IDloop_Scanner_Hand_Inet_nurOwi
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INNOVATIONEN, DIE SCHÜTZEN

„Hand hinhalten, scannen, fertig“

Sicherheit in unsicheren Zeiten. Danach sehnen sich viele Menschen. Wie gut also, dass Firmen aus Ostthüringen Lösungen entwickeln, die Menschen und öffentliche Räume schützen, egal ob kontaktlose Biometrie aus Jena oder Fahrzeugsperren aus Silbitz.
Fingerabdrücke sind einzigartig – eine individuelle Identifikation. Wir nutzen sie zum Entsperren unserer Handys oder bei internationalen Grenzkontrollen. Finger auf eine Oberfläche legen und scannen. Klingt ziemlich simpel, geht aber noch einfacher und schneller, meint Jörg Reinhold, CEO der IDloop GmbH.

Gescannt, ganz ohne Kontakt

Das Start-up IDloop aus Jena hat den weltweit ersten kontaktlosen Fingerabdruckscanner entwickelt. Das Gerät erfasst dabei die gesamte Handfläche auf einmal. „Hand hinhalten, scannen, fertig – das dauert eine Sekunde“, sagt Reinhold. Speziell bei Grenzkontrollen habe das Vorteile. Finger kontaktbasiert zu scannen sei zeitintensiv, Menschen hätten oft schwitzige Hände oder würden ihre Finger nicht korrekt auf den Scanner legen. „Da gibt es schon einige Fehlerquellen, die wir mit unserem Produkt ausschließen“, erklärt der gelernte Physiker weiter.
Damit die Erfassung der Fingerabdrücke zuverlässig funktioniert, musste IDloop einige Herausforderungen meistern. Beim kontaktlosen Scannen gibt es keine klar definierte Auflagefläche und damit unterschiedliche Handpositionen. Hinzu kommen kleine Bewegungen oder gar Zittern. Der Scanner erzeugt deshalb 150 Bilder in der Sekunde und erstellt ein dreidimensionales sowie mikroskopisches Bild der Finger.
Wir machen nicht einfach nur ein Graustufenbild, sondern erfassen die gesamte Hautstruktur mit allen Absenkungen und Erhöhungen.

Thüringer Erfolgsmodell: Wirtschaft und Wissenschaft vereint

Der IDloop-Scanner sei vollständig kompatibel mit bestehenden Fingerabdrucksystemen und könne ohne Probleme nachgerüstet werden, verspricht das Ostthüringer Start-up. „Unser Scanner erfüllt die Vorgaben von staatlichen Behörden, kann aber auch im privaten Sektor eingesetzt werden“, sagt Reinhold. Aktuell werde der innovative Fingerabdruckscanner vor allem in Pilotprojekten in Asien und Nordamerika getestet. Erste Einsätze für die Grenzkontrolle in der EU sollen noch in diesem Jahr starten.
Den Anstoß für die Entwicklung des Scanners gab die Corona-Pandemie. Kontaktlose und damit „hygienischere Alternativen lagen im Trend“, erinnert sich Reinhold. Das Thüringische Institut für Textil- und Kunststoff-Forschung (TITK) war bei der Entwicklung des Produktes ein wichtiger Partner für das 2021 gegründete Start-up. „Gerade bei der Optimierung des Scanners war die Zusammenarbeit mit dem TITK sehr wertvoll. Wir hatten dadurch Zugang zu Skills, die wir in unserer eigenen Firma noch nicht hatten“, erklärt der IDloop-Chef.

Sicherheit „Made in Ostthüringen“

Dass Ostthüringer Firmen weltweit für Sicherheit sorgen, beweisen sie jeden Tag. IDloop setzt dabei Maßstäbe im hochtechnologischen Bereich, aber auch Industrieunternehmen machen das Leben vieler Menschen sicherer. Die Silbitz Group zum Beispiel ist seit Jahren führend in der Entwicklung und Herstellung von Fahrzeugsperren. Die Poller aus Gusseisen schützen Weihnachtsmärkte, Stadtfeste oder Konzerte. Nach dem sogenannten „City Safe“, der vor allem als Sperre für breite Straßen gedacht ist, haben die Gusseisen-Spezialisten aus Silbitz nun den „Mono Safe“ entwickelt. Der Poller soll gezielt Geh- und Radwege sowie schmale Gassen schützen.
Im Januar 2026 wurde der „MonoSafe“ vom Crashtestinstitut Münster geprüft und zertifiziert. Der Einzelpoller konnte im Test einen fast acht Tonnen schweren Lkw mit einer Aufprallgeschwindigkeit von 32 km/h innerhalb von nur elf Metern stoppen. „Unsere Fahrzeugsperren stehen für verlässliche Sicherheit im Alltag der Menschen. Der „CitySafe“ war in den vergangenen Jahren bereits bei zahlreichen Großveranstaltungen in der gesamten DACH-Region erfolgreich im Einsatz. Mit dem „MonoSafe“ bieten wir nun eine weitere Lösung, die urbane Räume schützt, ohne sie zu verbauen“, erklärt Dr. Torsten Tiefel, Geschäftsführer der Silbitz Group GmbH.
Sicherheit im privaten Sektor

Produkte wie die der Silbitz Group und von IDloop unterstützen nicht nur staatliche Institutionen bei sicherheitsrelevanten Fragen, sondern auch andere private Firmen bei der Selbstvorsorge zur Erhöhung der unternehmerischen Resilienz.

idloop.com
silbitz-group.com
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