BDEW und VDE FFN veröffentlichen Leitfaden zum Umgang mit Stromunterbrechungen
Die Versorgungssicherheit und die Qualität der Stromversorgung in Deutschland sind – auch im internationalen Vergleich – auf einem sehr hohen Niveau. Dennoch lässt sich nicht vollständig ausschließen, dass es bei einzelnen Betrieben zu zeitweisen Ausfällen oder Störungen kommt. Für Unternehmen, deren Abläufe stark von einer unterbrechungsfreien Energiezufuhr abhängen – etwa in Fertigung, Prozessindustrie oder in IT-gestützten Betriebsabläufen – können schon kurze Unterbrechungen spürbare wirtschaftliche Folgen haben.
Um die Stabilität des Netzes zu gewährleisten, investieren Netzbetreiber fortlaufend in Technik, Überwachung und Instandhaltung. Gleichzeitig können Betriebe selbst vorsorgen, zum Beispiel durch geeignete Schutz- und Umschalteinrichtungen, redundante Versorgungsstrukturen oder Notstrom- beziehungsweise Speichersysteme. Die wirksamsten und wirtschaftlich sinnvollsten Maßnahmen entstehen meist dann, wenn beide Seiten ihre Möglichkeiten aufeinander abstimmen. Da Anforderungen, Risikotoleranz und Kosten je nach Unternehmen variieren, gibt es keine Einheitslösung – vielmehr müssen passgenaue Maßnahmen im Einzelfall entwickelt werden.
BDEW und VDE FFN haben einen Leitfaden zur Optimierung der Stromversorgungsqualität sowie einen Kurzhinweis für den Umgang mit - insbesondere kurzen - Stromunterbrechungen veröffentlicht. In den Papieren werden Empfehlungen zur Prävention, Bewertung und Beseitigung von Versorgungsunterbrechungen im Stromnetz gegeben. Ziel ist es, die Kommunikation zwischen Netzbetreibern und Unternehmen zu verbessern.