Nr. 7956
Aktuelle SIHK-Pressemeldungen

Aktuelle Pressemeldungen

Zum offiziellen Erhebungsstichtag 30. September verzeichnet die Südwestfälische Industrie- und Handelskammer zu Hagen (SIHK) 2.410 neu eingetragene Ausbildungsverträge in Hagen, dem Märkischen Kreis und dem Ennepe-Ruhr-Kreis. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einem Rückgang von rund neun Prozent.
Bei den gewerblich-technischen Ausbildungsberufen wurden mit 925 Verträgen rund zehn Prozent weniger neue Ausbildungsverhältnisse abgeschlossen als im Vorjahr. Im kaufmännischen Bereich liegt der Rückgang mit 1.485 Verträgen bei neun Prozent.
„Die schwache wirtschaftliche Entwicklung hinterlässt auch auf dem Ausbildungsmarkt Spuren. Das Minus von neun Prozent ist spürbar, angesichts der schwierigen konjunkturellen Lage aber kein Einbruch“, sagt Thomas Haensel, SIHK-Geschäftsbereichsleiter ‚Menschen bilden‘.

Ausbildungsmarkt bleibt in Bewegung

Die Ursachen für den Rückgang sind vielschichtig. Die angespannte wirtschaftliche Lage und die damit verbundene Unsicherheit führen dazu, dass Unternehmen Investitionen zurückstellen, Personalplanungen überprüfen und teilweise auch ihr Ausbildungsangebot reduzieren. Gleichzeitig gelingt es weiterhin nicht, alle angebotenen Ausbildungsplätze zu besetzen.
Die aktuelle SIHK-Ausbildungsumfrage zeigt dieses Spannungsfeld: Mehr als jeder vierte angebotene Ausbildungsplatz blieb zuletzt unbesetzt. In rund drei Viertel dieser Fälle waren fehlende oder nicht geeignete Bewerbungen ausschlaggebend. Gleichzeitig planen 38 Prozent der befragten Unternehmen, künftig weniger Ausbildungsplätze anzubieten.
„Wir haben deshalb nicht nur eine konjunkturelle Herausforderung, sondern weiterhin ein Passungsproblem“, betont Haensel. „Junge Menschen suchen eine berufliche Perspektive und gleichzeitig finden Unternehmen für ihre Ausbildungsplätze nicht die passenden Bewerberinnen und Bewerber. Hier müssen beide Seiten noch besser zusammenfinden.“

Chancen nutzen statt auf die perfekte Bewerbung warten

Sandra Schäfer, SIHK-Teamleiterin ‚Ausbildungsberatung und Projekte‘, betont zugleich die hohe Bereitschaft vieler Ausbildungsbetriebe, jungen Menschen eine Chance zu geben: „Eine Bewerbung muss nicht auf dem Papier perfekt sein. Viele Unternehmen schauen sehr genau darauf, welches Potenzial und welche Motivation jemand mitbringt. Praktika, persönliche Gespräche und direkte Kontakte zu Betrieben können deshalb Türen öffnen, die allein über Zeugnisnoten vielleicht verschlossen geblieben wären.“
Auch innerhalb des SIHK-Bezirks entwickelt sich der Ausbildungsmarkt unterschiedlich. In Hagen wurden zum Stichtag 491 neue Ausbildungsverträge registriert, ein Minus von 12,3 Prozent. Im Märkischen Kreis liegt die Zahl bei 1.129 Verträgen und damit 12,1 Prozent unter dem Vorjahreswert. Deutlich stabiler zeigt sich die Entwicklung im Ennepe-Ruhr-Kreis: Hier wurden 790 neue Ausbildungsverträge eingetragen, 3,9 Prozent weniger als im Vorjahr.

