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Nr. 7956
Aktuelle SIHK-Pressemeldungen

Aktuelle Pressemeldungen

Am 12. November laden die Südwestfälische Industrie- und Handelskammer zu Hagen (SIHK), IHK NRW und der Handelsverband Nordrhein-Westfalen von 9 bis 10.30 Uhr zur achten Veranstaltung der Reihe „KI Canapé“ ein. Unter dem Titel „Marketing in der Praxis: KI kreativ serviert“ erfahren Unternehmen, wie sich mit Künstlicher Intelligenz Werbemittel schnell und professionell erstellen lassen. Die Veranstaltung findet digital statt.
Im Mittelpunkt steht die praktische Anwendung KI-gestützter Marketingtools. Lasse Welz von Opict zeigt live, wie mit seiner Software kreative Werbemittel per Knopfdruck entstehen – von Bildern über Videos bis hin zu interaktiven Social-Media-Inhalten. Die Teilnehmenden erleben, wie einfach sich Kampagnenmaterial anpassen und veröffentlichen lässt. Vorgestellt wird unter anderem die automatische Erstellung von Werbebildern und Videos passend zu aktuellen Aktionen. Die Software ermöglicht maßgeschneiderte Lösungen, insbesondere wenn wenig Zeit bleibt oder kurzfristig reagiert werden muss. Darüber hinaus wird gezeigt, wie digitale Werbeanzeigen im Schaufenster („Digital Signage“) automatisch gesteuert werden können – mit wechselnden Motiven, abgestimmt auf Tageszeit, Wetter oder besondere Ereignisse. Auch die direkte Einbindung von Social Media in Kampagnen wird thematisiert, um zusätzliche Reichweite zu erzielen.
„Gerade im Marketing ist Schnelligkeit ein entscheidender Faktor. KI-gestützte Anwendungen helfen Unternehmen, kreative Inhalte effizient zu produzieren und flexibel auf Marktveränderungen zu reagieren“, betont Tobias Prinz, SIHK-Teamleiter Gründung, Unternehmensentwicklung und Digitale Chancen.
Die Teilnahme ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist erforderlich unter events.sihk.de/canape8
Am Dienstag, 10. November, findet in Schwelm ein „Digitaltag“ für den Handel statt. Der Digitalcoach Simon Hecht (Handelsverband NRW – Südwestfalen e. V.) und Tobias Prinz, Handelsexperte der Südwestfälischen Industrie- und Handelskammer zu Hagen (SIHK), bieten an diesem Tag einen kostenlosen Online-Sichtbarkeits-Check direkt vor Ort im Geschäft an. Interessierte Händlerinnen und Händler können sich über www.sihk.de/veranstaltungen anmelden
Im Rahmen individueller 45-minütiger Beratungstermine im Zeitraum von 10 bis 15:45 Uhr analysieren die Experten die digitale Präsenz des jeweiligen Unternehmens und geben konkrete Handlungsempfehlungen. Die Beratung erfolgt direkt im Ladenlokal, eine Vorbereitung ist nicht erforderlich.
Im Fokus stehen unter anderem das Google-Unternehmensprofil, die eigene Website sowie Social-Media-Aktivitäten. Überprüft werden beispielsweise die Auffindbarkeit in lokalen Suchergebnissen, die Benutzer- und Mobilfreundlichkeit der Website sowie Potenziale zur Steigerung von Reichweite und Interaktion in sozialen Netzwerken. Darüber hinaus informieren die Berater über Fördermöglichkeiten und digitale Unternehmensprofile.
„Gerade für den stationären Handel ist die digitale Sichtbarkeit ein entscheidender Erfolgsfaktor. Wer online nicht gefunden wird, verliert potenzielle Kundschaft. Mit dem Digitaltag möchten wir den Händlerinnen und Händlern ganz konkrete und praxisnahe Unterstützung bieten“, betont Tobias Prinz, SIHK-Handelsexperte.
Das Angebot ist Teil des Projekts „Digitalcoach NRW“, das vom Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert wird.
Die seit dem 12. August geltende europäische Verpackungsverordnung, kurz PPWR, stellt viele Unternehmen vor erhebliche praktische und bürokratische Herausforderungen. Die Telefone bei der Südwestfälischen Industrie- und Handelskammer zu Hagen (SIHK) stehen seit Monaten nicht mehr still. Deshalb beteiligt sich die SIHK jetzt an einer bundesweiten Protestaktion und unterstützt betroffene Unternehmen mit Musterbriefen, mit denen sich die Unternehmerinnen und Unternehmen direkt an ihre politischen Vertreter in Brüssel wenden können.
„Die praktische Umsetzung der EU-Verpackungsverordnung führt zu erheblichen organisatorischen und finanziellen Belastungen und gefährdet den grenzüberschreitenden Handel im europäischen Binnenmarkt“, erläutert Frank Niehaus, Verpackungsexperte der SIHK.
Die Verordnung verpflichtet Unternehmen, die Kunden in Europa beliefern, für jedes Land einen eigenen Bevollmächtigten zu beauftragen und sich dort zu registrieren. Diese Registrierung ist aber in allen 27 EU-Mitgliedsstaaten unterschiedlich geregelt. Ebenso umstritten ist die Kennzeichnungspflicht für Verpackungen mit Angaben zu Erzeugern und Vorlieferanten, weil dadurch die Geschäftsbeziehungen offengelegt werden. „Wir rufen alle betroffenen Unternehmen dazu auf, ihre Erfahrungen und Bedenken direkt an die EU-Kommission zu richten, um ein deutliches Zeichen gegen unverhältnismäßige Belastungen zu setzen“, so Niehaus.
Dafür stellt die SIHK Musterschreiben zur Verfügung, die Unternehmen an ihre individuelle Situation anpassen und an die zuständige EU-Kommissarin und an ihre EU-Abgeordneten senden können. Die SIHK ist sich sicher: Je mehr Unternehmen ihre konkreten Erfahrungen aus der betrieblichen Praxis schildern, desto größer ist die Chance, dass die Auswirkungen der PPWR bei weiteren Auslegungen und Umsetzungsmaßnahmen berücksichtigt werden. Denn die Auswirkungen werden derzeit auf EU-Ebene intensiv diskutiert. Auch die Bundesregierung hat sich im September in Brüssel für eine schnelle Anpassung eingesetzt.
Weitere Informationen unter sihk.de/ppwr-aktion
Südwestfalens Wirtschaft kommt aus der Stagnation nicht heraus. Während sich die aktuelle Geschäftslage in Teilen der Wirtschaft geringfügig verbessert hat, bleiben die Erwartungen insgesamt schwach. Auch die Investitions- und Beschäftigungsabsichten kommen nicht in Schwung. Der Konjunkturklimaindex steigt gegenüber dem Frühjahr zwar leicht von 88 auf 91 Punkte, bewegt sich aber seit drei Jahren auf schwachem Niveau.

