Vom Pflichtreport zum strategischen Erfolgsfaktor
Die Anforderungen an mittelständische Unternehmen, ihren Beitrag zum Klimaschutz transparent zu kommunizieren, steigen rapide. Großkunden, Banken und zunehmend auch der Gesetzgeber verlangen Nachweise über Treibhausgasemissionen – nicht nur im eigenen Betrieb, sondern entlang der gesamten Lieferkette. Damit rückt die CO₂-Bilanzierung auch für kleinere Betriebe in den Fokus. Was bislang als Thema für Konzerne galt, wird zukünftig zur strategischen Aufgabe im Mittelstand.
Wer jetzt beginnt, seine Emissionen systematisch zu erfassen, ist vorbereitet und verschafft sich einen klaren Wettbewerbsvorteil.Felix Dittrich, Energieberater und Referent im IHK-Netzwerk NEEO III
Mit der europäischen Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) wachsen die Anforderungen: Trotz des laufenden Omnibus-Verfahrens werden bilanzrechtlich große Unternehmen ihre Emissionen nach standardisierten Vorgaben jährlich offenlegen müssen. Mittelständische Zulieferer werden dadurch indirekt einbezogen, weil sie entsprechende Daten liefern müssen. Wer jetzt beginnt, seine Emissionen systematisch zu erfassen, ist vorbereitet – und verschafft sich einen klaren Wettbewerbsvorteil.
Die CO₂-Bilanz bildet sämtliche Treibhausgasemissionen eines Unternehmens ab – vom Energieverbrauch über Transport und Abfall bis zu eingekauften Materialien. Grundlage sind internationale Standards wie das Greenhouse Gas Protocol oder die DIN EN ISO 14064-1.
Strategischer Nutzen der CO₂-Bilanzierung: Wer seine Emissionsquellen kennt, kann gezielt Maßnahmen ableiten.Felix Dittrich, Energieberater und Referent im IHK-Netzwerk NEEO III
Energieberater Felix Dittrich, Refenrent im IHK-Netzwerk Energie Effizienz Ostthüringen NEEO III
Neben der reinen Bilanzierung eröffnet sich ein erheblicher strategischer Nutzen. Wer seine Emissionsquellen kennt, kann gezielt Maßnahmen ableiten – etwa die Elektrifizierung des Fuhrparks oder den Einsatz energieeffizienter Anlagen. Damit wird die CO₂-Bilanz zum Ausgangspunkt eines umfassenden Transformationsprozesses, der alle Handlungsfelder – von Energieeffizienz über Prozessoptimierung bis hin zu Investitionsentscheidungen – strukturiert verbindet.
Tipp
Besonders effektiv gelingt dies über das BAFA-Fördermodul 5 „Transformationsplan“. Gefördert werden externe Dienstleistungen zur Ausarbeitung einer langfristigen Dekarbonisierungsstrategie.
Dazu gehören:
• eine THG-Ist-Analyse für mindestens einen Standort,
• die Festlegung eines 10-Jahres-Ziels (mindestens 40 Prozent Reduktion),
• ein Bekenntnis zur Treibhausgasneutralität bis 2045,
• ein konkreter Maßnahmenplan mit wirtschaftlich sinnvollen Umsetzungsschritten.
Besonders effektiv gelingt dies über das BAFA-Fördermodul 5 „Transformationsplan“. Gefördert werden externe Dienstleistungen zur Ausarbeitung einer langfristigen Dekarbonisierungsstrategie.
Dazu gehören:
• eine THG-Ist-Analyse für mindestens einen Standort,
• die Festlegung eines 10-Jahres-Ziels (mindestens 40 Prozent Reduktion),
• ein Bekenntnis zur Treibhausgasneutralität bis 2045,
• ein konkreter Maßnahmenplan mit wirtschaftlich sinnvollen Umsetzungsschritten.
Erfahrungswerte zeigen: Viele Unternehmen erzielen innerhalb von zehn Jahren 60 bis 90 Prozent Emissionsreduktion durch direkte Einsparmaßnahmen vor Ort. Optional können Risiko- und Szenarioanalysen sowie die Bewertung von Abwärmepotenzialen integriert werden.
Die Förderung erfolgt als nicht rückzahlbarer Zuschuss: 40 Prozent für große, 50 Prozent für mittlere und 60 Prozent für kleine Unternehmen, bis maximal 60.000 Euro. Wer Mitglied eines Energieeffizienz- und Klimaschutz-Netzwerks ist, kann sogar bis zu 90.000 Euro bei einer 10 Prozent höheren Förderquote erhalten.
Die CO₂-Bilanz ist kein bürokratisches Übel, sondern der Startpunkt für nachhaltige Wettbewerbsfähigkeit.Felix Dittrich, Energieberater und Referent im IHK-Netzwerk NEEO III
Die CO₂-Bilanz ist kein bürokratisches Übel, sondern der Startpunkt für nachhaltige Wettbewerbsfähigkeit. In Verbindung mit einem strukturierten Transformationsplan – wie ihn die BAFA-Förderung unterstützt – entsteht eine praxisnahe Roadmap in Richtung Klimaneutralität. Unternehmen, die diesen Weg jetzt gehen, sichern sich nicht nur Fördermittel und regulatorische Sicherheit, sondern gestalten aktiv ihre energieeffiziente und klimaneutrale Zukunft.