Ausbildung bleibt Investition in die Zukunft

Trotz rückläufiger Vertragszahlen bleibt die duale Ausbildung für Unternehmen ein wichtiger Weg, den eigenen Fachkräftenachwuchs zu sichern. Für junge Menschen bietet sie den direkten Einstieg ins Berufsleben und vielfältige Möglichkeiten, sich beruflich weiterzuentwickeln. „Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten dürfen wir Ausbildung nicht nur aus der Perspektive des aktuellen Ausbildungsjahres betrachten“, so Haensel und ergänzt: „Wer heute ausbildet, investiert in die Fachkräfte, die in wenigen Jahren gebraucht werden. Und für junge Menschen bleibt die duale Ausbildung ein Karriereweg mit hervorragenden Entwicklungs- und Aufstiegsmöglichkeiten.“
Bei der Vermittlung unterstützen die Beraterinnen im SIHK-Projekt ‚Passgenaue Besetzung‘ Unternehmen und Ausbildungsinteressierte dabei, zueinanderzufinden. Ansprechpartnerinnen sind Petra Gregg und Elisabeth Meßner unter Telefon 02331 390-301 und –303 oder per E-Mail an passgenauebesetzung@hagen.ihk.de.
Die Südwestfälische Industrie- und Handelskammer zu Hagen (SIHK) hat den neuen Technischen Direktor von Straßen.NRW, Christoph Jansen, zu einem ersten gemeinsamen Austausch in Hagen empfangen. Im Mittelpunkt des Gesprächs standen die aktuelle Situation der Straßeninfrastruktur in Südwestfalen, die Umsetzung des Sonderprogramms Straßeninfrastruktur Südwestfalen sowie die weitere Zusammenarbeit bei zentralen Infrastrukturthemen der Region.
„Vielen Dank an Christoph Jansen für den offenen und konstruktiven Austausch. Das Sonderprogramm für die durch die A45-Sperrung über Jahre stark belasteten Ausweichstrecken war eine gute und wichtige Nachricht für unsere Region. Jetzt müssen die vorgesehenen Sanierungen aber auch so schnell wie möglich umgesetzt werden. Gleichzeitig brauchen wir bei Problemlagen wie der Lennebrücke der B236 in Nachrodt-Wiblingwerde eine verlässliche Perspektive, die den Unternehmen in der Region Sicherheit gibt“, betont SIHK-Vizepräsident Marc Simon, zugleich Vorsitzender des SIHK-Verkehrsausschusses.
„Eine leistungsfähige und verlässliche Straßeninfrastruktur ist für unsere Unternehmen eine zentrale Voraussetzung, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Erreichbarkeit und funktionierende Transportwege müssen gewährleistet sein. Deshalb ist es wichtig, dass Wirtschaft und Straßen.NRW im engen Austausch bleiben“, unterstreicht Gudrun Winner-Athens, Ehrenmitglied der SIHK-Vollversammlung.
Im Fokus standen darüber hinaus die Baustellenkoordination und die stärkere Nutzung digitaler Informationssysteme durch die Kommunen. Die SIHK möchte gemeinsam mit Straßen.NRW und der Landesverkehrszentrale NRW darauf hinwirken, weitere Kommunen für den Übergang zu TIC-Kommunal zu gewinnen. Ziel ist es, Baustellen frühzeitiger sichtbar zu machen, Maßnahmen unterschiedlicher Straßenbaulastträger besser aufeinander abzustimmen und vermeidbare zusätzliche Verkehrsbelastungen zu verhindern.
Die SIHK wird den engen Austausch mit Straßen.NRW fortsetzen und dabei an die konstruktive Zusammenarbeit der vergangenen Jahre fortführen.