Bessere Lage, aber keine neue Dynamik

In der Gesamtwirtschaft hat sich die aktuelle Geschäftslage gegenüber dem Vorjahr moderat verbessert. 19 Prozent der Unternehmen bewerten ihre Lage als gut, 26 Prozent als schlecht. Im vergangenen Herbst lag der Anteil der negativen Lagebewertungen noch bei 34 Prozent. Die stabilere Lage führt bislang jedoch nicht zu spürbar mehr Zuversicht. 15 Prozent der Betriebe rechnen in den kommenden Monaten mit besseren, 25 Prozent mit schlechteren Geschäften.
Auch Investitionen und Beschäftigung bleiben schwach. 34 Prozent der Unternehmen wollen ihre Investitionen verringern, nur 19 Prozent planen höhere Ausgaben. Bei der Beschäftigung rechnen 32 Prozent mit einem Rückgang, lediglich acht Prozent planen zusätzliches Personal.
„Die leichte Verbesserung der Geschäftslage ist zunächst ein positives Signal, aber kein Grund zur Entwarnung. Wenn Investitionen über einen längeren Zeitraum ausbleiben, verliert der Standort schleichend an Substanz. Diese Lücke lässt sich später kaum wieder schließen. Wir brauchen dringend Rahmenbedingungen, unter denen sich private Investitionen wieder rechnen“, so Andreas Knappstein, Präsident der Industrie- und Handelskammer Arnsberg, Hellweg-Sauerland.

Struktureller Reformstau wirkt nach

Die wirtschaftlichen Risiken bleiben hoch. 75 Prozent nennen Energie- und Rohstoffpreise als Risiko für ihre wirtschaftliche Entwicklung, 67 Prozent die Arbeitskosten, 64 Prozent die schwache Inlandsnachfrage und 61 Prozent die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen. Insbesondere die hohen Energiepreise setzen viele Unternehmen erheblich unter Druck. Für zahlreiche Betriebe gehen sie inzwischen an die wirtschaftliche Substanz und schränken die unternehmerischen Spielräume maßgeblich ein.
Die von der Bundesregierung angestoßenen Reformen und Entlastungen sind aus Sicht vieler Unternehmen in der betrieblichen Praxis bislang noch nicht ausreichend zu spüren.
Walter Viegener, Präsident der IHK Siegen: „Die zentralen Belastungen sind nicht überwunden. Der über viele Jahre entstandene Reformstau belastet die Unternehmen weiterhin spürbar. Die Reformen dürfen daher nicht länger nur auf dem Papier stehen. Sie müssen jetzt mutig umgesetzt werden. Denn die Wettbewerbsfähigkeit unseres Standortes entscheidet sich nicht an Ankündigungen, sondern daran, ob Unternehmen tatsächlich entlastet werden und verlässlich planen können.“

Industrie: Lage verbessert, Aussichten bleiben verhalten

In der südwestfälischen Industrie hat sich die aktuelle Geschäftslage gegenüber dem Vorjahr verbessert. 16 Prozent berichten inzwischen von guten Geschäften. Der Anteil der Unternehmen mit negativer Lagebeurteilung ist von 42 auf 31 Prozent gesunken. Der Blick nach vorn bleibt aber verhalten: Nur 17 Prozent rechnen mit besseren, 23 Prozent mit schlechteren Geschäften.
Bei den Exporterwartungen kann die südwestfälische Industrie mit der bundesweiten Entwicklung nicht Schritt halten. Während sich die Aussichten bundesweit aufhellen, erwarten in Südwestfalen weiterhin 23 Prozent der Industrieunternehmen sinkende Exporte. Nur 19 Prozent gehen von einem besseren Auslandsgeschäft aus. Gleichzeitig wollen 36 Prozent der Industrieunternehmen ihre Investitionen vor Ort reduzieren, ebenso viele rechnen mit einem Beschäftigungsabbau. Hinzu kommt der Standortdruck: 20 Prozent und damit jedes fünfte Industrieunternehmen erwägen konkret eine Standort- oder Teilverlagerung.
Ralf Stoffels, Präsident der SIHK zu Hagen findet deutliche Worte: „Die Exporterwartungen bleiben in Südwestfalen deutlich hinter der bundesweiten Entwicklung zurück. Gleichzeitig erwägt jedes fünfte Industrieunternehmen eine Standort- oder Teilverlagerung. Das sind deutliche Warnsignale für unsere industriestarke Region und insbesondere für den Mittelstand, der die südwestfälische Industrie prägt.“