IfE EnergieConsult GmbH
Die IfE EnergieConsult GmbH mit Hauptsitz in Steinbach-Hallenberg und einem weiteren Büro in Erfurt unterstützt die Transformation des Energiesystems mit nachhaltigen Dienstleistungen unter besonderer Berücksichtigung erneuerbarer Energien und der Ressourceneinsparung. Das Leistungsangebot umfasst Energieaudits nach DIN EN 16247, die Erstellung von Transformationskonzepten und CO₂-Bilanzen, die Einführung und Optimierung von Energiemanagementsystemen nach DIN EN ISO 50001, Machbarkeitsstudien, die Umsetzungsbegleitung von Maßnahmen sowie eine umfassende Fördermittelberatung. Der Beratungsprozess wird durch den Einsatz mobiler sowie bei Bedarf durch stationäre Messtechnik gestützt.
Darüber hinaus untersützt die IfE EnergieConsult das Netzwerk Energie Effizienz Ostthüringen NEEO III mit Fachreferenten.
ifegmbh.de
Die IfE EnergieConsult GmbH mit Hauptsitz in Steinbach-Hallenberg und einem weiteren Büro in Erfurt unterstützt die Transformation des Energiesystems mit nachhaltigen Dienstleistungen unter besonderer Berücksichtigung erneuerbarer Energien und der Ressourceneinsparung. Das Leistungsangebot umfasst Energieaudits nach DIN EN 16247, die Erstellung von Transformationskonzepten und CO₂-Bilanzen, die Einführung und Optimierung von Energiemanagementsystemen nach DIN EN ISO 50001, Machbarkeitsstudien, die Umsetzungsbegleitung von Maßnahmen sowie eine umfassende Fördermittelberatung. Der Beratungsprozess wird durch den Einsatz mobiler sowie bei Bedarf durch stationäre Messtechnik gestützt.
Darüber hinaus untersützt die IfE EnergieConsult das Netzwerk Energie Effizienz Ostthüringen NEEO III mit Fachreferenten.
ifegmbh.de
Netzwerk Energie Effizienz Ostthüringen (NEEO III)
Ziel des „Netzwerkes Energie Effizienz Ostthüringen NEEO III“ ist es, durch Steigerung der Energieeffizienz eine Reduzierung der Energiekosten und der CO₂-Emissionen in den beteiligten Unternehmen zu erreichen. Zusätzlich dazu sollen die Teilnehmer für ihr Unternehmen einen CO₂-Fußabdruck und eine CO₂-Bilanz erstellen. Im Rahmen von moderierten Netzwerktreffen werden im Erfahrungsaustausch mit anderen Unternehmen zusätzliche Erkenntnisse hinsichtlich Analyse- und Optimierungsmethoden zu energetischen Themen gewonnen. Das trägt dazu bei, Kosten zu sparen und Wettbewerbsvorteile zu generieren. 26 Unternehmen unterschiedlicher Größen und Branchen haben sich für das Netzwerk angemeldet.
ihk.de/gera/neeo
Ziel des „Netzwerkes Energie Effizienz Ostthüringen NEEO III“ ist es, durch Steigerung der Energieeffizienz eine Reduzierung der Energiekosten und der CO₂-Emissionen in den beteiligten Unternehmen zu erreichen. Zusätzlich dazu sollen die Teilnehmer für ihr Unternehmen einen CO₂-Fußabdruck und eine CO₂-Bilanz erstellen. Im Rahmen von moderierten Netzwerktreffen werden im Erfahrungsaustausch mit anderen Unternehmen zusätzliche Erkenntnisse hinsichtlich Analyse- und Optimierungsmethoden zu energetischen Themen gewonnen. Das trägt dazu bei, Kosten zu sparen und Wettbewerbsvorteile zu generieren. 26 Unternehmen unterschiedlicher Größen und Branchen haben sich für das Netzwerk angemeldet.
ihk.de/gera/neeo
Erfahrungswissen nutzen, um Energie und Kosten zu sparen
Stromkostenoptimierung, Energieträger der Zukunft, innovative Speichertechnologien, Abwärmenutzung und Wärmerückgewinnung, kommunale Wärmeplanung – die Themen gehen den 26 Unternehmen im IHK-Netzwerk NEEO III nicht aus. Die Netzwerktreffen sind geprägt von intensivem Erfahrungsaustausch. NEEO vernetzt jedoch nicht nur die Akteure, sondern vermittelt auch Fachwissen und stellt zusätzliche Informationen zur Verfügung. Das macht das Netzwerk Energie Effizienz Ostthüringen – kurz NEEO – seit 2016 so erfolgreich. Gerade bereitet die IHK die vierte Netzwerkrunde vor. „NEEO IV“ stellt das Thema Nachhaltigkeit in den Fokus.
Artikel im IHK-Onlinemagazin
ihk.de/gera/magazin
Stromkostenoptimierung, Energieträger der Zukunft, innovative Speichertechnologien, Abwärmenutzung und Wärmerückgewinnung, kommunale Wärmeplanung – die Themen gehen den 26 Unternehmen im IHK-Netzwerk NEEO III nicht aus. Die Netzwerktreffen sind geprägt von intensivem Erfahrungsaustausch. NEEO vernetzt jedoch nicht nur die Akteure, sondern vermittelt auch Fachwissen und stellt zusätzliche Informationen zur Verfügung. Das macht das Netzwerk Energie Effizienz Ostthüringen – kurz NEEO – seit 2016 so erfolgreich. Gerade bereitet die IHK die vierte Netzwerkrunde vor. „NEEO IV“ stellt das Thema Nachhaltigkeit in den Fokus.
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