Auch nach dem offiziellen Start des Ausbildungsjahres gibt es im Bezirk der Südwestfälischen Industrie- und Handelskammer zu Hagen (SIHK) noch zahlreiche Chancen für einen Einstieg in die duale Ausbildung. Allein über das SIHK-Projekt „Passgenaue Besetzung“ sind aktuell rund 200 Ausbildungsstellen in Hagen, dem Märkischen Kreis sowie dem Ennepe-Ruhr-Kreis zu besetzen. Zu den am häufigsten angebotenen Ausbildungsberufen zählen Industriekaufleute, Fachlageristen sowie Maschinen- und Anlagenführer. Gleichzeitig können Unternehmen auch jetzt noch neue Ausbildungsstellen für das bereits begonnene Ausbildungsjahr melden.
Die SIHK ermutigt deshalb Jugendliche, die bislang noch keinen Ausbildungsplatz gefunden oder sich erst spät für eine Ausbildung entschieden haben, ihre Chancen zu nutzen.
„Bis zu den Herbstferien wird noch viel Bewegung auf dem Ausbildungsmarkt sein. Für Jugendliche lohnt es sich deshalb, auch jetzt weiterzusuchen und auf Betriebe zuzugehen. Gleichzeitig möchten wir Unternehmen ermutigen, uns auch jetzt noch zusätzliche Ausbildungsplätze für das laufende Ausbildungsjahr zu melden. Jeder Ausbildungsplatz zählt und ist eine Investition in die eigene Fachkräftesicherung“, sagt Thomas Haensel, Leiter des SIHK-Geschäftsbereichs ‚Menschen bilden‘.
Dass Betriebe weiterhin Nachwuchs suchen, zeigt auch die aktuelle Ausbildungsumfrage der SIHK. Mehr als jeder vierte Ausbildungsplatz blieb im vergangenen Ausbildungsjahr bei den 149 befragten Unternehmen unbesetzt. Die Gewinnung geeigneter Auszubildender gehört damit weiterhin zu den großen Herausforderungen für die heimischen Unternehmen.
Unterstützung bietet die SIHK mit dem Projekt „Passgenaue Besetzung“. Die Beraterinnen bringen Jugendliche und Unternehmen gezielt zusammen und unterstützen Betriebe bei der Besetzung ihrer freien Ausbildungsplätze. Weitere Ausbildungsangebote finden Jugendliche über ausbildung.nrw. Das Matching-Team der SIHK ist telefonisch unter 02331 390-301 beziehungsweise 02331 390-303 sowie per E-Mail an petra.gregg@hagen.ihk.de und elisabeth.messner@hagen.ihk.de erreichbar.
Die Südwestfälische Industrie- und Handelskammer (SIHK) zu Hagen bietet am Donnerstag, 15. Oktober, einen Sprechtag zur Unternehmensbewertung an. Anmeldeschluss ist der 8. Oktober.
„Wir erleben häufig, dass gute Gespräche ins Stocken geraten, weil die Preisvorstellungen weit auseinanderliegen“, sagt Knut Schneider, Nachfolgeexperte der SIHK zu Hagen. „Einen einzig ‚richtigen‘ Unternehmenswert gibt es nicht. Entscheidend ist, dass beide Seiten die Bewertungslogik nachvollziehen können – dann wird aus einer Vorstellung ein verhandelbarer, tragfähiger Preis.“
In den kommenden Jahren stehen in der Region viele Unternehmen vor einem Generationswechsel – häufig altersbedingt. Damit eine Übergabe gelingt, müssen Verkäufer- und Käuferseite frühzeitig dieselbe Sprache sprechen: Welche Substanz hat der Betrieb? Welche Ertragskraft ist realistisch? Und welcher Kaufpreis ist unter den gegebenen Rahmenbedingungen fair und finanzierbar?
Gerade an dieser Stelle kommt es in Nachfolgeprozessen immer wieder zu Missverständnissen. Übergebende verbinden mit dem Lebenswerk oft andere Erwartungen als potenzielle Nachfolger – zugleich brauchen Übernehmende eine belastbare Grundlage für Finanzierungsgespräche mit Banken und Förderinstituten. Eine fundierte Unternehmensbewertung kann helfen, unterschiedliche Perspektiven zusammenzuführen und Verhandlungen sachlich zu führen.
Mitgliedsunternehmen können in persönlichen Einzelgesprächen ihre Fragen zur Bewertung, zu wertbestimmenden Faktoren und zur Vorbereitung von Verhandlungen klären. Dafür stehen Dr. Felix Höppe, öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für Unternehmensbewertung, sowie ein erfahrener IHK-Nachfolgeberater zur Verfügung. Auf Wunsch können Inhaber und potenzielle Nachfolger auch gemeinsam beraten werden.