Einzelhandel besonders stark unter Druck

Die Branchen entwickeln sich deutlich auseinander. Besonders angespannt ist die Lage im Einzelhandel: 43 Prozent der Händler bewerten ihre Geschäfte als schlecht, nur sieben Prozent als gut. In keiner anderen Branche ist die Lagebeurteilung so düster. Auch der Ausblick bleibt schwach: 38 Prozent rechnen mit schlechteren Geschäften, nur elf Prozent mit einer Verbesserung.
Im Baugewerbe zeigt sich hingegen ein deutlich freundlicheres Bild. Dort bewerten 35 Prozent ihre Geschäfte als gut und nur elf Prozent als schlecht. Auch bei den Dienstleistern überwiegen die positiven Lageeinschätzungen. Allerdings bleiben die Zukunftserwartungen in allen Branchen überwiegend pessimistisch.
Abschließend betonen die drei Präsidenten: „Die jüngsten Wahlergebnisse dürfen kein Vorwand sein, geplante Reformen bei Rente, Arbeit und Steuer aufzuschieben. Die vorsichtige Stabilisierung, die bislang nur in Teilen der Wirtschaft sichtbar ist, wird zu einem erheblichen Teil durch schuldenfinanzierte staatliche Ausgaben gestützt. Wir müssen aber Kosten senken, Bürokratie abbauen und verlässliche Rahmenbedingungen schaffen. Sonst bleibt Deutschland zu teuer, zu langsam und verliert weiter an Wettbewerbsfähigkeit."
An der gemeinsamen Konjunkturumfrage der Industrie- und Handelskammern Arnsberg, Hellweg-Sauerland, Siegen und Hagen vom 14. bis 25. September 2026 beteiligten sich 1.253 Unternehmen mit mehr als 100.000 Beschäftigten.

Ihre Meinung zählt! Nehmen Sie regelmäßig an der SIHK-Konjunkturumfrage teil

Heimische Unternehmen haben dreimal im Jahr die Möglichkeit, sich mit Angaben über ihre aktuelle Situation und Zukunftserwartungen in die Konjunkturumfrage der SIHK einzubringen. Die nächste Konjunkturumfrage findet vom 14. Dezember 2026 bis 15. Januar 2027 statt. Machen Sie mit: Anmeldung zur ⁣SIHK Konjunkturumfrage
Wie gelingt der Generationswechsel im Mittelstand? Welche Herausforderungen müssen Unternehmerinnen und Unternehmer meistern, wenn sie ihren Betrieb übergeben oder übernehmen wollen? Diese Fragen standen im Mittelpunkt des SIHK-Nachfolgetags am 13. Oktober in Hagen. Unter dem Motto „Unternehmen weiterdenken. Zukunft übergeben.“ brachte die Südwestfälische Industrie- und Handelskammer zu Hagen (SIHK) Unternehmer, Nachfolgeinteressierte sowie Vertreter aus Wirtschaft und Politik zusammen.
Wie anspruchsvoll, aber auch chancenreich eine Unternehmensnachfolge sein kann, verdeutlichte SIHK-Vizepräsident Alexander Alberts bereits zur Begrüßung. Der Unternehmer führt die Gustav Alberts GmbH & Co. KG in Herscheid, die seit 1852 in fünfter Generation besteht.
„Nachfolge bedeutet nicht, einfach das weiterzumachen, was die Generation vorher gemacht hat. Es geht vielmehr darum, zu verstehen, was man bewahren sollte und was man verändern muss“, betonte Alberts.
Die wirtschaftliche Bedeutung des Themas ist enorm: Nach Berechnungen von IHK NRW stehen in Nordrhein-Westfalen innerhalb von zehn Jahren rund 305.000 Familienunternehmen mit insgesamt 1,8 Millionen Beschäftigten vor einem Generationswechsel. Dabei geht es nicht nur um den Erhalt von Unternehmen und Arbeitsplätzen, sondern auch um die Zukunftsfähigkeit ganzer Wirtschaftsregionen.
Wie eine Unternehmensnachfolge in der Praxis gelingen kann, zeigten beim SIHK-Nachfolgetag verschiedene Unternehmerpersönlichkeiten. Andreas Luthe, Vorstandsvorsitzender des VfL Bochum 1848, setzte mit seiner Keynote Impulse zu Führung, Verantwortung und Veränderung. Einblicke in unternehmerische Erfahrungen gab unter anderem Marius Overkott von der Röder Hausverwaltung GmbH aus Wetter.
Über die politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen erfolgreicher Übergaben in Nordrhein-Westfalen diskutierten Dr. Ralf Mittelstädt (Hauptgeschäftsführer IHK NRW), Ingo Otten (Bürgschaftsbank NRW) und Vanessa Gosch (Geschäftsführerin Althaus Gosch, Hemer).
Ein Höhepunkt war die Verleihung des Nachfolgepreises NRW 2026 durch IHK NRW und die Bürgschaftsbank NRW. Ausgezeichnet wurden beispielhafte Unternehmensnachfolgen in den Kategorien „Positiver Wandel“, „Beste Vorbereitung“ und „Mut zum Unternehmertum“.
Mit dem Nachfolgetag unterstrich die SIHK die Bedeutung frühzeitiger Nachfolgeplanung. Alberts ermutigte insbesondere diejenigen, die vor einer Unternehmensübernahme stehen: „Haben Sie Respekt vor dieser Aufgabe, aber haben Sie keine Angst vor ihr.“ Denn Nachfolge bedeute nicht nur, dass etwas ende, sondern vor allem, dass etwas weitergehe.

