hauptbahnhof nach Abschluss der Bauarbeiten weiterhin attraktiv und mindestens in dem Umfang wie bisher in das Fernverkehrsnetz der Deutschen Bahn eingebunden bleibt.
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