Die Beratung ist kostenfrei, die Anzahl der Gesprächstermine ist begrenzt. Weitere Informationen und Anmeldung bei Knut Schneider, Telefon 02331 390-291.
Die Südwestfälische Industrie- und Handelskammer zu Hagen (SIHK) warnt vor zusätzlichen Verkehrseinschränkungen auf dem Märkischen Ring in Hagen. Anlass ist die Beschlussvorlage für die Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung, Wohnen und Verkehr am 24. September. Die Stadtverwaltung schlägt darin vor, im Zuge des Rückbaus der Ebene II zwischen Badstraße und Zehlendorfer Straße temporär eine Umweltspur einzurichten. Dafür sollen die jeweils äußeren Fahrstreifen dem Bus- und Radverkehr vorbehalten werden.
Die SIHK appelliert an die Mitglieder des Ausschusses, der geplanten Maßnahme nicht zuzustimmen. Mit dem Rückbau der Ebene II und der Baumaßnahme an der Badstraßenbrücke stehen ab Anfang 2027 jahrelange Großbaustellen mit erheblichen Auswirkungen auf den Hagener Verkehr bevor.
„In den kommenden Jahren muss es das gemeinsame Ziel aller Akteure sein, Hagen trotz der zahlreichen anstehenden Baustellen, Abriss- und Sanierungsmaßnahmen attraktiv erreichbar zu halten. Dafür kämpfen wir gemeinsam mit der regionalen Wirtschaft seit Monaten. Ausgerechnet jetzt auf einer wichtigen Verkehrsachse Fahrspuren für den motorisierten Individualverkehr wegzunehmen, ist das falsche Signal“, sagt SIHK-Vizepräsident Marc Werner, zugleich auch Vorsitzender des Regionalbeirats Hagen.
Die Erfahrungen auf der Körnerstraße zeigten, wie zusätzliche Einschränkungen in einer ohnehin angespannten Baustellensituation weitere Staus provozieren könnten. Gerade während der jahrelangen Arbeiten an der Ebene II seien leistungsfähige Ausweichrouten und größtmögliche Flexibilität im Verkehrsnetz erforderlich.
Werner betont: „Als Oberzentrum muss Hagen aus der gesamten Region erreichbar bleiben – auch mit dem Auto. Statt die Erreichbarkeit der Innenstadt zu priorisieren, wird der Verkehr künstlich ausgebremst. Die geplante Maßnahme ist für die Erreichbarkeit des Wirtschaftsstandortes ein echter Nackenschlag.“
Die Südwestfälische Industrie- und Handelskammer zu Hagen (SIHK) reagiert auf die Pläne der Stadt Hagen zum Abriss der Ebene 2 in Hagen:
„Hagen handelt! Der Abriss der Ebene 2 und die Neuordnung des gesamten Quartiers sind wichtige Signale für eine positive Stadtentwicklung. Jedoch sind die Belastungen des vor uns liegenden ‚Jahrzehnts der Baustellen‘ sind immens - nicht nur für die unmittelbaren Nachbarn der Brücke, sondern die gesamte Innenstadt“, betont Burkhard Blesel, Vorsitzender des Ausschusses für Handel und Dienstleistungen bei der SIHK.
Er ergänzt: „Eine gute Kommunikation über den Baustellenverlauf und eine sorgsame Koordination mit den Baustellen im gesamten Stadtgebiet sind zwingende Voraussetzungen. Wichtig ist es auch, sehr schnell zu erfahren, wie der Bereich nach der Neugestaltung aussehen wird. Hagen muss – auch mit dem Auto – gut erreichbar bleiben. Gemeinsam mit Handel und Dienstleistern der Innenstadt müssen attraktive Angebote entwickelt werden, die die Innenstadt beleben und trotz der Baustellen zu einem begehrten Treffpunkt machen. Jetzt, wo der Zeitplan steht, müssen dazu die Vorbereitungen unverzüglich beginnen.“