IHK NRW und Bürgschaftsbank NRW würdigen unternehmerischen Mut, positive Veränderungen und sorgfältig vorbereitete Unternehmensübernahmen

Erfolgreiche Unternehmensnachfolgen sichern Arbeitsplätze, bewahren unternehmerisches Know-how und schaffen neue Perspektiven. Im Rahmen des diesjährigen Nachfolgetags der Südwestfälischen Industrie- und Handelskammer zu Hagen (SIHK) wurde gestern der Nachfolgepreis.NRW 2026 verliehen. Ausgezeichnet wurden vier Nachfolger, die zeigen, wie vielfältig der Weg in die unternehmerische Selbstständigkeit sein kann.
Mit dem Preis würdigen IHK NRW und die Bürgschaftsbank NRW gelungene Unternehmensübergaben und das Engagement der Menschen, die Verantwortung für bestehende Betriebe übernehmen. Die Preisträger stehen beispielhaft für die Chancen, die eine Nachfolge bietet, und für ihren Beitrag zur Zukunft des Wirtschaftsstandorts Nordrhein-Westfalen.
Dr. Ralf Mittelstädt, Hauptgeschäftsführer von IHK NRW, erklärt: „Unternehmensnachfolge ist eine zentrale Zukunftsaufgabe für unseren Wirtschaftsstandort. Werden Betriebe erfolgreich übergeben, bleiben Arbeitsplätze, Wissen und gewachsene Kundenbeziehungen erhalten. Zugleich bringen Nachfolger neue Ideen und Impulse ein. Die diesjährigen Preisträger zeigen, welche Chancen eine Unternehmensübernahme bietet. Wir wollen deshalb noch mehr Unternehmer dazu ermutigen, ihre Nachfolge frühzeitig zu planen, und mehr Menschen dafür gewinnen, unternehmerische Verantwortung zu übernehmen.“
Neben unternehmerischem Mut ist eine solide Finanzierung entscheidend für das Gelingen einer Übernahme. Ingo Otten, Leiter Kreditabteilung der Bürgschaftsbank NRW, betont: „“Wer ein Unternehmen übernimmt, investiert nicht nur in die eigene Zukunft, sondern auch in die Zukunft eines bestehenden Betriebs und seiner Mitarbeitenden. Dafür braucht es neben einer überzeugenden Idee auch Finanzierungspartner, die an das Vorhaben glauben. Gerade wenn die erforderlichen Sicherheiten fehlen, können Bürgschaften den entscheidenden Unterschied machen. Wir wollen dazu beitragen, dass gute Nachfolgekonzepte nicht an der Finanzierung scheitern. Die vier Preisträger zeigen eindrucksvoll, welches unternehmerische Potenzial in gelungenen Nachfolgen steckt.“

Die Preisträger des Nachfolgepreises.NRW 2026

Kategorie „Positiver Wandel“: Dr. Jan Nicolas Klug, rubitec GmbH
(Laudatio: Ingo Otten, Leiter Kreditabteilung Bürgschaftsbank NRW)
Vom Geschäftsführer zum Unternehmer: Dr. Jan Nicolas Klug hat die rubitec GmbH in Bochum übernommen und nutzt den Wechsel in die unternehmerische Verantwortung, um das hochspezialisierte Technologieunternehmen weiterzuentwickeln. Mit Investitionen in Gebäude und moderne Anlagen, der Erschließung neuer Anwendungsfelder und einer engen Zusammenarbeit mit der Ruhr-Universität Bochum, stellt Klug die Weichen für weiteres Wachstum. Die Jury würdigte seinen Gestaltungswillen und die Verbindung aus technologischer Kompetenz, Investitionsbereitschaft und strategischer Weiterentwicklung.
Kategorie „Mut zum Unternehmertum“: Aschkan Akbari, Pleister Mühle
(Laudatio: Dr. Ralf Mittelstädt, Hauptgeschäftsführer IHK NRW)
Nach einem Rückschlag wieder durchstarten: Aschkan Akbaris Weg zum eigenen Unternehmen begann als Küchenhilfe. Bereits mit 24 Jahren wagte er den Schritt in die Selbstständigkeit, musste jedoch sein erstes Unternehmen nach kurzer Zeit aufgeben. Seinen Traum vom eigenen Restaurant verlor er trotzdem nicht aus den Augen und übernahm Anfang 2024 den traditionsreichen Landgasthof Pleister Mühle in Münster, in dem er zuvor bereits als Assistent der Geschäftsführung tätig war. Mit neuen gastronomischen Angeboten, Investitionen und einer sehr teamorientierten Führung entwickelte er den Betrieb erfolgreich weiter. Für die Jury ist sein Weg ein besonderes Beispiel für unternehmerische Beharrlichkeit und den Mut, nach einer Niederlage einen neuen Anlauf zu wagen.
Kategorie „Mut zum Unternehmertum“: Frauke Baumert, BabyOne OWL
(Laudatio: Christine Währisch, Referatsleiterin im Ministerium für Wirtschaft, Klimaschutz und Energie des Landes NRW)
Von der Industrie in den Einzelhandel: Nach rund 30 Jahren Berufserfahrung in der Industrie entschied sich Frauke Baumert für einen grundlegenden beruflichen Neuanfang. Sie übernahm drei BabyOne-Fachmärkte in Ostwestfalen – obwohl sie zuvor weder im Einzelhandel noch in der Branche für Baby- und Kleinkinderprodukte tätig gewesen war. Mit ihrer Führungserfahrung, einem klaren Blick auf betriebswirtschaftliche Kennzahlen und neuen Impulsen für Sortiment, Prozesse und Kundenansprache gestaltet sie die Zukunft der drei Standorte. Die Jury überzeugte insbesondere ihre Bereitschaft, eine etablierte Karriere hinter sich zu lassen, sich in ein völlig neues Geschäftsfeld einzuarbeiten und Verantwortung für gleich drei Betriebe zu übernehmen.
In der Kategorie „Mut zum Unternehmertum“ vergab die Jury den Preis in diesem Jahr gleich zweimal. Beide Nachfolgegeschichten überzeugten auf unterschiedliche Weise so sehr, dass sich die Jury bewusst für eine doppelte Auszeichnung entschied.
Kategorie „Beste Vorbereitung“: Christopher Stahlhacke, AKQUISOR e.K.
(Laudatio: Alexander Alberts, Vizepräsident SIHK zu Hagen)
Mit Erfahrung, Weitsicht und einem klaren Plan in die Selbstständigkeit: Christopher Stahlhacke fand sein Nachfolgeunternehmen über die Unternehmensnachfolgebörse nexxt-change. Vor der Übernahme des auf B2B-Neukundengewinnung spezialisierten Dienstleisters Langer setzte er sich intensiv mit dessen Geschäftsmodell, wirtschaftlichen Perspektiven und Entwicklungsmöglichkeiten auseinander. Dabei konnte er auf seine langjährige Erfahrung im industriellen Vertrieb zurückgreifen. Nach der Übernahme stellte er das Unternehmen unter dem neuen Namen AKQUISOR strategisch und organisatorisch neu auf: mit digitalisierten Prozessen, klareren Verantwortlichkeiten, modernen Arbeitsbedingungen und zusätzlichen Dienstleistungen. Die Jury würdigte insbesondere die systematische Prüfung des Übernahmevorhabens und die konsequente Umsetzung seiner unternehmerischen Vorstellungen.
Die Industrie- und Handelskammern in NRW bieten Übernehmern landesweite Angebote in Form von individuellen Beratungen, regelmäßigen Nachfolgereports mit regionalen Auswertungen, Seminaren, Zertifikatslehrgängen, Nachfolgepools, Unternehmenswerkstatt, Netzwerkmöglichkeiten und vielem mehr an, um bei der Nachfolgeplanung zu unterstützen. Gerne können sich Interessierte an ihre IHK vor Ort wenden. Finanzielle Unterstützung bei Nachfolgen und Existenzgründungen bietet die Bürgschaftsbank NRW, die mit ihren Bürgschaften und Garantien als zuverlässiger Partner bei der Absicherung von Krediten fungiert.
101 Auszubildende haben ihre Berufsausbildung in diesem Jahr mit der Bestnote „sehr gut“ vor den Prüfungsausschüssen der Südwestfälischen Industrie- und Handelskammer zu Hagen (SIHK) abgeschlossen. Bei einer feierlichen Auszeichnung im Hörsaal der SIHK würdigte Hauptgeschäftsführer Dr. Ralf Geruschkat die hervorragenden Leistungen der ehemaligen Auszubildenden und überreichte ihnen Urkunde und Geschenk.

