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„Der Beruf Koch ist für viele junge Menschen nicht mehr attraktiv“
Gastronom und IHK-Vizepräsident Rainer Dietz spürt seit der Corona-Pandemie einen deutlichen Rückgang an qualifizierten Bewerbern – in Küche und Service. Unattraktive Arbeitszeiten und veränderte Erwartungen junger Menschen verschärfen den Fachkräftemangel.
Vizepräsident Rainer Dietz | Posthotel Johannesberg, Lauterbach (Hessen)
Herr Dietz, haben Sie Probleme, qualifizierte Fachkräfte zu finden?
Wenn wir von qualifizierten Fachkräften sprechen, dann leider ja. Diese Tendenz nehme ich seit der Corona-Pandemie wahr. Die Entwicklung hat sich in den vergangenen zwei Jahren noch einmal verschärft.
Was sind in Ihren Augen die Ursachen dafür?
Zunächst einmal ist der Beruf Koch weniger gefragt unter Auszubildenden. Andere Tätigkeiten, auch solche im Gastgewerbe, sind attraktiver für junge Leute. Besonders die Arbeitszeiten – abends und am Wochenende –, die mit dem Beruf einhergehen, entsprechen nicht der idealen Vorstellung eines jungen Menschen. Viele haben sich deswegen umorientiert. Ähnliches gilt für den gesamten Küchen- und Servicebereich. Hier fehlen so viele Fachkräfte, dass geringere Öffnungszeiten oft die Folge sind.
Kommen für Sie Fachkräfte aus dem Ausland infrage?
Ja. Dies ist durchaus eine Chance. Wir arbeiten daran und wollen sie in Zukunft bei uns als Fachkräfte ausbilden, wenn sich die Möglichkeit ergibt. Parallel müssen wir alles daransetzen, die Attraktivität des Berufsbildes zu erhöhen.
Die Fragen stellte Joris Zielinski.
➡️ Lesen Sie dazu auch unsere beiden Berichte “Aus Afrika in die deutsche Gastronomie” sowie “Zu wenig Köche für den Brei”
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Andreas Mertenbacher
Stand: 02.07.2026