3.028 Prüfungen – 101-mal Bestnote „sehr gut“

Gleichzeitig dankte Geruschkat den ausbildenden Unternehmen, Berufskollegs und Familien für ihr großes Engagement für den Fachkräftenachwuchs. Gegenüber den Besten betonte Geruschkat:
„Sie haben gezeigt, was sie können, und dürfen heute stolz auf ihre Leistung sein. Damit machen sie deutlich, wie viel die duale Aus- und Weiterbildung bewegt und welche guten Chancen sie jungen Menschen bietet.“
Im Bezirk der SIHK zu Hagen haben in diesem Jahr 3.028 junge Frauen und Männer aus über 135 verschiedenen Berufen ihre Berufsabschlussprüfung bestanden. Unter ihnen erzielten 50 kaufmännische und 51 gewerblich-technische Auszubildende das Gesamtergebnis „sehr gut“. Das entspricht einem Anteil von 3,3 Prozent.
Neben den Auszubildenden wurden auch die Besten der Fortbildungsprüfungen geehrt. Rund 1.200 Fachwirt-, Meister- und Ausbildereignungsprüfungen nimmt die SIHK pro Jahr ab – ein wesentlicher Beitrag zur Fachkräftesicherung in Südwestfalen.
Erstmalig wurden auch Teilnehmer der neuen Zusatzqualifikation Erneuerbare Energie und Wasserstoff geehrt. Diese ist ein besonderes Angebot der SIHK, das junge Menschen frühzeitig für zentrale Zukunftsthemen qualifiziert. Davon profitieren beide Seiten: Auszubildende gewinnen wertvolle Zusatzkompetenzen, Unternehmen sichern sich Fachkräfte mit Zukunftswissen.
Die Veranstaltung wurde von einem abwechslungsreichen Rahmenprogramm begleitet: DFB-Schiedsrichterin Fabienne Michel sorgte für spannende Insights im Fußball und das Treffen von schnellen Entscheidungen, DJ Julian Hopmann für die passende Stimmung – und beim anschließenden Austausch kam das Netzwerken und Feiern nicht zu kurz.

Märkischer Kreis Süd

  • Alicia Berkard, Kaufmann / Kauffrau im Einzelhandel
    TJX Deutschland Ltd. & Co. KG, Lüdenscheid
  • Gesche Brensing, Technische/-r Produktdesigner/-in
    Binks Reinhardt-Technik GmbH, Kierspe
  • Celina-Sophie Brieden, Industriekaufmann/Industriekauffrau
    J.D. Geck GmbH, Altena
  • Lara Budke, Industriekaufmann/Industriekauffrau
    ERCO GmbH, Lüdenscheid
  • Henrik Dorausch, Zerspanungsmechaniker/-in
    Funke und Blecher GmbH, Lüdenscheid
  • Kenneth Etz, Elektroniker/-in für Betriebstechnik
    OTTO FUCHS, Meinerzhagen
  • Carlos David Garcia, Industriekaufmann/Industriekauffrau
    VDM Metals Holding GmbH, Werdohl
  • Kay Axel Gelbhaar, Maschinen- und Anlagenführer/-in
    Seeberger GmbH & Co KG, Schalksmühle
  • Tunahan Gündogdu, Werkstoffprüfer/-in
    VDM Metals Holding GmbH , Werdohl
  • Luke Haering, Industriekaufmann/Industriekauffrau
    Werkzeugbau + Kunststoffverarbeitung Mayweg GmbH, Halver
  • Nadine Henriques Goncalves, Verkäufer / Verkäuferin
    REWE Markt GmbH, Lüdenscheid
  • Hüseyin Kadi, Maschinen- und Anlagenführer/-in
    Novelis Deutschland GmbH, Plettenberg
  • Mick König, Elektroniker/-in für Betriebstechnik
    Schniewindt GmbH & Co. KG, Neuenrade
  • Marvin Koors, Industriemechaniker/-in
    Novelis Deutschland GmbH, Plettenberg
  • Britta Kretschmann, Industriekaufmann/Industriekauffrau
    Fischer Elektronik, Lüdenscheid
  • Johannes Kühn, Elektroniker/-in für Betriebstechnik
    Beck Maschinenfabrik GmbH, Neuenrade
  • Phillip Jörn Lengsfeld, Fachlagerist/-in
    Gustav Selter GmbH & Co. KG, Altena
  • Sabrina Mesenhöller, Industriekaufmann/Industriekauffrau
    OTTO FUCHS KG, Meinerzhagen
  • Lukas Niederlohmann, Zerspanungsmechaniker/-in
    DFP Pott GmbH, Plettenberg
  • Daniela Nilovic, Bankkaufmann/Bankkauffrau
    Volksbank Kierspe eG, Kierspe
  • Maikel Omourtzanis, Maschinen- und Anlagenführer/-in
    inab - Ausbildungs- und Beschäftigungsgesellschaft des bfw mbH, Lüdenscheid
  • Lukas Pritschow, Kaufmann / Kauffrau für Büromanagement
    ABB AG Busch Jäger, Lüdenscheid
  • Dustin Psiuk, Werkstoffprüfer/-in
    OTTO FUCHS KG, Meinerzhagen
  • Alexander Pylev, Maschinen- und Anlagenführer/-in
    Märkisches Werk GmbH, Halver
  • Alec Reisvich, Werkstoffprüfer/-in
    OTTO FUCHS KG, Meinerzhagen
  • Michel Richter, Werkzeugmechaniker/-in
    Phoenix Feinbau GmbH & Co., KG Lüdenscheid
  • Kimberley Rönisch, Verkäufer / Verkäuferin
    Fressnapf Heimtier-Fachmarkt MK GmbH & Co KG, Meinerzhagen
  • Luca Celvin Schröder, Verkäufer / Verkäuferin
    Modepark Röther GmbH, Plettenberg
  • Felix Steinbach, Kaufmann / Kauffrau für Büromanagement
    SANMOBIL Kranken- u. Behindertenfahrdienst GmbH, Lüdenscheid
  • Jan Szusz, Werkstoffprüfer/-in
    OTTO FUCHS KG, Meinerzhagen
  • Dalina Weustermann, Kaufmann / Kauffrau im Einzelhandel
    Lidl Vertriebs-GmbH & Co. KG, Werdohl

Märkischer Kreis Nord

  • Gapishan Balaskanthan, Technische/-r Produktdesigner/-in
    Grohe AG, Hemer
  • Andreas Birkheim, Industriekaufmann/Industriekauffrau
    IVA Schmetz GmbH, Menden (Sauerland)
  • Jana Dransfeld, Industriekaufmann/Industriekauffrau
    BEGA Gantenbrink- Leuchten KG, Menden (Sauerland)
  • Lorena Eickhoff, Technische/-r Produktdesigner/-in
    ANDRITZ Metals Germany GmbH, Hemer
  • Jan Tarik Frieg, Industriemechaniker/-in
    ANDRITZ Metals Germany GmbH, Hemer
  • Robin Danielle Fuchs, Medientechnologe/-technologin Siebdruck
    Matthes & Henze Siebdruck GmbH, Iserlohn
  • Finn Geist, Werkzeugmechaniker/-in
    Kirchhoff Witte GmbH, Iserlohn
  • David Grasmik, Maschinen- und Anlagenführer/-in
    Schlüter Systems KG, Iserlohn
  • Matti Hartmann, Technische/-r Produktdesigner/-in
    Grohe AG, Hemer
  • Lennart Hildebrand, Technische/-r Produktdesigner/-in
    ANDRITZ Metals Germany GmbH, Hemer
  • Jeremy Jorcik, Maschinen- und Anlagenführer/-in
    Schlüter Systems KG, Iserlohn
  • Felix Kraus, Elektroniker/-in für Betriebstechnik
    HBT Automation GmbH, Balve
  • Julia Pauly, Werkstoffprüfer/-in
    inab Ausbildungs- und Beschäftigungsgesellschaft des bfw mbH, Iserlohn
  • Fabian Plischke, Verkäufer / Verkäuferin
    Netto Marken-Discount Stiftung, Menden (Sauerland)
  • Maximilian Preis Colin, Fachinformatiker/Fachinformatikerin
    Stadt Menden, Menden (Sauerland)
  • Jacob Puls, Industriekaufmann/Industriekauffrau
    OBO Bettermann Holding GmbH & Co. KG, Menden (Sauerland)
  • Tim Reuter, Fachlagerist/-in
    Schlüter Systems KG, Iserlohn
  • Lennart Römelt, Elektroniker/-in für Betriebstechnik
    Grohe AG, Hemer
  • Paul Schmidt, Verfahrensmechaniker/-in für Beschichtungstechnik
    Schlüter Systems KG, Iserlohn
  • Dean Pekka Schumacher, Verfahrensmechaniker/-in für Beschichtungstechnik
    BROKI Metallwaren GmbH & Co. KG, Menden (Sauerland)
  • Erik Schweitzer, Technische/-r Produktdesigner/-in
    ANDRITZ Metals Germany GmbH, Hemer
  • Cindy Vanessa Starck, Kaufmann / Kauffrau im Einzelhandel
    Apollo-Optik Holding GmbH & Co. KG, Hemer
  • Anna Sylkina, Kaufmann / Kauffrau im Einzelhandel
    SY-Vertriebs-GmbH & Co. KG, Iserlohn
  • Vladimir Volchenkov, Elektroniker/-in für Betriebstechnik
    Rheinkalk GmbH, Menden (Sauerland)
  • Patrick Wege, Maschinen- und Anlagenführer/-in
    hp-polytechnik GmbH & Co. KG, Iserlohn

Ennepe-Ruhr-Kreis

  • Timur-Kaan Altay, Verfahrensmechaniker/-in für Beschichtungstechnik
    STÜWE Beschichtungen GmbH, Wetter (Ruhr)
  • Joel Bachler, Verkäufer / Verkäuferin
    Netto Marken-Discount Stiftung & Co. KG, Hamm (Schwelm)
  • Fabian David Czernetzki, Maschinen- und Anlagenführer/-in
    Erfurt und Sohn KG, Schwelm
  • Carla Danzeglocke, Kaufmann / Kauffrau für Büromanagement
    AHE GmbH, Wetter (Ruhr)
  • Louis Diebschlag, Anlagenmechaniker/-in
    AVU Netz GmbH, Gevelsberg
  • Edmond Dushi, Maschinen- und Anlagenführer/-in
    SPAX International GmbH & Co. KG, Ennepetal
  • Rocco Giordano, Maschinen- und Anlagenführer/-in
    SPAX International GmbH & Co. KG, Ennepetal
  • André Zi An Groß, Industriemechaniker/-in
    Demag Cranes & Components GmbH, Wetter (Ruhr)
  • Tim Hillringhaus, Werkzeugmechaniker/-in
    dormakaba Deutschland GmbH, Ennepetal
  • Sophie Ludwig, Destillateur/-in
    Destillerie & Brennerei Heinrich Habbel GmbH & Co. KG, Sprockhövel
  • Luis Miguel Maurer, Industriemechaniker/-in
    SVT GmbH, Schwelm
  • Yannik Oderwald, Elektroniker/-in für Betriebstechnik
    AVU Netz GmbH, Gevelsberg
  • Giulia Provinzano, Kaufmann / Kauffrau für Büromanagement
    PAKI Logistics GmbH, Ennepetal
  • Lennox Corvin Richter, Verfahrensmechaniker/-in für Beschichtungstechnik
    Dörken Service GmbH, Herdecke
  • Jan Timo Rotter, Fachinformatiker/Fachinformatikerin
    Stadt Ennepetal, Ennepetal
  • Daniel Schramm, Maschinen- und Anlagenführer/-in
    ABC Umformtechnik GmbH & Co. KG, Gevelsberg
  • Benjamin Schrauf, Industriekaufmann/Industriekauffrau
    ABUS August Bremicker Söhne KG, Wetter (Ruhr)
  • Alexander Schumilin, Werkstoffprüfer/-in
    Demag Cranes & Components GmbH, Wetter (Ruhr)
  • Birgül Yasin, Fachinformatiker/Fachinformatikerin
    SEMAINO Technologies GmbH, Ennepetal
  • Tim Zacharias, Werkzeugmechaniker/-in
    ABUS August Bremicker Söhne KG, Wetter (Ruhr)

Hagen

  • Erdem Akdemir, Fachinformatiker/Fachinformatikerin
    Thalia Bücher GmbH, Hagen
  • Anna Appel, Kaufmann / Kauffrau im Einzelhandel
    Let's Go JMK KG, Hagen
  • Lara Arens, Industriekaufmann/Industriekauffrau
    CARL BECHEM GMBH, Hagen
  • Özgür Ozan Beydogan, Maschinen- und Anlagenführer/-in
    Huesecken Wire GmbH, Hagen
  • Jarno Bolte, Sport- und Fitnesskaufmann/Sport- und Fitnesskauffrau
    Manfred Halverscheid, Hagen
  • Elias Antonino Caccamo, Bankkaufmann/Bankkauffrau
    Sparkasse an Volme und Ruhr, Hagen
  • Serhat Celik, Werkstoffprüfer/-in
    C.D. Wälzholz GmbH & Co. KG, Hagen
  • Jordan Christiansen, Verkäufer / Verkäuferin
    Michael Brücken Kaufpark GmbH & Co. KG, Hagen
  • Mustafa Civelek, Werkstoffprüfer/-in
    BILSTEIN SERVICE GmbH, Hagen
  • Oliver Rolf Erich Czubaszek, Industriekaufmann/Industriekauffrau
    Andernach & Bleck GmbH & Co. KG, Hagen
  • Jana Dicks, Kaufmann / Kauffrau für Büromanagement
    Freßnapf Heimtier-Fachmarkt Dortmund GmbH, Hagen
  • Carolin Engl, Kaufmann/Kauffrau für Verkehrsservice
    DB InfraGO Aktiengesellschaft, Hagen
  • Yannick Gbane, Chemikant/-in
    CARL BECHEM GMBH, Hagen
  • Lara Kaskouras, Kaufmann / Kauffrau für Büromanagement
    FernUniversität Hagen
  • Susanna Kasulke, Kaufmann / Kauffrau für Spedition und Logistikdienstleistung
    Afif Stiller Logistik GmbH, Hagen
  • Till Komoßa, Industriekaufmann/Industriekauffrau
    thyssenkrupp Hohenlimburg GmbH, Hagen
  • Alessandra Marie-Sofie Loddo, Kaufmann / Kauffrau im Einzelhandel
    Let's Go JMK KG, Hagen
  • Melia Pipke, Industriekaufmann/Industriekauffrau
    Mark-E Aktiengesellschaft, Hagen
  • Jana Precemmeder, Kaufmann/Kauffrau für Groß- und Außenhandelsmanagement
    Thalia Bücher GmbH, Hagen
  • Anika Schmidke, Industriekaufmann/Industriekauffrau
    Mark-E Aktiengesellschaft, Hagen
  • Lars Schmitz, Industriekaufmann/Industriekauffrau
    HFS Hagener Feinblech Service GmbH, Hagen
  • Alexander Stuhldreier, Industriekaufmann/Industriekauffrau
    HFS Hagener Feinblech Service GmbH, Hagen
  • Carina Thoss, Verkäufer / Verkäuferin
    Deichmann SE, Hagen
  • Alexander Wigond, Elektroniker/-in für Betriebstechnik
    ENERVIE Vernetzt GmbH, Hagen
Zum offiziellen Erhebungsstichtag 30. September verzeichnet die Südwestfälische Industrie- und Handelskammer zu Hagen (SIHK) 2.410 neu eingetragene Ausbildungsverträge in Hagen, dem Märkischen Kreis und dem Ennepe-Ruhr-Kreis. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einem Rückgang von rund neun Prozent.
Bei den gewerblich-technischen Ausbildungsberufen wurden mit 925 Verträgen rund zehn Prozent weniger neue Ausbildungsverhältnisse abgeschlossen als im Vorjahr. Im kaufmännischen Bereich liegt der Rückgang mit 1.485 Verträgen bei neun Prozent.
„Die schwache wirtschaftliche Entwicklung hinterlässt auch auf dem Ausbildungsmarkt Spuren. Das Minus von neun Prozent ist spürbar, angesichts der schwierigen konjunkturellen Lage aber kein Einbruch“, sagt Thomas Haensel, SIHK-Geschäftsbereichsleiter ‚Menschen bilden‘.

Ausbildungsmarkt bleibt in Bewegung

Die Ursachen für den Rückgang sind vielschichtig. Die angespannte wirtschaftliche Lage und die damit verbundene Unsicherheit führen dazu, dass Unternehmen Investitionen zurückstellen, Personalplanungen überprüfen und teilweise auch ihr Ausbildungsangebot reduzieren. Gleichzeitig gelingt es weiterhin nicht, alle angebotenen Ausbildungsplätze zu besetzen.
Die aktuelle SIHK-Ausbildungsumfrage zeigt dieses Spannungsfeld: Mehr als jeder vierte angebotene Ausbildungsplatz blieb zuletzt unbesetzt. In rund drei Viertel dieser Fälle waren fehlende oder nicht geeignete Bewerbungen ausschlaggebend. Gleichzeitig planen 38 Prozent der befragten Unternehmen, künftig weniger Ausbildungsplätze anzubieten.
„Wir haben deshalb nicht nur eine konjunkturelle Herausforderung, sondern weiterhin ein Passungsproblem“, betont Haensel. „Junge Menschen suchen eine berufliche Perspektive und gleichzeitig finden Unternehmen für ihre Ausbildungsplätze nicht die passenden Bewerberinnen und Bewerber. Hier müssen beide Seiten noch besser zusammenfinden.“

Chancen nutzen statt auf die perfekte Bewerbung warten

Sandra Schäfer, SIHK-Teamleiterin ‚Ausbildungsberatung und Projekte‘, betont zugleich die hohe Bereitschaft vieler Ausbildungsbetriebe, jungen Menschen eine Chance zu geben: „Eine Bewerbung muss nicht auf dem Papier perfekt sein. Viele Unternehmen schauen sehr genau darauf, welches Potenzial und welche Motivation jemand mitbringt. Praktika, persönliche Gespräche und direkte Kontakte zu Betrieben können deshalb Türen öffnen, die allein über Zeugnisnoten vielleicht verschlossen geblieben wären.“
Auch innerhalb des SIHK-Bezirks entwickelt sich der Ausbildungsmarkt unterschiedlich. In Hagen wurden zum Stichtag 491 neue Ausbildungsverträge registriert, ein Minus von 12,3 Prozent. Im Märkischen Kreis liegt die Zahl bei 1.129 Verträgen und damit 12,1 Prozent unter dem Vorjahreswert. Deutlich stabiler zeigt sich die Entwicklung im Ennepe-Ruhr-Kreis: Hier wurden 790 neue Ausbildungsverträge eingetragen, 3,9 Prozent weniger als im Vorjahr.

Ausbildung bleibt Investition in die Zukunft

Trotz rückläufiger Vertragszahlen bleibt die duale Ausbildung für Unternehmen ein wichtiger Weg, den eigenen Fachkräftenachwuchs zu sichern. Für junge Menschen bietet sie den direkten Einstieg ins Berufsleben und vielfältige Möglichkeiten, sich beruflich weiterzuentwickeln. „Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten dürfen wir Ausbildung nicht nur aus der Perspektive des aktuellen Ausbildungsjahres betrachten“, so Haensel und ergänzt: „Wer heute ausbildet, investiert in die Fachkräfte, die in wenigen Jahren gebraucht werden. Und für junge Menschen bleibt die duale Ausbildung ein Karriereweg mit hervorragenden Entwicklungs- und Aufstiegsmöglichkeiten.“
Bei der Vermittlung unterstützen die Beraterinnen im SIHK-Projekt ‚Passgenaue Besetzung‘ Unternehmen und Ausbildungsinteressierte dabei, zueinanderzufinden. Ansprechpartnerinnen sind Petra Gregg und Elisabeth Meßner unter Telefon 02331 390-301 und –303 oder per E-Mail an passgenauebesetzung@hagen.ihk.de.